Ausgabe 20/2019 – Ist der kollektive Vegan-Wahnsinn ausgebrochen?

Goldherz Report Ausgabe 20/2019 – Donnerstag, 13. Juni 2019

G.Goldherz

Liebe Leserin, lieber Leser,

kurzentschlossene Goldherz-Trader konnten nach meiner Kaufidee für die Aktie von Klondike Gold (Toronto: KG – ISIN: CA4989033010 – Kurs aktuell bei Ariva) immerhin einen realen Gewinn von +30% in 24 Stunden einfahren.

Sie sehen im Chart, dass ich mir den „Kaufkurs“ nicht ausgesucht habe.

Die Aktie notierte nach Versand der letzten Wochenausgabe um 0,24 CA$ und fiel danach sogar auf 0,23 CA$. Das heißt: Jeder, der seinen Email-Eingang beobachtete und den Kaufauftrag limitierte, konnte problemlos bei 0,23-0,24 CA$ einsteigen und sich mit dem starken zweitägigen Anstieg mindestens schon mal einen fetten Tradinggewinn sichern.

Fundamental läuft es bei Klondike Gold jetzt rund und ich habe die Aktie sicher nicht grundlos zu meinen Sommer-Favoriten im Explorersektor gekürt.

Zum Ende der Ausgabe möchte ich Ihnen noch einige Hintergrundinformationen liefern.

Doch ich weiß und ich schätze auch meine Leser, die sich außer für heiße Explorerchancen für Gold selbst interessieren. Denn eines will ich gleich mal sagen: Ohne die Unterstützung und den Rückenwind beim Goldpreis geht die schönste Gold-Aktienspekulation nicht auf.

Gold und Rohstoffe sind stets die stärkste Anlageklasse in einem Bärenmarkt

Immer mehr vertrauenswürdige Börsenexperten, denen ich aufmerksam zuhöre, erwarten tendenziell, genau wie ich selbst, einen bevorstehenden Bärenmarkt, der sich irgendwann über die Jahre 2020-2023 ausbreiten wird.

Eine exaktere Prognose gibt es an der Börse im Vorfeld nie.

Sie werden frühestens 3 Monate vor einer starken Abwärtswelle Alarmsignale sehen, die Sie auf gar keinen Fall ignorieren dürfen, wenn Ihnen Ihr Geld lieb ist. Jetzt sehe ich schon einige Signale.

Beyond Meat (NASDAQ: BYND) = Beyond Rationality!

Der Börsenkurs dieses jüngst auf allen Kanälen beworbenen IPOs grenzt tatsächlich an eine kollektive Massenverblödung.

Es ist ein „Wahnsinn“, was Veganer hinsichtlich eines Unternehmens anstellen, das nichts weiter als „Erbsenmasse“ vermarktet.

Die soll so schmecken wie Fleisch. Zwar habe ich nichts gegen gesunde Ernährung, aber warum soll ich mir ein A für ein O vormachen? Am Ende könnte ich ein Holz goldig bestreichen und es als Gold sehen.

Die Aktie von Beyond Meat verdoppelte sich in wenigen Handelstagen und lief auf über 10 Mrd. US$ Bewertung. Quelle: Stockcharts.com

Der vegane Massenwahn hat sogar schon den altehrwürdigen Konzern Campbell Soup (New York: CPB) erfasst.

Dieser gab bekannt, dass er eine neue „Zuchini-Nudelsuppe“ auf den Markt bringen will, was die Laune der Veganer auf Höchststände trieb.

Campbell Soup-Kurse springen ausgelöst von neuen „Suppenkreationen“ nach oben. Quelle: Stockcharts.com

Nun will ich gar nicht behaupten, dass Campbell Soup eine schlechte Aktie sei. Das Geschäftsmodell ist profitabel und die Suppenkonserven sind gar nicht verkehrt. Nur die letzten 20 Jahre litt das Unternehmen eher unter dem demografischen Wandel und der Aktienkurs performte nicht so toll. Auch wenn natürlich eine Campbell Soup viel substantieller ist als Beyond Meat.

Solche grotesken, irrationalen Verrücktheiten ereignen sich immer vor großen Trendwechseln.

Im Jahr 2000 gab es eine Aktie namens Sonus Networks, die runde +600% über den IPO-Preis stieg, ähnlich wie Beyond Meat heute. Weil damals „Network-Aktien“ ganz hipp waren und cool.

Kurze Zeit später stand der Aktienkurs von Sonus dann statt bei über 300 um 5 US$, also nur bei 1,5% seines Hochs.

Sonus Networks waren vor 20 Jahren auch mal hipp und cool… Quelle: boerse.de

Wie konnten Anleger sich derart täuschen lassen von einer Aktie, die hinterher -98,5% fiel?

Ich sage es Ihnen: Damals im Jahr 2000 wollten alle nur aufgrund vergangener Renditen, die der NASDAQ von 1995 bis 1999 einfuhr, schnell den großen Reibach machen. Sicher haben nur wenige Anleger investiert, die auf Sicht von 20 Jahren planten. Es wollte einfach jeder dabei sein und schnell die nächsten 20, 30, 50 oder 100% verdienen und vorher aussteigen.

