Ausgabe 17/2016 – Empfehlung von Perseus Mining mit +42% Anstieg – Neue Empfehlung Silberaktie mit 100-344% Kurspotential

Goldherz Report Ausgabe 17/2016 – Donnerstag, 28. April 2016

Liebe Leserinnen und Leser,G.Goldherz

ich habe in dieser Ausgabe, sozusagen in letzter Minute, noch eine brandneue Empfehlung für Sie: Golden Arrow Resources (Neuempfehlung) sowie eine Super-Nachricht für unsere Lithium-Rakete Wealth Minerals (Update).

Paradigmenwechsel von Techaktien zu Goldminenwerten

Endlich ist es geschehen. Die heilige Apple veröffentlichte am Dienstag Abend erstmals ein massiv verschlechtertes, vorläufiges Quartalsergebnis und einen noch schlechteren Ausblick für das zweite Quartal. Vor allem die iPhone Verkäufe in China waren ein Desaster. Die weltweiten iPhone und iPad Verkäufe lagen beinahe 20% unter dem Vorjahreswert.

Wen wundert’s? Wer bitte soll jedes Jahr ein neues iPhone kaufen?

Mein Tipp: Wenn Sie Ihr Telefon, Notebook oder Tablet nur alle fünf Jahre wechseln, dann sparen Sie mindestens eine halbe Unze Gold und können so über vier Jahre immerhin zwei Unzen Gold erwerben. Bis in 20 Jahren sind das schon 10 Unzen, die dann wahrscheinlich schon einen Wert von mindestens 20.000 oder 30.000 US$ haben werden. Alle bis dahin erworbenen iPhones werden garantiert völlig wertlos sein.

Technologische Sprünge wie der PC, das Internet, das Smartphone oder das Tablet vollziehen sich naturgemäß nur rund alle 10 Jahre. Apple kann und wird den Erfolg nicht erzwingen können.

Die höchsten Margen erzielt Apple, mit weitem Abstand, durch die Telefon- und Tabletverkäufe. Doch die Preise der Konkurrenz fallen und deren Technik wird immer besser bzw. für jeden Hersteller verfügbar. Würde ich heute ein neues Smartphone benötigen, dann wäre es wahrscheinlich kein Apple mehr.

Darum verwundert es mich nicht, dass die Apple Aktie nun den Weg nach unten antritt und wahrscheinlich noch nicht am Boden angekommen ist. Der Kursverlust mit einem Gap-Down von 7% erscheint angesichts der Zahlenwerkes sogar relativ milde zu sein und hängt wohl damit zusammen, dass das Management von Apple alles versuchte, um sich langfristig optimistisch zu präsentieren.

Apple Ausverkauf dürfte noch nicht beendet sein

AAPL_GapDown

Quelle: Stockcharts.com

Warum schreibe ich als Goldinvestor von Apple?

Weil ich darin einen Paradigmenwechsel sehe. Apple oder auch die FANG-Aktien (Facebook, Apple, Netflix, Google) beginnen die extrem hohen Erwartungen zu enttäuschen, welche Anleger und Analysten in sie gesetzt haben. Vor rund zwei Wochen hatten Netflix und Microsoft schlechte Zahlen gemeldet und beide Aktien fielen rund 10% zurück und erholten sich von diesem Schock bislang nicht.

Was würden Sie tun, wenn Sie heute in Apple Aktien investiert wären? Hoffen und Halten, Nachkaufen oder doch lieber Verkaufen? Die Anschlussfrage lautet dann, wo würden Sie die Gelder anlegen wenn schwergewichtige Technologieaktien mit ihren Zahlenwerk enttäuschen, wie zuletzt?

Genau darin liegt der Grund für eine Trendwende.

Weg von den wachstumsstarken Technologiewerten, hin zu den substanzstarken Industrie- und Rohstoffaktien.

Goldaktien schlagen wieder Technologiewerte

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Quelle: Stockcharts.com

Wie Sie im Chartbild sehen, der die Entwicklung des NASDAQ Index in Relation zum Goldindex HUI aufzeigt, befinden sich Goldaktien seit Anfang 2016 wieder auf der Überholspur.

Traditionell dauern solche Trends mehrere Jahre und gerade die ersten zwei oder drei Jahre, also die Phase nach nach der Trendumkehr, fielen rückblickend immer sehr dynamisch aus. Zwar sind Tech-Aktien heute nicht ganz so drastisch überbewertet wie in den Jahren 2000/01. Aber die relative Entwicklung von Goldaktien war insgesamt über einen extrem langen Zyklus, der fast 12 Jahre anhielt, deutlich besser als bei Technologieaktien.

Würden die Aktien der Goldminen, im begonnenen Zyklus, genauso weit steigen wie am Zyklushoch 2011 und der NASDAQ sich seitwärts entwickeln, dann müsste der HUI von aktuell rund 200 bis auf 1.000 Punkte steigen. Selbst wenn sich die Tech-Aktien in den nächsten zwei bis drei Jahren halbieren würden, wäre beim HUI immer noch ein Potential von knapp 500 Punkten möglich.

Die Möglichkeiten einer Korrektur nehmen zu doch der Trend bleibt aufwärts gerichtet

Wir befinden uns jetzt, bei den Minenwerten, aber wahrscheinlich dennoch am Übergang von einer Phase, in der Kursgewinne leicht von der Hand gingen, zu einer Periode in der Gewinne langsam und härter erarbeitet werden müssen. Dies ist nicht schlecht und erfordert einfach nur mehr Geduld und Disziplin, in der Umsetzung.

