Ausgabe 03/2016 – Kapitulationsphase an den Rohstoffbörsen

Goldherz Report Ausgabe #6 – Freitag, 22. Januar 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

G.Goldherzich gebe zu, auch mein Rohstoffaktien-Depot stand in den letzten Wochen ganz schön unter Druck. Aber immerhin noch gut die Hälfte der Werte befindet sich im Plus. Das Goldhebelzertifikat sogar mit +48% und dabei ist der wirkliche Ausbruch des Goldpreises noch nicht einmal erfolgt.

So gesehen daher keine Überraschung.

Der Wahnsinn schlechthin ist die Entwicklung an den Anleihen- und Aktienmärkten.

Denn die meisten Börsen befinden sich momentan im Sturzflug. Der DAX notiert aktuell bei 9.300 Punkten und damit 13% unter dem Jahresschluss 2015. Der Dow Jones steht 8% unter dem Jahresendstand. Das Marktverhalten erfüllt zwar noch nicht gänzlich die Anforderungen zur Klassifikation eines Bärenmarktes, doch eine gewisse Panik ist durchaus zu vernehmen.

Ehrlich gesagt, ich kann mich kaum erinnern, jemals einen so schwachen Jahresbeginn erlebt zu haben. Wie auch, denn ich handle „erst“ seit knapp 24 Jahren an der Börse und einen ähnlich schwachen Jahresbeginn erlebten wir zuletzt vor 25 Jahren.

Für den Dow Jones Index war die erste Handelswoche des neuen Jahres sogar die schwächste in seiner Geschichte. Also so lange die Aufzeichnungen zurück reichen – und das ist immerhin bis 1897 der Fall.

Zeitgleich steigen die Anleihen in ungeahnte Höhen. So zum Beispiel der BUND Future, der heute über 160 Punkte gestiegen ist und damit sogar eine negative Umlaufrendite aufweist.

Nur um ihr Geld „irgendwie“ zu parken, bezahlen Anleger nun eine Gebühr. Obwohl Liquidität, in Form von unverzinsliches Barmitteln, wesentlich lukrativer wäre. Doch die Gier nach Gewinnen, welche ein steigender Anleihenmarkt noch immer signalisiert, kennt mittlerweile keine Grenzen mehr.

Das kann und wird nicht gut gehen. Garantiert! 

Mein Rat: Verkaufen Sie nach Möglichkeit alle westlichen Staatsanleihen und selbstverständlich auch Obligationenfonds. Egal was ihr Anlageberater empfiehlt, bessere Kurse für einen Verkauf werden sie kaum noch bekommen und sollten die Zinsen doch wieder steigen, werden Sie Ihre Anteile, aller Voraussicht nach, wesentlich günstiger wieder zurückkaufen können. Nur wenige Fondsmanager werden in der Lage sein, sich den negativen Zinsen und möglichen Kurskorrekturen entziehen können.

Dies nur am Rande.

BundFuture

Quelle: Finanzen.net

Wir befinden uns weiterhin in einer gefährlichen Mischung, die aus fallenden Aktienmärkten und einer immer noch weitgehend ungetrübten Sorglosigkeit der überwiegenden Mehrzahl aller Marktteilnehmer besteht.

Darum rate ich weiterhin zu einem hohem Liquiditätsanteil und rate davon ab, jetzt schon „volle Kanne“ einzusteigen. Es wäre jetzt einfach noch früh. Auch wenn ich nach dem schwachen Januar durchaus einige Erholungsmöglichkeiten für den Februar erwarte und die Kurse doch schon sehr attraktiv wirken, um im späteren Jahresverlauf von den günstigen Einstiegspreisen zu profitieren.

Darum sollten Sie unbedingt an den wenigen ausgesuchten Einzelpositionen festhalten, auch wenn das exakte Tief eventuell doch erst noch kurz bevorsteht.

Es überrascht mich darum nicht, dass in diesem schwierigen Umfeld auch einige meiner Aktien, aus dem Rohstoffbereich, unter Verkaufsdruck stehen.

Wahrscheinlich ist das jetzt genau der Ausverkauf, auf den ich insgeheim seit Jahren gewartet habe. Die letzten Anleger im Rohstoffbereich, werfen das Handtuch und unüberlegt alle ihre Aktien auf den Markt.

Gestern fielen fast alle Silberaktien, ohne ersichtlichen Grund und bei hohem Volumen, um über 10%.

Solche Bewegungen stufe ich als reine Kapitulation ein.

