Ausgabe 20/2020 – Wirecard: Gier & Gerüchte

Goldherz Report Ausgabe 20/2020 – Donnerstag, 18. Juni 2020

G.Goldherz Liebe Leserin, lieber Leser,

heute muss ich Ihnen meine neue Rubrik vorstellen mit dem Namen „Wenn die Gerüchteküche brodelt“, bei der ich kurz auf spannende Aktien eingehe, die zurzeit heiß diskutiert werden. Eine Aktie, bei der die Gerüchteküche heute siedend heiß brodelt, ist Confederation Minerals – die seit der heute erfolgten Namens-Änderung jetzt Trillium Gold Mines (Toronto: TGM – ISIN: CA89623Q1028) heißt.

Dazu gleich mehr….

Wenn die Gerüchteküche brodelt

Vielleicht haben Sie mitbekommen, was heute bei Wirecard (Frankfurt: WDI) los war?

Der bekannte, berüchtigte DAX-Konzern, der eine Lösung für die elektronische Zahlungsabwicklung bereit stellt, ist in den letzten Jahren einerseits stramm gewachsen, jedoch immer wieder in die Schlagzeilen gekommen, weil man angeblich Bilanzen und Umsätze manipuliert haben soll. Wobei einzelne Elemente schon früh von Insiderkreisen durchsickerten, die dann wiederum von der Financial Times aufgegriffen wurden.

Heute jedenfalls kam endlich einmal die Erlösung und einige Ungereimtheiten wurden offiziell bestätigt. Insgesamt fehlen in der Kasse 1,9 Milliarden Euro heißt es und damit ist die vorhandene Liquidität nun verbraucht, bei zuletzt im Q1 feststehenden kurzfristigen Schulden von über 2,5 Milliarden Euro.

Auf Deutsch gesagt: Wirecard „haben fertig“:

Einen Kursverlust von -63% Intraday gab es bei einem DAX 30 Titel schon länger nicht mehr… Quelle: Comdirect.de

Wo hier der Anfang war, ist schwer nachzuvollziehen und ich bin auch kein Experte für diese Aktie.

Dennoch muss ich gestehen, dass ich letztes Jahr, als die ersten konkreten Vorwürfe laut wurden, die eine Razzia der Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörde von Singapur nach sich zogen, immer pessimistischer wurde hinsichtlich der Zukunftsaussichten sowie Aktienbewertung und ich habe mir damit in einigen Chats und Foren, mit meinem persönlichen Kursziel von unter 20 Euro, sicher wenig Freunde gemacht. Entscheidender war aber, dass ich selbst im optimistischen Falle, kaum signifikante Kurssteigerung erwartet hätte und darum war die Spekulation aus der Chance-/Risikoverhältnis heraus betrachtet, eine schlechte Anlage.

Zumal, wenn ich mir dagegen meine jüngsten Explorer-Aktien Erfolge der letzten 9 Monate anschaue:

  • +111%, +280%, +360%

Nicht einmal, sondern gleich 3-Mal hätten Anleger hier fett kassieren können, während sie die ganze Zeit auf die Auflösung ihrer Wirecard-Spekulation warteten, die leider nach hinten ging.

Vielleicht fragen Sie sich, was hat der Fall von Wirecard, Deutsche Bank, der Dieselgate des VW-Konzerns oder der Glyphosat-Skandal von Bayer, operativ hervorgegangen aus dem Konzern IG-Farben, oder eine x-beliebige Skandalaktie überhaupt mit Gold und Rohstoffen zu tun?

Sehr viel. Denn ich habe einmal letzte Woche geschrieben: „Steine lügen nie“ und am Ende kommt die Wahrheit immer ans Licht, egal wie lange die Optimisten an ihrer Wunschvorstellung festhalten.

Blinde Optimisten sind nicht tot zu kriegen – bis sie im Grab liegen

Es liegt wohl in meinem Naturell, die Dinge einfach etwas pessimistischer wahrzunehmen. Auch glaube ich grundsätzlich Niemandem, bevor ich die angeblichen Fakten nicht sichten und prüfen konnte. Ich möchte ehrlich sein, ich bin sicher schon mindestens zwei Dutzend Mal auf irgendeinen Mist reingefallen, der an der Börse gespielt wurde, bis ich irgendwann das Prinzip von André Kostolany verstanden hatte, das darin liegt, stets darauf zu achten, wie die psychologische Grundhaltung aussieht.

Es ist einfach höchst selten, dass die Masse richtig liegt. Im Gegensatz zu den meisten meiner Leser und mir, haben sich viele Profi- und Privatanleger bei Wirecard offenbar täuschen lassen und ganz fest daran glauben wollen, was der Vorstand erzählt.

Doch das bezieht sich nicht auf Wirecard, sondern auf einen viel größeren Skandal. Der Glaube an unsere unumstößliche Wirtschaftskraft, die Zentralbanken und die Finanzpolitik hat aus Unwissenheit mittlerweile Züge angenommen, die nicht mehr vertretbar sind.

Es tut mir leid, wenn ich manchmal der Überbringer schlechter Nachrichten bin und Ihnen reinen Wein einschenken muss. Bitte verzeihen Sie mir und gestehen Sie mir ein, dass ich die Nachrichten nicht mache, sondern nur davon berichte.