Plötzlich standen die Aktien dann bei -50% und an aussteigen dachte dann, obwohl es fundamental die richtige Entscheidung gewesen wäre, niemand mehr und dann wurden daraus oft -90% bis -100%, während Rohstoffwerte Gewinne von +500% brachten.

Ganz einfach deshalb, weil sie gnadenlos und ungerechtfertigt tief notierten und selbst die härtesten Rohstoff-Investoren damals irgendwie noch verkauften, ohne einen Grund, nur um liquide zu sein für das nächste heiße IPO…

So sind aktuell 80% aller Unternehmen, die an die Börse streben, defizitär

Das liegt weit über dem langfristigen Durchschnitt von 30-50%. Was meinen Sie? Ist das nachhaltig und haltbar?

Quelle: Rob McEwen Keynote Presentation von Palisade Radio bei YouTube

Hoffen wir mal, dass der vegane Wahnsinn an der Börse nicht endet wie ein Science Fiction Film aus den 70er Jahren, dessen Ende ich Ihnen nicht schreibe, damit der Spannungsbogen erhalten bleibt. Sie dürfen gerne raten, wenn Sie den Film nicht kennen:

Soylent Green, die neue „grüne“ Wundernahrung… Das Ende dieses Streifens ist wirklich sehenswert und ein Meisterwerk an Gesellschaftskritik hinsichtlich kollektiver Massenverdummung.

Gold sieht jetzt wirklich stark aus – mindestens so gut wie vor vier Jahren Mitte 2015, eigentlich viel besser!

Lassen wir uns mal die Zeitmaschine anwerfen und zurückgehen in eine längst vergangene Zeit, kurz vor Gründung des Goldherz Reports.

Es war schließlich kein Zufall, dass ich Ihnen im Dezember 2015 vehement den Einstieg in den Goldsektor nahelegte. Rückblickend war es der beste Kaufzeitpunkt in vielen Jahren und ich erinnere mich noch, wie einige meiner Leser damals unter meiner Anleitung in 6 Monaten eine Rendite hinzauberten, auf die andere Akteure an der Börse 5-10 Jahre warten müssen, wenn sie das überhaupt je erreichen…

Dem Start von Goldherz Report ging aber eine ähnlich lethargische Phase voraus, wie ich sie heute sehe.

  • Im Sommer 2015 wollte kein Mensch mehr an irgendwelchen Finanzierungsrunden bei Goldexplorern teilnehmen. Nicht mal die besten Entwickler bekamen einen müden Cent oder sie mussten sich – unter Wert – den „Goldstreamern“ und Royalty-Investoren anbiedern, die dann aber gleich mal ihre 10% Garantierenditen aus dem Projekt schnitten und damit die Überrendite für Aktionäre zerstörten.

Rob McEwen, Gründer und CEO von McEwen Mining (Toronto: MUX), der Goldcorp von einem kleinen unbedeutenden Junior-Goldwert zum drittgrößten Goldkonzern der Welt machte, erklärte das jüngst in seiner Key Note Presentation eindrucksvoll.

Der Bullenmarkt der Goldaktien ist da:

Er trifft den Nagel schon in den ersten 15 Minuten auf den Kopf und er weist auf die grotesken Ungleichgewichte hin, die der Aktienmarkt zurzeit aufweist.

Der Wahnsinn ist die Diskrepanz bei den Bewertungen zwischen Wachstum und Value (Substanz). Während in den 80-90er Jahren praktisch kaum Veränderungen eintraten, kam es 1998-2000 zu einer Hysterie bei Wachstumsanlegern, die dann 2008 zu einer ebenso grotesken Unterbewertung bei Wachstumswerten führte. Heute sind Wachstumstitel wieder ähnlich überbewertet wie zur Jahrtausendwende und dennoch lassen sich die Käufer nicht beirren und glauben an eine gewinnträchtige Zukunft. Quelle: Rob McEwen Keynote YouTube

Was soll man so einer Grafik noch entgegenstellen?

Lassen Sie sich nicht von der Euphorie anstecken

Eines weiß ich nach mittlerweile 25 Jahren Börse. Immer wenn die Euphorie in einem Thema besonders groß war und die Gegensätze von „realen Werten“ im Vergleich zur „Phantasie“ unfassbar weit auseinandergingen, war es immer das Beste, auf den Urinstinkt zu vertrauen.

Wenn nur wenige Anleger bereit sind, in Goldprojekte zu investieren, dann steigt das Renditepotenzial für jene, die das auf ultragünstigen Einstiegsniveaus dennoch tun.

Selbst die Aktie von McEwen Mining ging in den letzten Jahren stramm nach unten.

McEwen-Aktie mit einem spannenden Chartverlauf. Quelle: Stockcharts.com

Auch Chesapeake Gold (Toronto: CKG) notiert sogar bei der Hälfte des Kursniveaus vor wenigen Jahren. Dies, obwohl das Projekt einen NPV von fast 2 Mrd. US$ (2016) oder sogar >3 Mrd. US$ (2013) erwarten ließe, bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von nur 75 Mio. CA$ oder 57 Mio. US$.