Die Kurse sollten darum durchaus zum selektiven Kauf genutzt werden. Nur bitte nicht alles auf einmal. Strecken Sie Käufe am besten über einige Monate hinweg.


Paniktreiber Nummer Eins ist und bleibt der Ölpreis – Gold beweist dagegen enorme Stärke!

Eine Volkswirtin aus den USA argumentiert bereits, dass der Ölpreis „unter 0 US$ fallen könnte“. In North Dakota scheint dieses Szenario bereits schreckliche Realität geworden zu sein. Dort wurden vergangene Woche -0,50 US$ fällig, wenn man sein Öl bei einer der dortigen Raffinerien abladen wollte. Dieser Wahnsinn liegt jedoch auch darin begründet, dass es sich bei dieser speziellen Ölsorte um sehr schweres Öl, das heisst mit hohem Schwefelanteil, handelt. Die Aufspaltung in der Raffinerie ist darum relativ teuer und kostet unter dem Strich mehr, als qualitativ besseres Rohöl für rund 30 US$ zu kaufen.

Dies verdeutlicht, in welcher desolaten Verfassung sich der Ölmarkt befindet.

Einige milliardenschwere Pleitekandidaten wie beispielsweise Chesapeake Energy könnten den Energiesektor und vor allem das Segment der Unternehmensanleihen noch einmal ordentlich belasten. Deshalb ist eine Marktbereinigung in vollem Gange. Diese dürfte noch einige Monate andauern. Wobei sich daraus auch unglaublich interessante Chancen ergeben.

Zunächst trifft das aber nur beim Gold, Silber und den weiteren Edelmetallen zu:

Objektiv gibt es nämlich überhaupt keine Veranlassung, die schon zuvor überdurchschnittlich stark überverkauften Gold- und Silberminenaktien nun achtlos wegzuwerfen. Denn was die Edelmetallpreise anbelangt, so befinden sich diese auf den gleichen Niveaus wie vor einem halben Jahr. Die meisten Goldminenaktien befinden sich nun 5-10% unter ihren Sommertiefs und die Silberaktien, nach dem gestrigen Ausverkauf, sogar rund 20% darunter.

Dabei befindet sich der Goldpreis selbst wieder an der 1.100 US$ Marke und damit weiterhin in einer überaus erbaulichen Ausgangssituation.

Statt einen übertriebenen Pessimismus walten zu lassen und mit der Herde zu reagieren, rate ich Ihnen darum entschieden dazu, besser das Gegenteil zu tun. Das heisst für Sie zunächst selektiv die Werte der Empfehlungsliste zu kaufen.

Im Januar erwarte ich zwar keine signifikante Gegenbewegung mehr. Aber für die kommenden Wochen werden sich mit Sicherheit noch einige interessante Erholungsmöglichkeiten ergeben.


Goldpreis vor einer mittel- bis langfristigen Wende?!

Der Goldpreis befindet sich nun im 5. Jahr seiner Korrekturbewegung. Die weltweite Goldförderung wird 2016, erstmals seit 7 Jahren, rückläufig sein und mindestens 3% fallen. Die Erfahrung zeigt, dass eine einmal still gelegte Goldproduktion nur schwer wieder in Gang zu bringen ist. Darum wird der Trend fallender Produktionsraten über die nächsten Jahre hinweg anhalten.

Gemäß den Analysten der UBS dürfte 2016 darum eine sehr gute Gelegenheit bereithalten, um längerfristig Gold zu kaufen. Der Monatschart befindet sich jedenfalls an einer wichtigen Wendemarke, welche beim Überschreiten der 1.100 US$ erhebliches Aufwärtspotenzial birgt.

UBSGold_Technical8YCycle

Quelle: UBS Technical Research

Darum bin ich überzeugt davon, dass jetzt eine enorm gute Gelegenheit besteht, um in Gold, Silber sowie Platin zu investieren. Wobei ich insbesondere beim Silber lieber auf die Aktien als auf das Metall setze, weil diese im Vergleich zum Silberpreis noch erheblich stärker gelitten haben und bei einer Erholung dementsprechend großes Aufholpotenzial besitzen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem 2. Teil der heutigen Ausgabe.