Die größte Frage, welche sich Goldanleger stellen ist, ob es nun noch zu einer Korrektur bei den Goldminenaktien kommt oder doch nicht.

Für mich ist diese Überlegung weniger relevant, denn ich spekuliere auf eine mittel- bis langfristige Erholung, welche mehrere hundert Prozent Gewinn ermöglicht. Darum empfehle ich auch nicht zu früh auszusteigen.

Insbesondere bei vielen kanadischen Werten strömt zurzeit viel heisses Geld hinein. Einige private Finanzierungsrunden, welche zwischen Februar und März getätigt wurden, haben eine Haltefrist von vier Monaten. Irgendwann im Sommer, zwischen Juni und August, könnten einige dieser Aktien günstiger werden, wenn die neuen freien Aktien auf den Markt kommen. Vorsichtige Finanziers verkaufen gerne ihre Aktien und behalten stattdessen nur noch die Warrants, welche mit der Finanzierung kommen. Viele Aktien könnten dann etwas günstiger zu haben sein, als es die Marktenge zurzeit zulässt.

Wobei ich mir bewusst bin, dass wir immer noch inmitten des Beginns einer Hausse stehen und Korrekturen darum nur schwer vorhersehbar sind.

Mein Rat: bleiben Sie im großen und ganzen einfach investiert und nutzen Sie schwache Tage, sofern diese uns ab Juni ereilen, zum Einstieg oder Nachkauf.

Mehr darüber im Strategieteil dieser Ausgabe.


Aktuelle Aufträge und Positionen

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Updates und Handlungsempfehlungen


Wealth Minerals (WML) – Performance: +43% – KAUFEN

Es ist fast zu schön, die Entwicklung von Wealth Minerals überrascht mich immer mehr, auf der positiven Seite. Zwar kamen die Aktien ein klein wenig zurück, weil ein paar Aktien aus einer früheren Privatplatzierung frei wurden, was ich auch im Chat am Montag besprochen hatte. Doch könnte dies möglicherweise die beste und die seltene Gelegenheit sein, um noch einmal um rund 0,50 CA$ zu kaufen. Vor allem für die neuen Leser, welche bei 0,35 CA$ noch nicht zum Zuge kamen und zusehen mussten wie der Kurs zeitweise über 0,60 CA$ anstieg, bietet sich eine gute Gelegenheit, zum Einstieg.

Wealth Minerals befindet sich noch immer in den letzten Zügen, vor der Übernahme des gesamten und extrem aussichtsreichen Maricunga Projektes.

Doch man war in den letzten Wochen sehr aktiv und konnte mit dem neuen Ex-CEO von Antofagasta sowie Codelco auch schon eine komplett neue Akquisition tätigen.

So übernahm Wealth Minerals die Rechte an einem weiteren Lithium Projekt, Puritama. Dieses liegt im Salar de Aguas Calientes, im Norden Chiles. Das Explorationsgebiet umfasst 25 Quadratkilometer und ist vergleichsweise kleiner wie die 150 Quadratkilometer von Maricunga. Interessant ist dennoch, dass man sich 20 von insgesamt 25 Quadratkilometern sichern konnte und der Rest vom Milliardenkonzern SQM gehalten wird.

WMLProjectnew

Quelle: Wealth Minerals Press-Release

Bisher befindet sich das Projekt noch in einer frühen Explorationsphase. Zuletzt wurde es 1993 untersucht und man fand dort, bei einem Test, 169 mg/l Lithium sowie 1.180 mg/l Kalium. Für die ersten Tests war dies schon recht erfolgreich. Experten gehen gesamthaft von einer Konzentration zwischen 200-290 mg/l aus.

Wichtiger als diese eine Übernahme ist jetzt aber die Tatsache, dass Wealth Minerals nun erstmals offiziell 100% an einem eigenen Projekt besitzt und sich nun als Lithium-Firma bezeichnen darf. Dies noch bevor die noch wichtigeren Übernahmeverhandlungen für Maricunga abgeschlossen wurden. Diese ziehen sich wohl ein wenig hin, weil man entweder nur Geld, statt Aktien oder einen Mix bezahlen wird. Am Ende sollte dies aber noch besser für die Wealth Minerals Aktionäre sein, als die bereits unterzeichnete Vereinbarung.

Die Aktie bleibt zum aktuellen Kurs unterbewertet. Kurse unter 1 CA$ halte ich weiterhin für günstig. Besonders jetzt zwischen 0,50 und 0,55 CA$, bleibt die Aktie ein Kauf. 