So ein Projekt, wie es Chesapeake Gold mit dem Metates Vorkommen besitzt, darf jetzt natürlich unter gar keinen Umständen finanziert (verwässert) werden, sondern das Projekt muss – was das Management weiß – eingemottet werden, bis die Metallpreise (Gold, Silber, Zink) höher stehen. Am besten signifikant höher als heute… Richtschnur sind +100%. 

Danach ist diese Aktie wohl locker das 5-10-fache ihres heutigen Kurses wert.

Zugegeben, eine solche Strategie erfordert von Ihnen als Goldinvestor viel Weitsicht. Aber seien Sie mal ehrlich: Warum kaufen Sie Gold? Zur Absicherung und dafür, dass Sie in 1-2 Jahren +10% erzielen? Oder kaufen Sie Gold, um sich vor einem Paradigmenwechsel abzusichern? Einem finanziellen Erdbeben, das den Preis in heutiger Währung um Faktor 3x, 5x oder 10x heben könnte?

Chesapeake Gold formt ebenfalls einen möglichen Boden aus. Quelle: Stockcharts.com

Als Anleger, der die Aktie schon hält oder in der letzten Zeit nachgekauft hat, müssen Sie sich über folgendes im Klaren sein:

  • Bevor der Goldpreis eben noch unter 1.600 US$ steht, ist dieses Investment per heute quasi $0,00 wert. Darum muss man sehr knauserig sein, darf nie zu viel zahlen und muss solche Werte zu Tiefstkursen einsammeln.

Da ich fest daran glaube und davon ausgehe, dass wir 2020-2030 eine Zeitenwende/Paradigmenwechsel sehen werden, der Gold um Faktor 5-10x treiben wird, kann ich mit diesem Risiko leben.

Am Ende räumen oft die Sammler im Gegensatz zu den Tradern ihre +1.000% Gewinne ab, während die Trader immer nur den +50% nachlaufen, die sie auch nicht immer bekommen.

Machen Sie sich genau solche Überlegungen und Sie werden am Ende die großen Gewinne einfahren, von denen andere Anleger ihr Leben lang nur träumen.

Ich will nicht behaupten, dass Chesapeake Gold die einzige Option ist. In so einem Umfeld, wie ich es beschrieben habe, ist Chesapeake Gold eben eine von 10-20 möglichen Spielvarianten. 

Was ich Ihnen sagen will: Lernen Sie, strategisch zu denken.


Warum ich heute an Klondike Gold glaube

Am 10. Juni gab Klondike Gold den Start des 2. Teils seines für 2019 geplanten Bohrprogramms bekannt.

Dass eine zweite Bohranlage genutzt wird, spricht für einen effizienten Einsatz des Teams. Für Sie als Anleger heißt das, Sie werden nicht lange auf mögliche sensationelle Bohrerfolge warten müssen.

  • Die Bohrungen mit der zweiten Anlage haben begonnen, entlang der Nugget-Zone, die sich über eine Länge von 1,3 km zieht. Geplant sind zunächst etwa 30 flache Bohrungen.
  • 2015 wurden in dieser Zone schon vielversprechende Goldgehalte festgestellt, auch Nuggets wurden gefunden.
  • Die Untersuchungsergebnisse für diesen Teil des Bohrprogramms 2019 werden für Ende Juli und Anfang August erwartet.

Eine Garantie gibt es natürlich in dem Fall nicht. Doch die Historie von Klondike Gold spricht dafür, dass dieses Gebiet wesentlich mehr Goldfunde offenbaren wird, als bisher bekannt sind.

Darauf spekulieren die Kernanleger – u.a. Eric Sprott und Frank Giustra – die dem Unternehmen das Geld für die Bohrungen zur Verfügung stellen. Das Chance-/Risikoverhältnis ist hier ausgesprochen günstig.

Immerhin sicherte sich die Gesellschaft nicht irgendein Projekt, sondern tatsächlich die ehemaligen Hauptfördergebiete des Klondike-Goldrauschs von 1876.

Etwa dreißig flache Bohrungen sind geplant, um die Kontinuität und Erweiterung der hochgradigen Goldmineralisierung in Quarzadern zu testen, ähnlich wie in den Vorjahren.

Es ist also ein realistischer Plan, den das Management uns aufgetischt hat und ich drücke dem Team die Daumen und halte Sie weiterhin auf dem Laufenden, wenn sich etwas tut. Und natürlich schreibe ich Ihnen ehrlich und unverblümt – egal ob gut oder schlecht – wie ich die Bohrergebnisse interpretiere, die Ende Juli erwartet werden.

Darauf können Sie sich verlassen.

Bis nächste Woche!

Es grüßt Sie Ihr

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Günther Goldherz,

Chefredakteur Goldherz Report


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Zur nächsten Goldherz Sprechstunde begrüße ich Sie am Montag, den 17. Juni 2019, ab 19:00 Uhr im sharedeals.de Live-Chat!

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