 


Aktuelle Aufträge und Positionen

160120-Depot

 


Updates zu den Empfehlungen

Lake Shore Gold, die Neuempfehlung der Ausgabe #5, konnte zum Limit von 1,15 CA$ erworben werden. Am 19. Januar veröffentlichte das Unternehmen ausserdem sehr positive Daten zu den Produktionskosten. Die operativen Förderkosten lagen bei 580 US$/Unze und damit deutlich unter den Unternehmensvorgaben von 650 US$. Die so genannten All-In-Sustainable-Kosten (AISC), welche alle Abschreibungen und nicht operative Aufwendungen mitberücksichtigen, lagen bei 870 US$, anstatt der Vorgaben von 950 US$.

Die Produktionserwartung für 2016 liegt bei 160-170k Unzen Gold und beinhaltet eine Testproduktion von 10-15k Unzen, welche vom neuen Projekt, Gap 144 stammen soll.

Einen detaillierten Ausblick für 2016 wird man am 24. Februar veröffentlichen. Für den Kurs der Aktie dürfte vor allem die Goldpreisentwicklung und mögliche Andeutungen hinsichtlich des Gesamtvorkommens der Gap144 Zone entscheidend sein. Von beiden Seiten her erwarte ich durchaus noch positives Überraschungspotenzial. Wer noch nicht eingestiegen ist, kann weiterhin mit Limit 1,15 CA$ kaufen! 


Bewertung der Silver Standard Resources mit Null?!

Die Aktie von Silver Standard Resources verlor gestern 12% ihres Wertes. Der Rückgang erfolgte ohne eine wesentliche unternehmensspezifische Nachricht und ist eher auf einen kompletten Ausverkauf im gesamten Silbersektor zurückzuführen.

Wegen der tiefen Silberpreise wird man allerdings im 1. Quartal 2016 voraussichtlich weniger verdienen als bisher erwartet wurde. Die Scotiabank rechnet beispielsweise mit einem Ergebnis von 0,01 US$ pro Aktie, nachdem man zuvor noch von 0,03 US$ ausgegangen war. Selbiges Ergebnis wird für das 2. Quartal erwartet.

Die neuen Ergebnisprognosen sind jedoch kein Grund für den massiven Ausverkauf der Aktie.

Bei einer Marktkapitalisiserung von 300 Mio. US$ und einem Liquiditätsbestand per September 2015 (Barmittel + Kurzfristige Investitionen) von 307 Mio. US$, werden alle operativen Aktivitäten quasi mit 0 US$ bewertet.

Dabei besitzt man noch knapp 150 Mio. US$ an Gold- und Silber Lagerbeständen sowie Produktionsanlagen im Wert von gut einer halben Milliarde US$.

Darum fällt es den meisten Analysten auch immer schwerer, ein Kursziel unter 7 US$ auszusprechen. Denn rein rechnerisch ist ein Preis darunter, weit unterhalb des Substanzwertes.

Für unter 4 US$ sind die Aktien darum ein besonders interessantes Schnäppchen. Theoretisch könnte ein finanzkräftiger Investor einfach das Unternehmen übernehmen, die Barmittel von knapp 4 US$ pro Aktie an sich ausschütten und das operative Geschäft, samt Verbindlichkeiten, an einen anderen Silberproduzenten verkaufen und so noch einmal 3-4 US$ pro Aktie erlösen.

Darum bleibt die Aktie ein Kauf und ich empfehle Ihnen nach Möglichkeit sogar eine Aufstockung Ihrer Position vorzunehmen. Kaufen Sie dafür mit einem Limit von 3,85 US$.


Mein Spezialwert, die I-Minerals wird voraussichtlich bis Mitte Februar seine finale Machbarkeitsstudie vorlegen. Diese Studie, welche den genauen Minen- und Produktionsaufbau beinhaltet, ist bereits zu 90% fertig gestellt und wird nun mit letzten kleineren Anpassungen versehen. In den wesentlichsten Punkten dürfte dieser Plan meine positive Gesamteinschätzung nur bestätigen. Darum verhält sich die Aktie auch sehr gut, gegen den negativen Gesamtmarkttrend und sollte weiter gehalten werden.


Ende Teil I


Anlagestrategie – Kommt nun eine Rezession oder kommt sie doch nicht?

Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion an den Finanzmärkten steht zwar noch immer China. Doch die USA machen den mit Abstand größten Teil des Weltkonsums aus und sind dahingehend sogar noch wesentlich wichtiger für die Richtungsbestimmung an den Finanzmärkten wie China.

Darum empfehle ich auch die Geschehnisse in China nicht überzubewerten, sondern auf die USA selbst zu achten.