 

Para Resources (PBR) – Performance: +63% – KAUFEN

Bei Para Resources läuft es auch hervorragend. Mein Partner bei Sharedeals berichtete zeitnah von der hier verlinkten und hervorragenden Entwicklung. Es bestätigt sich jene Vermutung, die bei Minenprojekten mit derartigen, hervorragenden Graden von >5 g/t nicht ungewöhnlich sind. Die Liegenschaft befindet sich inmitten mehrerer abbaufähiger Erzkörper, die mit etwas weiterer Explorationsarbeit durchaus ausfindig gemacht werden können. Dass nun eine solche goldführende Zone, direkt am Schacht entdeckt wurde, ist natürlich ein besonders großes Glück, für die unmittelbare Profitabilität. Der Vorteil von Para Resources ist zudem, dass sich sonst kaum jemand für die riesigen Goldgebiete Kolumbiens interessiert. Zwar wurde vor Jahren eine Vielzahl von Projekten gestartet, die im Gegensatz zu Para aber nicht genehmigt wurden. Während viele Goldminen weiterhin auf ihre Genehmigungen warten, kann Para längst produzieren. Allein die Verarbeitung des bestehenden Abraums dürfte den Cash-Flow erheblich begünstigen und für mindestens zwei bis drei hervorragende Produktionsjahre und Ergebnisse sorgen.

Die Aktie bleibt selbst zum aktuellen Kurs ein klarer Kauf und unterbewertet.


 

Platinum Group Metals (PTM) – Performance: +100% – TELVERKAUF und Rest: HALTEN

Der Versandtermin für die letzte Ausgabe von Goldherz Report war der Donnerstag. Darum hielt sich die Aktie von Platinum Group Metals leider nicht mehr über meinem angekündigten Verkaufslimit, das ich am Mittwoch formulierte.

Nächstes mal werde ich versuchen rechtzeitig eine Eilmeldung zu verfassen, damit Sie eine so attraktive Verkaufsmöglichkeit, wie Mitte letzter Woche, nicht verpassen. Auch zu 4,90 CA$ hatte ich Ihnen vor einigen Wochen bereits einige Gewinnmitnahmen nahegelegt, sofern Sie kurzfristig handeln wollen oder müssen.

Es macht aber nichts, wenn Sie die Aktie weiter halten, denn das Potenzial ist vorhanden und ich empfehle den Wert weiter zu halten. Die Gewinnmitnahmen sind rein kosmetischer Natur.

Falls Sie noch eine relativ große Position von Platinum Group Metals halten und weiterhin an Gewinnmitnahmen interessiert sind, dann rate ich einen zum Teilverkauf mit Limit: 4,15 CA$. Aber am besten keinesfalls mehr als 1/3 bis zur 1/2 Ihrer Position.


Silver Standard Resources (SSRI) – Performance: +74% – TELVERKAUF und Rest: HALTEN

Für SSRI hatte ich Ihnen am Freitag schon eine Eilmeldung eingetragen, wonach ein paar Gewinnmitnahmen nicht verkehrt sind. Ihr Gewinn bei dieser Position beläuft sich auf mindestens +74%, wobei Sie im Laufe der letzten Monate zweimal die Gelegenheit hatten günstig einzusteigen, was ich auch als Chance kommunizierte. Allein mit meiner Nachkaufempfehlung von Mitte Januar (Siehe Update der Ausgabe 03/2016), zum Kauflimit von 3,85 US$, liegen Sie jetzt sogar schon mit +129% vorne.

Bei einem Kurs von über 8,00 US$ sollten Sie darum ruhig mal einen Teil der Gewinne sichern. Kurzfristig werden die Bäume bzw. Kurse wohl nicht in den Himmel wachsen und jeder kleine Rücksetzer beim Silberpreis könnte hier eine kleine Welle von Gewinnmitnahmen auslösen.

Besonders positive Ankündigungen, ausser weiterer möglicher Übernahmen, die den Kurs eher belasten könnten, sehe ich auch nicht unmittelbar. Mir hat beispielsweise die Unternehmenspräsentation, letzte Woche in Zürich,  nicht wirklich gefallen. Das Unternehmen bleibt weiterhin gut aufgestellt und man profitiert weiterhin erheblich vom steigenden Silberpreis. Auch langfristig wird sich das Unternehmen positiv entwickeln können. Doch es fehlt etwas am mittelfristigen Verbesserungspotential. 

Verkaufen Sie darum einen Teil Ihrer Aktien, mit Limit: 8,50 US$.

Mit Golden Arrow Resources können Sie auch einen würdigen Nachfolger für Silver Standard Resources kaufen. Dass die Aktien von Silver Standard jüngst so gut liefen, hat möglicherweise sogar etwas mit Golden Arrow Resources zu tun. Dafür sollten Sie unbedingt die Empfehlung in dieser Ausgabe lesen.


Vontobel Hebelzertifikat Silber – Performance: +108% – TELVERKAUF und Rest: HALTEN

Aus reiner Vorsichtsmaßnahme sollten Sie auch beim spekulativen Hebelzertifikat auf Silber einen Teilverkauf durchführen. Auch diese Empfehlung hatte ich Ihnen bereits am Freitag Mittag unter den Eilmeldungen eingestellt. Silber korrigierte daraufhin sogar erwartungsgemäß und schnell unter 17 US$, erholte sich aber auch relativ schnell wieder und erlaubt Ihnen meinen Teilverkauf, auch in der regulären Wochenausgabe nachzuvollziehen.

Trader, die beim Sharedeals Live-Chat angemeldet sind und dabei waren, als ich den Trade und das Zertifikat zum Kurs von 1,68 € vorstellte, können sogar +129% Gewinn mitnehmen.

Weiterhin sollten Sie aber mit mindestens der halben Position dabeibleiben.

Als Verkaufslimit für Gewinnmitnahmen empfehle ich 3,70 €, um mindestens einen Verdoppler mitzunehmen.