Hier möchte ich einmal aus den Tagebüchern von Bill Bonner zitieren:

Es ist erstaunlich, was passiert, wenn man den Verstand verliert. Alles scheint möglich. Man kann sogar glauben, dass die Ausgabe von 2 Billionen Dollar Falschgeld den Menschen helfen und sie besser stellen wird.

Portrait von James Stockdale bei Wikipedia.com

Ein weiterer Ausschnitt, der die Lage bei Wirecard gut umschreibt, stammt aus einem Interview mit dem amerikanischen Admiral James Stockdale, der 8 Jahre in vietnamesischer Gefangenschaft verbrachte, dort 20 Mal gefoltert wurde, aber überlebte und Hunderten von Soldaten das Leben rettete. Er umschreibt es folgendermaßen:

Wenn man sich ernsthafte Prüfungen ansieht, stecken die Optimisten tatsächlich ihren Kopf in den Sand und tauchen in eine Welt angenehmerer Illusionen ein, und glauben wirklich eine Zeit lang, dass dies das Beste sei! Kurzfristig hilft es wirklich, ihre Stimmung aufrechtzuerhalten, aber auf lange Sicht wird sich der Optimismus immer noch einer harten Realität stellen müssen, die nicht jeder akzeptieren kann.

Daran gingen im Vietnamkrieg viele tapfere Soldaten zugrunde, die körperlich in der besten nur vorstellbaren Verfassung waren.

In Gefangenschaft sagten sie: „Bis Weihnachten sind wir hier weg.“ Weihnachten kam und ging. Dann sagten sie: „Bis Ostern sind wir hier weg.“ Und Ostern kam ebenfalls und ging… Das wiederholte sich zu Thanksgiving und Weihnachten.

So lange, bis sie im Sterben lagen. Sie konnten es nicht ertragen. Alles Optimisten…

Der Name des Phänomens wird heute in der militärischen Psychologie als „Stockdale-Paradoxon“ bezeichnet.

Viele glauben, dass Optimismus das Leben verlängert und hilft, Schwierigkeiten zu bekämpfen, aber seltsamerweise kann er manchmal genau das Gegenteil bewirken, wenn er die Realität ausblendet.

Mein Weg zum Reichtum führt darum zwingend immer über das Gold

Dieser ist mitunter „steinig“ und nicht jeder Anleger wird es verstehen, weshalb ich immer wieder auf die Suche gehe. Doch der wahre Wohlstand führt wahrhaftig über Steine.

Wenn Sie sich Explorerchancen-Aktien anschauen, werden Sie schnell feststellen, dass hier das Risiko zwar ebenfalls immer mitschwebt. Aber wenn Sie richtig liegen, verdienen Sie ein Vielfaches von dem, was Sie bestenfalls mit einer Wette auf Wirecard hätten verdienen können.

Ein jüngerer Erfolg waren sicher die Papiere von Red Lake Superstar Great Bear Resources, bei denen Anleger vor der Entdeckerphase ihr Kapital mehr als verfünfzigfachen konnten. Aus 5.000 Euro wären so 278.000 Euro geworden…

Das Wunder von Red Lake:

Quelle: Stockcharts.com

Denn wer weiß, hinter einigen Projekten, die zurzeit im neuen Gold-Distrikt von Red Lake in Kanada ausgegraben werden, steckt vielleicht tatsächlich die nächste Great Bear Resources (Toronto: GBR). Auch wenn Niemand den Erfolg im Voraus planen kann.


Eine noch brandneue Aktie am Explorerhimmel, bei der die Gerüchteküche jetzt siedend heiß aufbrodelt, ist sicherlich Confederation Minerals (Toronto: CFM) –> die seit heute unter dem Namen Trillium Gold Mines (Toronto: TGM – ISIN: CA89623Q1028) firmiert.

Bisher kann ich auch nur auf wenige bekannte Fakten verweisen, die nahelegen, dass etwas im Gange ist. Deshalb ist es ja auch eine Gerüchteküche:

  • Einen Namenswechsel von Confederation Minerals zu Trillium Gold Mines;
  • Eine Akquisition im Abitibi-Grünstein-Gebiet, dem Red Lake-Kerngebiet von Great Bear;
  • Der Segmentwechsel von der CSE an die renommierte Toronto TSX-V;
  • Eine relativ kleine Marktkapitalisierung von ~11 Mio. CA$ und äußerst wenige verfügbare Stücke, die Kursschwankungen anheizen

Hier tut sich wohl etwas Spannendes, denn irgendwas geht hier vor sich. Der kürzliche Erwerb von einigen neuen Grundstücken vergrößert den Fußabdruck von Confederation im Abitibi Greenstone-Belt drastisch, in dem auch Great Bear Resources tätig ist.

Die Aktie ist extrem markteng, darum sind heftige Kursschwankungen vorprogrammiert. Doch mit Handelsaufnahme und dem Segmentwechsel von der angestaubten CSE an die Toronto Börse (Venture Exchange TSXV) sollte durchaus eine gewisse Spekulationswelle entstehen.

Vancouver, British Columbia (Kanada) – 16. Juni 2020 – Confederation Minerals Ltd. (TSX-V: CFM) („Confederation“ oder das „Unternehmen“) gibt bekannt, dass der Name des Unternehmens mit Wirkung vom 18. Juni 2020 von „Confederation Minerals Inc.“ in „Trillium Gold Mines Inc. geändert wird.



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Darüber hinaus bestehen die folgenden weiteren, konkreten und eindeutigen Interessenkonflikte:

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