Die meisten Experten gehen nach wie vor von einem gesunden US-Wachstum aus. Dabei gab es in den letzten Wochen vermehrt gegenteilige Entwicklungen, die ich Ihnen auch im letzten Goldherzreport angedeutet hatte.

Eine wahre Hiobsbotschaft offenbarte der Empire State Manufacturing Survey Index. Dieser misst die Stimmung im Produktionssektor des Staates New York. Der Index kollabierte von -6 auf -19 Punkte und zeigt damit eine Kontraktion des Gewerbes an wie sie zuletzt 2008, in der großen Finanzkrise, vorherrschte.

Die folgende Grafik muss darum kaum noch erläutert werden:

ny-fed.png

Quelle: NY-FED – Businessinsider.com

Der seit Mitte 2014 unübersehbare Rückgang der Produktionswirtschaft wird von den Volkswirten jedoch kaum mehr beachtet, da wir uns ja in einer „Dienstleistungsgesellschaft“ befinden würden.

Ich warne jedoch eindringlich vor einer solchen Vereinfachung. Denn ohne das Fundament des Produktionssektors dürfte auch der Dienstleistungsbereich kaum noch wachsen.

Die Abkopplungsthese, wonach die Dienstleistungen unabhängig vom Produktionssektor weiter wachsen würden, hat sich zur Jahrtausendwende als Trugschluss herausgestellt und könnte sich auch dieses mal als falsch erweisen. Folgende Grafik zeigt dabei, dass der Dienstleistungssektor (ism services) bisher immer dem Produktionssektor (ism manufacturing) folgte.

DecoupleManufacturingServices

Quelle: Societe Generale

Mit meiner 90% Wahrscheinlichkeitsprognose einer sich anbahnenden US-Rezession in den kommenden Monaten, stehe ich nun auch nicht mehr ganz allein da.

Barrons Roundtable Teilnehmer Jeffrey Gundlach sieht enorme Rezessionsgefahren

In der letzten Woche fanden die viel beachtete und alljährlich stattfindende „Barrons Roundtable“ Diskussion statt. Barrons ist das wohl bekannteste, zum Wall Street Journal gehörende, US-amerikanische Anlegermagazin. Jeweils zum Jahresbeginn werden bedeutende internationale Anlageexperten eingeladen, um ihre Meinung zu Volkswirtschaft und Börse kundzutun.

In diesem Jahr wurden vor allem die Aussagen von Jeffrey Gundlach, dem Guru für Anleihen, besondere Beachtung geschenkt.

Auch der Schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf beeindruckte durch einige markante Aussagen, insbesondere zur wirtschaftlichen Verfassung und den Problemen Chinas. Heute möchte ich darauf nicht detailliert eingehen. Doch das wichtigste wurde von Herrn Zulauf vor wenigen Tagen in seinem Interview mit der  Finanz und Wirtschaft kundgetan. Darum der Link, den ich als sehr lesenswert einstufe.

Zurück zu Gundlach. Dieser brüskierte sich regelrecht über die frühzeitige, oder wie man will auch verspätete, jedoch völlig unnötige Zinserhöhung, weche im Dezember, in den USA vorgenommen wurde. Die wirtschaftlichen Rahmendaten sprechen völlig gegen diesen Schritt und die Fed reagiert damit ohnehin Jahre zu spät. Folgt man dem Beispiel verschiedener Zentralbanken weltweit, so besteht durchaus die Möglichkeit, dass die US-Zinsen innerhalb der nächsten 12 Monate schon wieder gesenkt werden dürften. Der Sinn dieser Erhöhung, ohne ein mehrjähriges Zinstief zu erwarten, erschließt sich Gundlach damit nicht. Um es auf den Punkt zu bringen, Gundlach sieht ein extrem hohes Risiko, für eine Rezession.

Dafür führt er zum Beispiel die Entwicklung der Nettogewinnmargen der Unternehmen des S&P 500 Index an. Sobald diese um 0,6% fielen, schloss sich diesem Margenrückgang eine Rezession an. Die einzige Ausnahme von dieser Regel fand 1985 statt, wobei zwei Jahre später der Crash von 1987 eintrat.

SPX_Margins

Quelle: DoubleLine Funds Investoren Präsentation Januar 2016

Dass die Zinsen für viele Unternehmen nicht einmal ausserordentlich tief sind, würde gemäß Gundlach auch an den Ramschanleihen sichtbar. Der Markt für diese Schrottpapiere, den so genannten „Junk-Bonds“, befände sich mittlerweile schon im freien Fall. Die Zinsspanne zu Staatsanleihen läge hier bei über 8% und würde schon ohne Leitzinserhöhung, eine enorme Anspannung signalisieren. Gewöhnlich folge einer so deutlichen Ausweitung der Zinsspannen immer auch ein Bärenmarkt für US-Aktien, gemessen am S&P 500 Index, so Gundlach.

