Ausgabe 21/2017 – Gold wird den Dow schlagen

Goldherz Report Ausgabe 21/2017 – Montag, 6. Juni 2017

G.GoldherzLiebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind alle wohlbehalten und tiefenentspannt aus dem Pfingst-Wochenende zurückgekehrt. Zurzeit sehe ich wieder eine ideale Mischung aus wirtschaftlichen Faktoren, die für einen Anstieg des Goldpreises sprechen, einhergehend mit einer deutlichen Unterbewertung des Minensektors.

In den letzten zwei Wochen gab es besonders zur Handelsaufnahme immer wieder starke Verkaufswellen im Goldsektor, die einzig und allein auf die Anpassungen des GDXJ-ETFs zurückgeführt werden konnten. Diese Verkäufe werden mit der zum 16. Juni endenden Handelswoche durch sein. Vorher steht am 14. Juni noch die Notenbanksitzung an. Aber ich gehe davon aus, dass der Markt hier vorher reagieren und sein nächstes Tief noch vor diesen Daten, idealerweise zwischen Freitag, dem 9. und Dienstag dem 13. Juni sieht. Wobei ich kaum noch mit Abgaben unter 29-30 US$ rechne. Das kurzfristige Erholungspotenzial indessen liegt mit etwas Glück bei mindestens +20% – auf Sicht von maximal 2-3 Monaten.

Junior Mining Index GDXJ Entwicklung mit Bodenbildung

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Quelle: Stockcharts.com

Außerdem möchte ich Ihnen in dieser Ausgabe und auch in den Folgewochen noch weitere Neuvorstellungen präsentieren.

Aktuell sehe ich im Explorationssektor das mit Abstand größte Kurspotenzial. Momentan werden die besten Bohrergebnisse vom Markt völlig ignoriert. Dabei ist absehbar, dass sich gute Bohrresultate am Ende in eine Steigerung der Ressourcen und eine Erhöhung des Projektwertes ummünzen lassen.

Es ist jetzt wichtig, dass wir alle Chancen zu nutzen, denn in 3 Monaten werden wir vermutlich kaum noch solche günstigen Kurse wie jetzt bekommen. Es spielt auch keine Rolle was die US-Notenbank in zwei Wochen tut, denn die Goldpreisentwicklung erfolgt weitgehend unabhängig davon.

Gold- und Aktienanleger starren konzentriert auf den News-Ticker und stellen sich alle die gleiche Frage: Erhöht sie, oder erhöht sie nicht?

Die Medien inszenieren die US-Notenbankentscheidung am 14. Juni, wobei aus Sicht der Volkswirte eine Zinserhöhung sicher ist. Die Fed hat die Hürde für Zinserhöhungen diesmal sehr tief gesetzt. Ein bisschen Inflation, ein paar mehr Jobs, ein stabiler Aktienmarkt und ein wenig Wachstum.

Alle Parameter sind zurzeit erfüllt und extra vor der Notenbanksitzung wurde noch einmal das BIP-Wachstum für das 1. Quartal von erwarteten 0,7% auf tatsächliche 1,2% revidiert. Damit wurde von dieser Seite her grünes Licht für eine Zinserhöhung gegeben. Wobei ich mir nicht verkneifen kann auf die rigorose Manipulation der Wirtschaftsdaten zu verweisen.

Extrem schwach blieben die US-Konsumentenausgaben, die zwei Drittel des Wirtschaftsvolumens ausmachen und im 1. Quartal mit 0,6% so langsam stiegen wie seit acht Jahren.

Meine Meinung: Es steht eine Zinserhöhung von 0,25% bevor. Dies ist für die Entwicklung des Goldmarktes jedoch weitgehend unbedeutend.

Der Goldmarkt denkt in der Regel mindestens einen Schritt voraus.