Perseus Mining – Performance: +61% – HALTEN

Der Kurs von Perseus Mining macht weiterhin große Freude. Insbesondere hatte ich Ihnen die Aktie auch in der letzten Woche ans Herz gelegt.

Der erwartete Anstieg erfolgte dann schon zu Beginn dieser Woche.

Nach einem Feiertag am Montag, legte Perseus Mining in Australien, bis Mittwoch um deutliche +22% zu. Die Aktie steht, seit meiner Erstempfehlung, mit +42% in der Gewinnzone. Zusammen mit den durch den Aktientausch von Amara zugestandenen Warrants ergibt sich ein Gesamtgewinn von stattlichen +61% und dies in nur drei Wochen. 

Das ist schon mal eine tolle Entwicklung.

Wenn Sie den ganz sicheren Weg gehen wollen, dann verkaufen Sie über 0,60 AU$ jetzt einfach Ihre Aktien, mit +41% Gewinn und behalten nur noch die kostenlosen Warrants, für ein risikoloses Gewinnpotenzial in den nächsten Monaten oder sogar Jahren.

Für die Empfehlungsliste stufe ich die Aktie nun von Kaufen auf Halten zurück.

Für eine explizite Verkaufsempfehlung finde ich es persönlich aber noch zu früh. Auch auf die Gefahr hin, dass wir wieder einen Teil der Buchgewinne abgeben werden.

Noch sehr viel langfristiger Bewertungsspielraum

Bewertungstechnisch sehe ich bei Perseus, einer australischen Gesellschaft, im Vergleich zu den ebenfalls in Afrika tätigen kanadischen Minenwerten eine deutliche Unterbewertung. Dies hat viele Gründe. So erhalten Kanadier oftmals viel leichter Kapital, was an einer guten Brokerunterstützung wie zum Beispiel von Eric Sprott liegt. Doch wenn die Australier wie Perseus kein frisches Geld mehr benötigen, dann können Sie sich diese Lücke durchaus zu nutze machen und die Aktien dieser relativ günstigen Australier einsammeln.

Nach der Übernahme von Amara Mining besitzt die neue Perseus eine Marktkapitalisierung von knapp 500 Mio. AU$. Vor der Übernahme lag die Bewertung nur bei rund 300 Mio. AU$. Amara selbst hatte, vor Bekanntwerden der Übernahme, als reiner Explorer nur eine Bewertung von 70 Mio. AU$ Dies zeigt schön auf, wie der Wert eines hervorragenden Explorationsprojektes, dass sich in der Hand eines profitablen Junior-Produzenten befindet, erhöhen kann.

Das Yaoure Goldprojekt (Elfenbeinküste) trägt damit rund 200 Mio. AU$ zur Perseus Mining Bewertung bei.

Nach Produktionsbeginn könnte die Bewertung von Yaoure bis auf 555 Mio. US$ bzw. 727 Mio. AU$ zulegen, sofern der Goldpreis über 1.200 US$ steht. Selbst bei 1.000 US$ wären es immer noch 285 Mio. US$ bzw. 368 Mio. AU$. Dies zeigt, dass die Aktie relativ gut nach unten abgesichert ist.

Das Yaoure Projekt, welches Perseus bis in zwei Jahren zur Produktionsreife bringen kann, besitzt zum aktuellen Goldpreis ein internes Aufwertungspotential von +262%. Selbst wenn die Ghana Aktivitäten mit den Edikan Tagebauaktivitäten keinen zusätzlichen Wert mehr für die Aktionäre generieren würden, liegt das Kurspotenzial für Perseus bei rund 1,25 bis 1,40 AU$, nicht von heute auf morgen, aber durchaus auf Sicht von zwei Jahren. Wohlgemerkt bei stagnierendem Goldpreis von 1.200 US$.

Doch wenn der Goldpreis, wie ich es erwarte, in Richtung 1.400 US$ steigt, könnte sich der Wert von Yaoure auf über 1 Mrd. AU$ erhöhen. Das wären allein schon >1,40 AU$ pro Aktie.

Das Edikan Projekt in Ghana, mit >200.000 Unzen Jahresproduktion, welcher gemessen an den Verarbeitungskosten je Tonne sehr günstig ist, aber leider zurzeit nur Grade von rund 0,8 g/t aufweist (Ziel sind >1g/t) wäre dann ebenfalls mindestens 400 bis 780 Mio. AU$ wert. Also weitere 0,40-1 AU$ je Aktie.

Die große Spanne in der Bewertung rührt daher, dass Perseus einen großen Aufwand betreibt, um neue Abbaugebiete genehmigen zu lassen. Diese Genehmigung erfordert teilweise die Umsiedlung von Bewohnern und einen Aufwand für den Bau neuer Häuser oder einen Tausch von Agrarland. Darum dauert es immer einige Monate, bevor man eine neue Zone mit höheren Goldgehalten erschliessen kann und Perseus dürfte seinen durchschnittlichen Verarbeitungsgehalt dieses Jahr nur langsam steigern können. Positive Überraschungen sind jedoch gleichwohl möglich.