SPX_HYI_Spread

Quelle: DoubleLine Funds Investoren Präsentation Januar 2016

Laut Aussagen von Gundlach würden für den Markt der US-Staatsanleihen eine enorme Welle an Umschuldungen zukommen. Zwischen 2016-2020 werden immerhin Papiere im Wert von gesamthaften mehr als 1,2 Billionen US$ fällig. Bisher geht der Markt nicht davon aus, dass die Ausgabe der Neuverschuldung und die Rückname auslaufender Anleihen einen negativen Effekt haben wird. Doch diese überraschende Sorglosigkeit könnte sich bitter rächen.

Maturity_US-treasuries

Quelle: DoubleLine Funds Investoren Präsentation Januar 2016

Fazit

Für das angebrochene Jahr erwarten also namhafte Marktstrategen keine positive Entwicklung an den meisten Aktienmärkten mehr.

Jedoch sollten Gold- und Minenaktien von dem desolaten Zustand der Weltkonjunktur durchaus profitieren. Zwar haben viele Industrierohstoffe noch keinen Boden gefunden, trotzdem wird viel Geld in den sicheren Hafen der Goldanlagen umdisponiert.

Im Gegensatz zu den Marktstrategen von RBS sehe ich „hochwertige Anleihen“ nicht als besonders guten Kapitalschutz an.

Bei Zinsen nahe der Nullmarke und permanentem Währungsabwertungsrisiken, die in diesem Jahr auch einmal wieder den US-Dollar treffen könnten, sehe ich Goldinvestments als eine hervorragende Alternative an.

Ungeachtet dessen, ob es nun zu einer Weltrezession oder US-Rezession kommt, bleiben die fundamentalen Fakten im Edelmetallsektor stark!

Die förderbaren Grade, der Anteil an Gold, Silber oder Platin im Gestein, nimmt immer weiter ab. Die Explorationstätigkeit wurde nahezu vollständig eingestellt und Erweiterungsprojekte werden nur noch zögerlich vorgenommen.

Dies trifft im besonderen auf Silber zu. Silber wird mengenmäßig mit etwa 1:10 der Goldnachfrage benötigt und gefördert. Doch der Preis für Silber liegt nur bei 1:80 von Gold und besitzt somit enormes Aufwertungspotenzial.

Gerade bei Silber wird heutzutage mehr verbraucht als jemals zuvor. Silber als Investmentprodukt wird ebenfalls beliebter. Doch 90% der Nachfrage wird nicht nur von der Industrie gebraucht, sondern unwiederbringlich verbraucht. Dieser Zusatz ist von enormer Bedeutung. Während Gold jederzeit wieder eingeschmolzen und verkauft werden kann, ist das beim verwendeten Silber meist nicht der Fall.

Sie werden nun vielleicht einwenden, dass doch auch beim Silber ein Recycling stattfindet.

Die Krux beim Silberrecycling ist, dass dieses nur gut 150 Mio. Unzen jährlich beträgt während der industrielle Verbrauch bei fast 900 Mio. Unzen, also einem Vielfachen davon liegt. Das liegt daran, dass sich Silberrecycling eigentlich nur bei sehr reinem Silber wie im Schmuck oder Besteck rechnet. Eine Aufbereitung von Elektronikprodukten oder dergleichen, macht keinen Sinn. Experten weisen darauf hin, dass eine wesentliche Steigerung des Recyclinganteils beim Silber erst bei Preisen über 50 US$/Unze möglich wäre. Demgegenüber sind die Förderkosten der Silberminen, welche im Schnitt zwischen 10-20 US$ liegen, wesentlich attraktiver.

Der größte Faktor für den Silbermarkt ist demnach eine gesunde Silberförderung. Die Förderung wird voraussichtlich 2016, analog zur Goldförderung, sinken. Dies dürfte die Preise auch wieder langsam nach oben heben.

Darum bleiben Sie unbedingt bei Silver Standard Resources sowie dem BNP Silberaktienzertifikat engagiert.

 

 

 

Bis zur nächsten Ausgabe.

Es grüßt Sie Ihr,

Guenther_Unterschrift
Günther Goldherz, Chefredakteur


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