Die Zinspolitik ist für den Goldpreis praktisch bedeutungslos

So lange die Fed nur Mini-Schritte von 0,25% pro Quartal vornimmt, wird dies auf den Goldmarkt ohne negative Folgen bleiben.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von >80% wird sich das US-Wachstum in den nächsten Quartalen drastisch abkühlen, denn nach Zinserhöhungen passierte dies praktisch ausnahmslos, so dass die Fed spätestens Ende 2018 wieder bereit sein wird, die Zinsen zu senken. Diesmal kommt hinzu, dass die Notenbank die Zinsen schon 2014/15 hätte erhöhen können und dies nur wegen der China-Abschwächung und den Aktienmarktschwankungen unterließ. Der Zinszyklus läuft dem Konjunkturzyklus darum mindestens 1-2 Jahre hinterher. Darum wird die jetzige Erhöhungsphase wahrscheinlich viel schneller beendet sein, als die meisten Marktteilnehmer erwarten.

Der negative Realzins, der zuletzt bei etwa -1% lag, kann sehr schnell (voraussichtlich 2018/19) wieder in den Bereich von negativen 3-4% rutschen. Zumal die Inflationsraten selbst bei rückläufigem Wachstum nicht unbedingt fallen müssen.

Vergessen Sie auch nicht: Der Goldmarkt bewertet immer die reale Inflationsrate, die selbstverständlich auch Anlagepreise wie Immobilien mit berücksichtigt und darum traditionell deutlich über der offiziell berichteten Inflationszahl liegt. Dadurch legte der Goldpreis in den letzten 100 Jahren nominal um fast 4% jährlich zu. Das ist eine Tatsache und keine Theorie. Warum sich Anleger trotz des 100 Jahre andauernden Trends steigender Preise und rückläufiger Kaufkraft darauf versteifen, dass die Inflationsgefahren gebannt seien und bei maximal 1-2% liegen würden, verstehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Zumal alle Anlagepreise in den letzten Jahren eher 10% Preisanstieg pro Jahr verzeichneten und der Ausweitung der Geldmengen sehr wohl folgten.

Der Goldpreis ist auch ein Risikobarometer, der die bestehenden Risiken der Finanzmärkte bewertet. Insbesondere bei Aktien und Anleihen und das Potenzial eines plötzlichen Vertrauens- und Kaufkraftverlustes der Währungen.

Das alles in einem Topf zu bewerten, ist sicher keine leichte Aufgabe.

Ist Gold relativ günstig, dann eignet es sich hervorragend zur Diversifikation. Ist er überbewertet wie nach 1980, als Gold auf dem Stand des langfristigen Inflationstrends von 2010 notierte, und damit die Inflation von 30 Jahren vorwegnahm, lässt man besser die Finger davon.

 

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Quelle: Stockcharts.com

Zuletzt war der Goldpreis im Jahr 2012 überbewertet. Der Inflationspreis für 2017 lag etwa bei 1.000 US$. Der Goldpreis notierte aber bei 1.900 US$, mit einem Aufschlag von 90% und nahm bei bei konstanter Inflationsrate das Preisniveau von 2030 vorweg.

Diesen Aufschlag wurde mit dem bevorstehenden Kaufkraftverlust begründet. Doch dieser Verluste blieben zunächst aus. Darum trennten sich die Anleger wieder von ihren Goldengagements.

Trotzdem warne ich davor, diesen Kaufkraftverlust als unwahrscheinlich abzutun.

Die Beurteilung der Anleger war hier richtig, nur das Timing war falsch. Das explodierende Wachstum der weltweit unproduktiven Kreditgeldmengen, worunter die Staatsverschuldung und Konsumkredite fallen, ist mit Sicherheit die entscheidende Größe für eine bevorstehende, drastische Abwertung der Kaufkraft aller Papiergeldsysteme. Die letzten Jahre brachten praktisch ausschließlich einen Anstieg der unproduktiven Verschuldungsniveaus und sind nur noch mit einem Zinsniveau bei nahe Null Prozent bewältigen. Eine Rückzahlung oder gar nur die Bedienung von höheren realen Zinsraten ist bei dieser Art von Verschuldung vollkommen ausgeschlossen. Eine Rückführung dieser Schuldenverhältnisse ist demzufolge nur noch mittels einer drastischen Abwertung möglich.