Dafür besteht längerfristig das Potential künftig auch einen Untertageabbau zu starten. Mindestens unterhalb von Esuajah South befindet sich ein Erzkörper mit hochgradiger Vererzung und Goldgehalten zwischen 2-5 g/t bis mindestens 300 Metern Tiefe. Die gesamte Größe der unterirdischen Vorkommen ist zwar noch immer unbekannt, eröffnet aber noch großes Potential für eine Entwicklung.
Ab einem Goldpreis von 1.400 US$ oder darüber dürfte es sich durchaus lohnen, in weitere Exploration und die Erschliessung eines Abbaus Untertage, zu investieren.

Fazit

Wenn der Goldpreis mitspielt und Perseus keine schwerwiegenden Fehler begeht, halten Sie hier durchaus ein Papier, das am Ende des Zyklus leicht mit 2-3 AU$ bewertet werden kann. Ausgehend von den jetzigen Kursen entspricht dies einer Verdrei- bis Verfünffachung.

Sie verstehen jetzt sicher besser, warum ich mit kurzfristigen Gewinnmitnahmen noch sehr zurückhaltend bleibe. Nichts ist ärgerlicher als eine für 0,43 AU$ gekaufte Aktie, bei 0,60 AU$ zu verkaufen und zuzusehen wie die Aktie auf 2 AU$ steigt.

Zwischen 2010 und 2012 lag der Kurs auch lange Zeit stabil um 3 AU$ und dies bei einem wesentlich ungünstigerem Wechselkurs als heute.

Nach dem starken Anstieg von über 40% in den letzten Wochen, empfehle ich die Aktien nun dennoch zu Halten.

 


Neuempfehlung

Golden Arrow Resources (Toronto: GRG) WKN: A0B6XQ Kurs: 0,42 CA$ Kauflimit: 0,45 CA$

GoldenArrow_Logo

Selbst ein unglücklicher Silberexplorer braucht manchmal viel Glück. Die Silberpreise waren in den letzten Jahren wahrlich nicht besonders gut, um neue Projekte in Produktion zu bringen. Die bestehenden Produzenten quetschten ihre Projekte bis zur letzten Unze aus und kümmerten sich nicht mehr um die Verlängerung des Minenlebens sowie die Exploration.

Darum waren die letzten Jahre bei Golden Arrow Resources sicher nicht leicht. Das Chinchillas Projekt flog lange Zeit under dem Radarschirm der Investoren, obwohl die Ergebnisse immer recht vielversprechend aussahen und man immerhin ein Vorkommen von deutlich über 200 Millionen Silberunzen bestätigen konnte. Allerdings waren die Grade nicht überwältigend (rund 100 g/t wobei durchaus auch höhergradige Zonen mit >140 g/t Silberäquivalent vorhanden sind).

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Quelle: Golden Arrow Resources

Doch nun kommt der Clou:

Die Ihnen bekannte Silver Standard Resources (Top-Empfehlung von mir) befindet sich gerade dabei seine Abbauaktivitäten auf dem Pirquitas Projekt zu beenden. Doch was soll man dann mit der Verarbeitungsanlage anfangen, welche täglich locker 6.000 Tonnen Material verarbeitet? Dazu noch mehr als 10 Caterpillar LKWs und alles was man sonst so braucht für einen Tagebau.

Einfach die rekordhohe Silberproduktion von 10 Mio. Unzen aufgeben, die Anlage dann verrosten lassen und die Schliessungskosten der Mine bezahlen, mit allen Umweltauflagen und sozialverträglichen Kündigungen?

An dieser Stelle kommt nun unsere Golden Arrow Resources ins Spiel.

Golden Arrow Resources besitzt das Glück, dass man nur 30 Kilometer von der Pirquitas Mine von Silver Standard Resources entfernt liegt. Über die letzten Jahre wurde ein gigantisches Tagebauprojekt erkundet, dass sich für den Abbau von Silber sowie von Blei und Zink eignet.

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Quelle: Unternehmenspräsentation Golden Arrow Resources / Nähe zur Pirquitas Mine

Anleger haben die Aktie bisher noch nicht vollständig erkannt, denn in der letzten PEA (Vorläufige Machbarkeitsstudie) wurde bei einem Silberpreis von 17 US$ lediglich ein Nettowert (NPV) von 90 Mio. US$ errechnet. Eigentlich wäre das zu wenig, um den Bau einer Mine, mit mehr als 230 Mio. US$ Kapitalkosten zu rechtfertigen. Doch durch die Verfügbarkeit der Pirquitas Verarbeitungsanlage wird man voraussichtlich mindestens 100 Mio. US$ einsparen können. Allein die Verarbeitungsanlage würde mindestens 92 Mio. US$ kosten und auch Minen-Equipment sowie LKWs kosten weitere Millionen.

Alles ist aber nun praktisch vorhanden, weil sich Silver Standard Resources, aus der Not heraus, dazu entschlossen hat, sich eine Option zu sichern, welche die Pirquitas Mine und das Chinchillas Silberprojekt von Golden Arrow Resources kombiniert. Dabei würde Silver Standard 75% der Mine halten und die kompletten Kosten vorstrecken und Golden Arrow Resources behält 25% am Projekt und nach Produktionsbeginn die laufenden Nettoerträge nach Abschreibungen und Steuern überwiesen.