Wobei sich diese, wie an allen historischen Beispielen zu sehen ist, nicht kontinuierlich sondern immer schlagartig zeigt. Bis alle Dämme brechen, werden die Zentralbanken einfach munter weiter machen und die Kredite in zunehmendem Umfang vom Privatbesitz in ihr eigenes Buch nehmen.

Daraus lässt sich ein so genannter „Schatten-Goldpreis“ ableiten, der bei einer plötzlichen Abwertung des gesamten Währungssystems eintreten würde. Er lässt sich anhand der Geldmengen bestimmen und dürfte wohl deutlich über 10.000 US$ pro Unze liegen.

Screen Shot 2017-06-02 at 10.04.50 AMQuelle: In Gold We Trust 2017

Wenn ich die Annahme treffe, dass das US-/EU-Geldystem in den nächsten 20 Jahren vor einer solchen massiven Abwertung steht, die Faktor 10 beträgt, dann sollte der heutige Goldpreis zumindest mit diesen 5% Eintrittswahrscheinlichkeit und mit dem zukünftig zu erwartenden Goldpreis (5.000-10.000 US$ höher als heute) bewertet werden.

Rein wissenschaftlich betrachtet wäre damit eine Riskikoprämie von 250-500 US$ begründbar (5.000 bzw. 10.000 US$ x 5%).

Wobei der Risikoaufschlag unmittelbar vor der Abwertung selbstverständlich deutlich größer sein wird.

Aktuell sehe ich im Goldpreis von rund 1.250 US$ eine unzureichende langfristige Risikoprämie. Zumal die physische Nachfrage wächst und die Minenprojekte diese Nachfrage kaum decken können.

Auch was die Anlagealternativen betrifft, gibt es zu Gold kaum noch liquide Alternativen. In der heutigen Anlagestrategie gehe ich darauf noch eingehender ein. Ein Anleger, der weltweit operiert und relative Unterbewertungen sucht, kann praktisch nicht mehr ohne einen gewichtigen Gold- sowie Minenaktienanteil in einem Depot leben.

Die Frage nach dem Verkauf von Gold würde ich mir demzufolge frühestens zwischen 1.750 bis 2.200 US$ pro Unze stellen.

Dies wäre auch gemessen an den Kurssteigerungen der weltweiten Aktienmärkte gerechtfertigt, die dem Goldpreis in den letzten Jahren davonliefen.

MSCI Weltindex und Goldpreis signalisiert Aufholpotenzial

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Quelle: Thomson Reuters

Als Mindestkursziel für den Goldpreis in US$ sehe ich darum für die nächsten etwa 12-18 Monate einen Preis von 1.500 bis 1.750 US$. Wobei der Treibsatz für diese Bewegung erhöhte Kapitalmarktrisiken sowie die Angst vor einer erheblichen Inflationswelle sein werden.


Updates:

  • Kenadyr Mining – Bei dieser Aktie sollte man jetzt Aufstocken!
  • IDM Mining – Aktie hat noch nicht auf starke Bohrergebnisse reagiert.
  • Dolly Varden – Start des Bohrprogramms erhöht Interesse von Profi-Anlegern.

NEWS-TICKER:

Neue Veröffentlichung:

In Gold we Trust 2017 – Das Standardwerk für Goldanleger und jene die es werden wollen

Am 1. Juni veröffentlichte der Vermögensverwalter Incrementum AG den jährlichen „In Gold we Trust 2017“ Report. Dieser ist die wohl die umfangreichste Datenquelle für die Goldpreisentwicklung und für alle Goldanleger ein unverzichtbares Standardwerk.