Die Machbarkeitsstudie dazu wird gerade erstellt. Aber man muss keinen Doktor in Geologie haben, um zu verstehen, dass sich 100 Mio. US$ Einsparungen bei den Kapitalinvestitionen extrem positiv für die Wirtschaftlichkeit auswirken werden. Mit etwa 100 Mio. US$ Aufwendungen könnte Silver Standard Resources nahtlos weiter produzieren und seine Silberförderung in der Region halbwegs konstant halten.

Bei 8.000 Tonnen Verarbeitungskapazität täglich würde Chinchillas rund 8 Mio. Unzen jährlich produzieren können. Die operativen Kosten dürften unter 10 US$/Unze bleiben und die Abschreibungen (nur geschätzt) bei weniger als 2 US$/Unze liegen. Netto sollten bei >17 U$ Silberpreis sowie weiteren Erträgen aus dem Verkauf von Blei/Zink (die in der vorläufigen PEA noch gar nicht berücksichtigt wurden) rund 5 US$/Unze hängen bleiben. Der Produktionsanteil von Golden Arrow Resources (25%) dürfte bei rund 2 Mio. Unzen liegen.

Das entspricht einem jährlichen Nettokapitalzufluss von rund 10 Mio. US$ und bei steigendem Silberpreis noch viel mehr. Bei 20 US$ würden sogar 16 Mio. US$ jährlich fliessen.

Das beste an dem Deal wäre, dass die Vereinbarung mit Silver Standard Resources rückwirkend auf den 1. Oktober 2015 datiert ist. Damit würden, sobald die Option gezogen wird, auch alle Einnahmen aus der laufenden Minenförderung von Pirquitas sowie die künftige Verarbeitung von Abraum mit berücksichtigt, die selbst nach der Einstellung der Mine, noch rund drei Jahre anhalten wird.

Die alles entscheidende Frage ist nun, ob Silver Standard Resources die Option (75/25) für Chinchillas tatsächlich zieht oder nicht?

Jedenfalls gab es am 20. April eine entsprechende Ankündigung und einen spanischsprachigen Artikel, der die Pläne für Chinchillas konkretisiert.

Auch beim letztwöchigen Denver Gold Forum in Zürich machte der CEO von Silver Standard Resources, Paul Benson, eindeutig klar, dass für ihn die Schließung von Pirquitas eigentlich keine Option sei. (Schauen Sie sich die Präsentation hier an) oder als PDF Download.

Es gibt auch ein Youtube Video, welches die Highlights noch einmal verdeutlicht, wobei hier jedoch noch >200 Mio. CA$ an Investitionen aus der alten PEA genannt werden, was noch angepasst werden sollte.

2016 allein wird Silver Standard Resources darum 7,5 Mio. US$ in die Entwicklung von Chinchillas investieren, insgesamt werden es bis zur Entscheidung zum Bau der Mine 12,5 Mio. US$ sein, ausserdem ist Silver Standard längst Aktionär bei Golden Arrow und hält mindestens 7% aller Aktien (könnte aber auch weiter im Markt zukaufen, wenn man eine Übernahme beabsichtigen sollte…) Wobei sich die Arbeiten jetzt kaum noch um das Bohrprogramm drehen, sondern schon sehr konkret, um den exakten Abbauplan, eine neue Machbarkeitsstudie sowie die Erreichung aller Genehmigungen. Immerhin entspricht dieser Betrag der Hälfte der gesamten Explorationsaufwendungen für Pirquitas.

Bewertung gnadenlos günstig

Ohne Silver Standard Resources wäre Golden Arrow Resources nur ein aussichtsreicher Explorer. Doch mit dem konkreten Plan einer Tagebau-Mine und der Verarbeitungsanlage von Pirquitas wird daraus eine Geldmaschine, die jährlich mindestens rund 10 Mio. US$ betragen könnte, aber auch – bei 20-25 US$ Silberpreis – schnell 16 oder gar 25 Mio. US$ pro Jahr einbringen kann.

Selbst bei einem günstigen KGV von 10 wären dann 100 Mio. US$ Bewertung kein Problem, zumal Golden Arrow auch noch weitere Explorationsprojekte besitzt und die Familie Grossos, die das Unternehmen aufgebaut hat, noch weitere Projekte entwickeln dürfte. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung von Golden Arrow lediglich bei rund 30 Mio. CA$. bzw. 25 Mio. US$.

Fazit

Wenn Sie mich fragen, warum sollte Silver Standard Resources fast 10 Mio. US$ investieren, wenn man nicht am Bau der Mine interessiert ist. Dass man Chinchillas offiziell erwähnt und in der Präsentation einbaut, spricht ebenfalls dafür, dass man sich das Projekt keinesfalls entgehen lassen will.

100 Mio. US$ würde einem fairen Kurs von etwa 2 CA$ entsprechen. Gestern wurde die Aktie bei gerade mal 0,41 CA$ gehandelt. Falls Silver Standard nicht nur dieses eine Projekt, sondern weitere in der Nähe befindliche Silbervorkommen erschliessen will, könnte man sogar gewillt sein ein komplettes Übernahmeangebot vorzulegen. Die letzten Finanzierungsrunden, bei denen die Aktien von Golden Arrow immer überzeichnet waren, gab es nicht unter 0,40-0,50 CA$. Es wird also auch kein Verkaufsdruck geben, wenn die Aktie nun Stück für Stück nach oben klettert.

Darum empfehle ich jetzt zu kaufen.

Limitieren Sie Ihre Käufe am besten bei 0,45 CA$. Die Frage ist hier wohl kaum, ob die Aktie auf 1 bis 2 CA$ steigt, sondern eher wie schnell sich dieser Anstieg nun vollzieht, wenn nach und nach die ernsthaften Absichten von Silver Standard Resources im Markt eingepreist werden. 

Es gibt wenige Empfehlungen, bei denen ich mir so sicher bin.


Ende Teil I


Anlagestrategie – Wann kommt eine Korrektur bei Goldminenaktien?

Vorweg meine grundsätzliche Sicht der Dinge: So lange mein übergeordnetes Kursziel beim Gold nicht erreicht wurde, welches ich seit Dezember 2015 mit 1.400 US$ ansetze, sehe ich keinen Grund für massive Verkäufe.

Der Goldpreis neigt ohnehin dazu alle Kursziele zu überbieten, wenn er mal richtig läuft.

Der Goldpreis selbst handelt aktuell in einer relativ engen Spanne zwischen 1.200 und 1.280 US$. So lange dies weiterhin der Fall bleibt, werden die großen Goldminenaktienindizes, wie sie der HUI repräsentiert, kaum fallen.

Allerdings ist die Aufwärtsdynamik, welche in den letzten vier Wochen stattfand, selbst für mich, schon etwas überraschend. Obwohl sich der Goldpreis praktisch kaum bewegt und lediglich 2% zulegen konnte, stieg der HUI Index um +20%.

Dies führte auf Sechsmonatssicht dazu, dass die Kurse der Goldminen +57% zulegten, während der Goldpreis „nur“ +7% stieg. Goldminen entwickelten sich demnach, in jüngster Zeit 10-Mal besser als das Gold selbst.

Historisch normal und fundamental berechtigt, wäre hier eher ein Hebel von maximal 2-3.

Ein gewichtiges fundamentales Argument, gegen einen weiterhin hohen Hebel, stellt die eingeschränkte Profitabilität der großen Goldminenkonzerne dar. Diese wird durch höhere Schulden, welches in der unvorsichtigen Expansionsphase von 2010 bis 2012 aufgenommen wurden, stark gebremst. Damit allein die vorhandenen Projekte der Senior-Goldminen, bis zum Ende ihrer Laufzeit, wenigstens 5% Rendite für die Aktionäre erreichen, müsste der Goldpreis heute schon bei 1.490 US$ stehen. Nur die wenigsten der großen Goldminen können darum heute noch eine „günstige Bewertung“ vorweisen, die einen weiteren Anstieg der Aktienkurse, bei gleichbleibendem Goldpreis, rechtfertigen würde. Obwohl das Kurs-Buchwert-Verhältnis eigentlich günstig wäre und zum Jahresbeginn sogar unter 1 stand, fehlt es an profitabel abbaubaren Goldunzen und Projekten, die eine Verlängerung der Laufzeit ermöglicht.

Goldpreiserwartung für die großen Senior-Goldproduzenten

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Quelle: Präsentation Dr. Berlenbach / Denver Gold Forum Zürich 2016

Das Problem ist ähnlich wie 2010, als die großen Goldminen massiv Junior-Produzenten kauften. Nur kostet der Zukauf von Unzen im Boden schnell einmal 100-200 US$ pro Unze und dies bevor man die Unzen überhaupt gefördert hat. Im Umkehrschluss sind die geringen Produktionskosten, die viele Goldminenkonzerne gerne vorrechnen,  ein Stück weit Augenwischerei.

 

Zumal je nach Größe des Projektes auch eine hohe Flexibilität vorhanden ist, um beispielsweise jetzt, bei den tiefen Preisen, Gold mit höheren Graden abzubauen, die später jedoch massiv sinken. In den nächsten Jahren werden darum die Kosten bei den Senior-Goldminen – zur Überraschung der meisten Anleger – wieder massiv steigen, weil wieder mehr in Entwicklung und Exploration sowie Übernahmen investiert werden (muss). Die Anleger, welche leichtfertig an dauerhafte Produktionskosten unter 1.000 US$/Unze glauben und mit steigendem Goldpreis auch eine massive Steigerung der Profitabilität erwarten, könnten bitter enttäuscht werden.

Kurzum: Sie müssen jede Goldaktie anhand ihrer einzelnen Projekte bewerten und dann im Einzelfall entscheiden, ob die Aktie günstig ist. Dies gelingt bei Junior-Produzenten mit maximal zwei oder drei Projekten einfacher. Zudem profitieren Junior-Minen und Explorer von dem angesprochenen Aufwertungseffekt ihrer Projekte, oft sogar ohne selbst viel Kapital aufbringen zu müssen.

Dass die gegenwärtige Dynamik, bei den Senior-Goldproduzenten, nicht aufrecht erhalten werden kann, dürfte darum klar sein.

Darum konzentriere ich mich doch lieber vollkommen auf Junior-Werte und Explorer.

Der Blick auf den Goldpreis und das Nettovermögen des Edelmetallfonds von Rydex zeigt auch, dass immer noch relativ wenige Privatinvestoren beim Gold engagiert sind. Auch wenn die Zuflüsse in den letzten Wochen etwas angestiegen sind, so liegt das gesamte Fondsvermögen, beim Rydex Edelmetallfonds, nur bei einem Bruchteil des früheren Wertes und sogar tiefer als zu Beginn  der letzten Goldhausse von 2003. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass es heute neben Rydex auch viele neue Goldfonds und ETFs gibt. Dennoch zeigt die Statistik, dass die meisten Investoren erst zu wesentlich höheren Kursen kaufen wollen wie zuletzt zwischen 2010 und 2011.