Sie können den 180-Seiten umfassenden Report als PDF herunterladen: InGoldWeTrust2017

Einige Zitate daraus:

  • „Der in den vergangenen Jahren geschaffene monetäre Tsunami, bestehend aus einer Schwemme von Zentralbankgeldern und einer Sintflut an neuen Schulden, hat unserer Meinung nach eine gefährliche Illusion erschaffen: die Illusion einer sorglosen Gegenwart auf Kosten einer fragilen Zukunft. Die kollektive Leichtsinnigkeit seitens der Investoren spiegelt sich zum Beispiel in den rekordverdächtig niedrigen Volatilitäten der als alternativlos geltenden Aktien wider und macht sich bei minimalen Risikoaufschlägen von Unternehmens- und Staatsanleihen bemerkbar.“

  • „Allein im 1. Quartal 2017 wurden seitens der größten Notenbanken 1.000 Milliarden USD an Zentralbankgeld ex nihilo geschaffen. Die geschöpften Gelder wurde freilich nicht karitativ eingesetzt, sondern wurden für den Aufkauf von Finanztiteln verwendet.“ … „sind wir der festen Überzeugung, dass sich die wahren Kosten dieses monetären Wahnsinns noch offenbaren werden.“

  • „Viele Zeichen deuten darauf hin, dass wir innerhalb der nächsten Jahre vor einem großen Umbruch im Finanz- und Währungssystem stehen. Wie dieser genau aussehen wird, vermag wohl niemand zu prophezeien. Wer sich jedoch frühzeitig mit möglichen Szenarien auseinandersetzt, hat gute Chancen, gestärkt aus der Umbruchsphase hervorzugehen.



Aktuelle Aufträge und Positionen


GH#21-Depotliste


Updates zu den Vorstellungen

Zurzeit erhöhe ich mein Engagement bei den Explorer-Aktien. Es liegt einfach auf der Hand: Wenn ich eine potenzielle Unze Gold im Boden für weniger als 25 US$ kaufen kann und der Goldpreis bei über 1.000 US$ liegt, die potenziellen Förderkosten vielleicht etwa 700 US$ betragen, dann ist das einfach ein verdammt guter Deal. Selbst wenn ich natürlich nicht alles auf eine Karte setzen darf und die Explorationsrisiken mit berücksichtigen muss.


Kenadyr Mining (Toronto: KEN) – Kurs: 0.41 CA$ – Anlageurteil: AUFSTOCKEN – Erstvorstellungen: #14/2017

Für mich hat Kendadyr Mining hat mit dem jüngsten Bohrresultat bewiesen, dass die tatsächlichen Daten mit den historischen übereinstimmen. Infolgedessen stimme ich dem Management in seiner Ansicht zu, dass es sich hier um ein Multi-Millionen Unzen Goldvorkommen handeln sollte.

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Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von lediglich 26 Mio. US$ komme ich pro Unze auf eine mögliche Bewertung von 8-28 US$ je Unze (0,9-3 Mio. Unzen Goldvorkommen). Diese Spanne ist relativ groß, weil das Endergebnis noch davon abhängt, wie viele Bohrmeter man noch fertigstellen wird. Doch selbst am unteren Ende meiner Potenzialrechnung – die auf den 900.000 Unzen historischen Vorkommen von „South-Zone“ beruhen und mit dem ersten Bohrergebnis gesichert erscheint, bekomme ich ein sehr attraktives Kursziel.

Bei Übernahmepreisen von mindestens 100 US$ pro Unze, die für stabile Goldvorkommen nahe einer produzierenden Mine problemlos gerechtfertigt sind, ist das Kurspotenzial immens.

Fazit

Bei der aktuellen Bewertung ist die Aktie sehr günstig und ich werde hier nicht nur kaufen, sondern durchaus durch einen weiteren Zukauf planen, mit dem Ziel, den durchschnittlichen Einkaufspreis zu glätten. Wenn Sie unter 0.50 CA$ einige Stücke bekommen, dann können Sie ihren Kaufkurs auf günstige 0.60 CA$ senken und voraussichtlich viel schneller die Gewinnzone erreichen.

Normalerweise würde ich eine so aggressive Kauftaktik nur selten in Betracht ziehen. Doch Kenadyr Mining ist direkt neben der produzierenden Mine eines der größten Goldkonzerne der Welt, Zijin Mining, aktiv. Außerdem kontrolliert man ein Goldgebiet, das neben knapp 1 Mio. historischen Unzen noch viele Millionen Unzen Explorationspotenzial bietet. Zu guter letzt wird das Unternehmen von einem Management mit erfahrenen M&A Spezialisten geleitet. Es ist darum mit einer etwa dreimal schnelleren Unternehmensentwicklung zu rechnen wie sonst im Explorer-Stadium üblich. Darum möchte ich bei dieser Chance frühzeitig dabei sein.