Fondszuflüsse in Edelmetallfonds steigen von extrem tiefem Niveau 

GOLD_RYDEXAssets

Quelle: Stockcharts.com

Darum würde ich jetzt auch nicht leichtfertig alle Goldaktien und schon auf gar keinen Fall das Gold selbst verkaufen.

Trotzdem werde ich natürlich weiterhin nach hervorragenden Chancen und Neuempfehlungen suchen und Ihnen diese keinesfalls vorenthalten. Für die nächsten Wochen bin ich jedoch der Ansicht, dass wir uns eher mit Kauflimits, so genannten Abstauberlimits, auf die Lauer legen sollten.

Je länger der Goldpreis benötigt bis er über 1.300 US$ ausbricht, desto anfälliger werden auch die Goldminenaktien, nach dem starken Anstieg, für Gewinnmitnahmen sein. Umso mehr falls der Goldpreis überraschend und kurzfristig unter 1.200 US$ fallen sollte.

Der Chart für die Saisonalität der letzten 20-Jahre zeigt in etwa das mögliche Muster auf:

EquityClock_GoldSeasonality

Quelle: EquityClock.com

Obwohl das dass das 2. Halbjahr in 2/3 aller Fälle positiv für Goldanlagen ausfällt, zeigt Ihnen der Chart, dass die Bewegungen von Mai bis Juni oder sogar bis September eher korrektiv ausfallen, während es ab September zu stattlichen Gewinnen kommt.

Goldpreisentwicklung im Monatsvergleich (Langfristig)

Gold_Seasonality_Monthly

Quelle: Blanchardgold.com

Auch der Monatsvergleich von 1969 bis 2014 zeigt, welches die besten Monate für Goldanlagen sind: Januar, Februar, August, September schaffen meist >1% Anstieg sowie weniger ausgeprägt April, Mai, November und Dezember, mit je 0,5 bis 1% Zuwachs. Wobei natürlich die Monatsanstiege in den Bullenjahren, wie 2016 eines werden dürfte, deutlich besser ausfallen und bei einem vielfachen der historischen Durchschnittsperformance liegen. Als grober Orientierungspunkt kann die Saisonalität dennoch punkten.

Allerdings würde ich keinesfalls 1:1 nach dem oben abgebildeten Chartmuster handeln. Es zeigt einfach nur, dass Sie statistisch einen Vorteil haben und wahrscheinlich günstigere Kaufkurse erwischen, wenn Sie irgendwann zwischen Mai und August eine Korrektur einplanen und sich dementsprechend mit Käufen über einige Wochen Zeit lassen.

Befinden sich Goldaktien in einem starken Bullenmarkt, wie es zwischen 2001 und 2012 der Fall war, dann erreichen die Kurse erst zwischen Mai und Juni ihr Zwischenhoch und korrigieren danach etwa bis in den August hinein. Dies zeigt auch der Saisonchart, den Adam Hamilton kürzlich veröffentlichte.

Seasonalyty_AdamHamilton

Quelle:ZealLLC.com

 

Fazit

Es kann also gut sein, dass wir jetzt noch drei oder vier gute Wochen vor uns haben, dann jedoch langsam die Zwischenhochs bis Herbst erreichen und in eine Korrekturphase übergehen werden. Wobei diese Korrektur relativ klein ausfallen sollte. Mittelfristige Zukäufe und ein Neueinstieg sind aber dennoch besser etwas später und wahrscheinlich eher in zwei oder drei Monaten möglich.

Schließlich war der April ein sehr starker Monat für Goldaktien, mit mehr als 20% Zuwachs.

Steigt Gold dagegen, bestenfalls vor Juni, über 1.300 US$, dann bleibt die Korrektur wohl aus.

Doch häufig testen die Kurse, innerhalb einer Konsolidierung, erst mal das untere Begrenzungsniveau und schlagen auch gerne einmal nach unten durch, bevor sie den Aufwärtstrend fortsetzen.

Dies ist keine Wissenschaft, sondern hängt damit zusammen, dass die meisten handelbaren Finanzinstrumente, egal ob Rohstoffe oder Aktien gerne den „Weg des größten Schmerzes“ gehen. Eine Art Kreuzgang, welche den meisten Marktteilnehmern – egal ob Bullen oder Bären – maximal wehtut und dabei am liebsten deren Stoppkurse ausführt. Dies ist auch mit ein Grund dafür, neben den statistischen Größen, dass ich relativ wenig von Stoppkursen halte. Am wenigsten halte ich von nachgezogen Stopps, den so genannten „Trailing-Stops“. Meistens werden Sie nämlich genau an dem Punkt ausgestoppt, an dem der Markt wieder in die Gegenrichtung dreht.

Es ist viel besser eine Taktik der Einstiegskurse (Limits), Positionsmanagement und Gewinnmitnahmen zu verfolgen.

Bis zur nächsten Ausgabe.

Es grüßt Sie Ihr,

Guenther_Unterschrift
Günther Goldherz, Chefredakteur


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