IDM Mining (Toronto: IDM) – Kurs: 0.145 CA$ – Anlageurteil: KAUFEN – Vorstellung: #10/2017

IDM Mining veröffentlichte vor einer Woche einige hervorragende Bohrergebnisse (PDF), die bisher vom Markt noch nicht beachtet wurden. Dabei waren die Bohrabschnitte von starken hochgradigen Goldgehalten auf der JW/AV-Zone von bis zu 7 m mit bis zu 15 Gramm pro Tonne geprägt. Das Highlight war aber sicher die Bohrung auf der JW-Zone mit einem starken 25 Meter Abschnitt mit einem Goldgehalt von 9 g/t (Bohrloch: U17-1233).

Bohrergebnisse nach dem Start des jüngsten Bohrprogramms

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Die JW-Zone hatte bisher erst eine Ressource von weniger als 30.000 Unzen, in allen Kategorien (Measured, Indicated, Inferred). Mit diesem Bohrresultat dürfte sich das Ressourcenpotenzial erheblich verbessern.

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Fazit

Das 2017er Bohrprogramm bei IDM Mining fängt sehr viel versprechend an. Das größte Überraschungspotenzial bieten Bohrresultate von parallel und unterhalb der bisher gefundenen Vererzung. Die Die 141 Zone zum Beispiel könnte in diesem Jahr noch sehr interessante Resultate liefern. Wobei das Projekt so riesig ist, dass es selbst nach dem Minenstart noch weiter exploriert werden dürfte. IDM Mining könnte für seine strategischen Großaktionäre wie Osisko oder Kinross Gold womöglich ein Übernahmeziel werden, sobald das Bohrprogramm 2017 abgeschlossen ist.


Dolly Varden (Toronto: DV) – Kurs: 0.66 CA$ – Anlageurteil: KAUFEN – Erstvorstellung: #3/2017

Bei Dolly Varden stieg zuletzt das Handelsvolumen, das Kaufinteresse sowie der Kurs sichtlich an. Trotz des vergleichsweise schwierigen Umfelds für Explorer-Aktien im Silbersektor sprang der Kurs allein in dieser Woche und in der Spitze bis zu +20% nach oben.

Energische Käufer reagierten hier auf die Unternehmensmeldung, wonach das Bohr- und Explorationsprogramm 2017 nun gestartet wurde (Pressemeldung PDF).

Wie ich das einschätze ist es eine relativ sichere Sache, dass man bei 5.000 Metern Bohrprogramm und einem Explorationsbudget von 3,5 Mio. US$ zunächst die sicheren Ziele erkunden und sehr wahrscheinlich auf weitere Erzschichten stoßen wird, die man der Ressource hinzurechnen kann.

Mit dem Abschluss dieses Programms wird auch die Ressource um die Bohrresultate der letzten zwei Jahre erweitert werden. Mit positiven Nachrichten wird demzufolge ab nun permanent zu rechnen sein.

Fazit

Es war hervorragend, dass Dolly Varden so lange noch auf dem Niveau meines Vorstellungskurses notierte. Sie hatten hier mehr als drei Monate lang Zeit, sich in Ruhe und mittels Limits zu positionieren und können so die nun bevorstehende Hektik vermeiden, die bei der Veröffentlichung von Pressemeldungen entsteht und die Kurse auf Tagesbasis nach oben katapultieren lassen kann.


Anlagestrategie:

Gold gehört seit Mitte 2015 zur besten Anlageklasse weltweit!


Heute möchte ich mit der Ankündigung eines relativen US-Aktienmarkt-Hochs und eines Goldmarkt-Tiefs beginnen.

In den letzten Jahrzehnten gab es nur wenige vergleichbare Situationen, bei der die Datenlage so eindeutig und zweifelsfrei gegen einen Kauf der breiten US-Aktienmärkte und für eine Investition in Märkten ausserhalb der USA und für Edelmetalle sprachen. Wobei sich die Aktienmärkte einer Korrektur der US-Aktien traditionell niemals völlig entziehen konnten. Darum sind Edelmetalle wahrscheinlich die sicherste Wahl.

Wirklich bemerkenswert finde ich, dass sich der breite Aktienmarkt gemessen am S&P 500 Index seit Mitte 2015 nicht mehr besser als Gold entwickelte.

Gold seit 2-4 Jahren mindestens so gut wie Aktieninvestments

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Quelle: Stockcharts.com

Das ist nun immerhin fast zwei Jahre her – und dies, obwohl die Aktienmarkt-Trommler seit dieser Zeit am lautesten auf die Vorteile von Aktien hinweisen und die Berater gar nicht genug „Sparverträge“ auf ETFs und Fonds abschließen konnten. Abgesehen von einigen Ausrutschern und bezogen auf den Mittelkurs hielt sich Gold seit Anfang 2014 fast so gut wie US-Aktien, was immerhin schon einer Periode von dreieinhalb Jahren entspricht.

Also ist Gold entweder nicht so schlecht wie die „Experten“ behaupten oder Aktien sind nicht so gut wie im allgemeinen angenommen wird!

Ganz egal wie rum Sie es sehen wollen: Es ist eine Tatsache, die ich als ein aufmerksamer Marktbeobachter nicht mehr übersehen kann, selbst wenn ich wollte.

Ein weiterer Fakt ist, dass Aktien historisch gesehen und im Vergleich zu Gold eher teuer sind.

S&P 500 Index zu Goldpreis-Verhältnis

SPX_GOLD_Ratio_45yrsQuelle: Stockcharts.com

Nun gibt es natürlich immer „Spezialisten“ und Börsenexperten, die uns tagein und tagaus daran erinnern, dass man niemals eine Korrektur oder sogar einen Crash vorhersehen könne und es darum falsch wäre seine Aktien- oder Anleihen zu verkaufen.

Dieses Argument zieht aber nur kurzfristig. Tatsächlich ging allen großen Marktkorrekturen und Einbrüchen von mehr als -70% immer eine Phase von relativ hohen Bewertungen voraus.

Man kann vielleicht nicht sagen wann genau die Korrektur beginnt und man wird auch nicht im voraus wissen können, ob die Korrektur eher bei minus 30-40% oder noch höher ausfallen wird. Man kann aber historisch und statistisch durchaus belegen, dass die größten Korrekturen immer von hohen Bewertungsniveaus ausgehen und allenfalls eine beschleunigte Inflationsrate wieder einen relativen Ausgleich der Kursverluste herbeiführen kann.

Der Fondsmanager und Vermögensverwalter Star Capital hat hierzu eine nette Slideshow-Präsentation angefertigt.

Durchschnittliche und maximale Marktkorrekturen in Abhängigkeit der Bewertung

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Quelle: www.starcapital.de

Starcapital ist im Vergleich mit seinen Wettbewerbern einer der wenigen Verwalter, die sich zurzeit nicht davor scheut, Absicherungen auf den US-Markt einzugehen (via S&P Futures). Ausserdem trauen sich die Manager nicht nur, die historisch extreme Bewertungsprämie für US-Aktien von bis zu 60%  gegenüber Europa anzusprechen, sondern auch aktiv dagegen zu handeln. Und sich folgerichtig in unterbewerteten Aktien, Sektoren sowie Ländern zu positionieren.

Davor würde ich in der ansonsten immer stärker von Algorithmen geprägten und indexierten Anlagewelt meinen Hut ziehen, wenn ich einen hätte…

Eine auch kurzfristig so eindeutige Ausgangslage, bei der Gold und Minenaktien den absoluten Vorrang vor allen anderen Investments haben, gab es in der Vergangenheit nur selten.

Wenn Sie sich sich ein paar Edelmetalle wie Gold & Silber und einige Minenaktien hinlegen, dann werden Sie Ihr Depotvermögen nicht nur schützen, sondern in der kommenden Marktphase höchstwahrscheinlich sogar deutlich vermehren.

Die besten Bewertungs-Indikatoren haben bezogen auf den US-Markt – der immerhin 50% der Weltbörsenkapitalisierung ausmacht – das drittgrößte Verkaufssignal der letzten 100 Jahre gegeben.

Neben dem KBV ist sicher das CAPE-Ratio am bemerkenswertesten. Dieses berücksichtigt nicht ausschließlich die aktuell relativ hohen Gewinne, sondern die Durchschnittserträge der letzten 10 Jahre. So werden Ausreißer geglättet und man erhält ein genaues Bild der tatsächlichen Bewertungen.

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Quelle: www.Bloomberg.com

Das einzige Argument noch in Aktien investiert zu sein, wäre die signifikant positive Performance der letzten Jahre und die Hoffnung, dass die Spitze vor der Korrektur eine Übertreibung wie in den Jahren 1929 und 2000 wäre. Es ist aber relativ sicher, dass US-Aktien auf Sicht von 10 Jahren wohl keine realen Kursgewinne mehr zulassen werden.

Wenn Sie jetzt Ihre gut gelaufene US-Aktien verkaufen, vor allem US-Technologie- und Konsumwerte, wird Ihnen auf Sicht der kommenden Jahre kaum Performance entgehen.

Darum ist die Zeit für Goldanleger ideal.

Den absoluten Tiefpunkt für Gold sowie Minenaktien datiere ich auf Anfang 2016 und Sie konnten mit einer Serie von erfolgreichen Vorstellungen massiv davon profitieren und haben mit zahlreichen meiner Gold- und Silberzertifikaten sowie Minenaktien +100% bis +200% verdient.

Ich bin jetzt sehr sicher, dass Sie in der nächsten Aufwärtswelle in den kommenden 9 bis 18 Monaten einen signifikanten Performancezuwachs der offenen Depotgewinne auf über 100% erleben werden. Dies setzt eine Minenaktien-Anstieg von +30-50% voraus sowie einen Goldpreisanstieg von etwa +10-15%. Beides halte ich für sehr wahrscheinlich.

Diese kurzfristig positive Entwicklung wird im großen Bild, auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre, nur ein kleiner Sprung sein und ich erwarte in diesem Zeitraum einen Goldpreis von 2.000 US$, Silberpreis von 30 US$ sowie einen HUI-Goldminen-Index von 600-700 Punkten (Aktuell: 190 Punkte).

Gleichzeitig möchte ich Sie warnen: Die meisten zyklischen Investoren werden vor ihrem großen Einstieg wohl warten, das der HUI sein Sommerhoch 2016 bei 280 Punkten erklimmt und wohl frühestens bei 300 Punkten kaufen. Doch bezogen auf den Gesamtgewinn würden diese Anleger ihr Potenzial von +215% auf nur +100% beschneiden und ungleich höhere Risiken eingehen. Die meisten Anleger werden zudem mit der psychologischen Hemmschwelle kämpfen, wenn sie erst nach einem >50%-Anstieg in den Goldmarkt einsteigen wollten.

Es wird so sein wie immer. Wer 2016 nicht gekauft hat und jetzt wegen der Korrekturphase zögert, der wird sich in spätestens einem Jahr darüber ärgern, dann die nächste Korrektur abwarten wollen, wieder nicht kaufen oder zu spät – und die Hausse wird spurlos vorübergehen.

FearGreed

Fazit

Sie werden in den nächsten Monaten und Jahren wohl kaum noch Geld bei Standardaktien verdienen, vor allem nicht in den USA. Möglicherweise besteht sogar das Risiko auf absoluter wie relativer Basis Kapital zu verlieren. Nun ist es vermutlich so, dass die Altersvorsorge und ein diversifiziertes Portfolio sehr sicher darunter leiden wird. Deshalb sollten Sie ausgleichend mindestens Gewinne mit Edelmetallen & Gold- oder Silber machen!

 

Es grüßt Sie Ihr,

Guenther_Unterschrift
Günther Goldherz, Chefredakteur


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  3. TerraX Minerals: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  4. Dolly Varden Silver: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet.
  5. Zinc One Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  6. Rise Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  7. Kenadyr Mining: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem zukünftig vermutlich Optionen an dem Unternehmen.

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