Ausgabe 29/2017 – Kommt es am 1. August zum Bitcoin-Crash? Gold ist Geld. Sonst nichts!

Goldherz Report Ausgabe 29/2017 – Montag, 31. Juli 2017

G.GoldherzLiebe Leserinnen und Leser,

kommt es am 1. August zum großen Bitcoin Crash? Möglich ist es, aber ich denke die Sache ist etwas komplexer, so dass ich Ihnen meine in der Email angekündigten Gedanken zu Bitcoins vs. Gold  in der heutigen Anlagestrategie näher bringen möchte.

Wenn Sie sich bisher noch gar nicht mit Bitcoins befasst haben, dann dürfte Sie das interessieren.

Kurz: In der nächsten Woche, am 1. August, steht eine neue Bitcoin-Währung ins Haus, der BitcoinCash (BitcoinABC). Als Bitcoin Besitzer bekommen Sie dann noch einen zusätzlichen BitcoinCash, sofern Ihre Bitcoins in einer von Ihnen selbst kontrollierten lokalen Geldbörse verwahrt wird, was ohnehin die einzig wirklich empfehlenswerte Methode ist. Bei den „Online-Geldbörsen“ hängt es vom jeweiligen Anbieter ab.

Es wird erwartet, dass der neue BitcoinCash einen Wert von etwa 200-300 US$ haben könnte. Darum steigt vor dieser Neuerung, die Nachfrage nach den Bitcoins, weil viele den „Währungssplitt“ noch mitnehmen wollen. Aber es gibt natürlich auch Risiken. Dass es überhaupt zu dieser Aufspaltung kommen kann, deckt eine tieferliegende Problematik auf. Wenn sich Teile des Bitcoin-Währungssystems einfach teilen und abspalten können, dann wirft dies die Frage der Werthaltigkeit von Bitcoin (Kern-Bitcoin) selbst auf.

Das wäre etwa so, wie wenn Sie als Goldanleger Ihr Gold morgen in Silber tauschen und trotzdem noch Ihr altes Gold behalten könnten….

Mir ist bewusst, dass technisch eine komplexe Kette dahinter steckt, doch der Fisch stinkt vom Kopf her. Darum würde es mich nicht wundern, wenn die Bitcoins vor dem 1. August ihre Höchstkurse erst einmal gesehen haben.

Aber warten wir es ab.


Gold könnte von der Bitcoin Unsicherheit profitieren

Die Edelmetallmärkte haben in den letzten Tagen weitere Gewinne gezeigt und diese hart erarbeitet.

Der Goldpreis etablierte sich nun endlich über 1.250 US$, blieb aber noch unter dem wichtigen Signal, das bei 1.275 US$ einen Ausbruch bedeuten würde und der HUI-Minenindex pirschte sich am Mittwoch fast an die 200 Punktemarke heran, wurde scharf abverkauft und erholte sich am Freitag wieder.

Als Grund für die positive Performance wurden erneut zaghafte Kommentare von Janet Yellen angeführt, sowie gute Quartalszahlen von den beiden weltgrößten Goldproduzenten Newmont Mining und Barrick Gold.

Meine These einer Bodenbildung und eines langsamen Aufwärtstrends gewinnt damit immer mehr Zuspruch. Starke Erholungstage werden aber noch immer zum Positionsabbau genutzt.  Der Trend könnte sich über 200 Punkten erheblich beschleunigen.

Zumindest Trader können jetzt mit einem komfortablen Stop arbeiten, der sich  maximal 10% unter den aktuellen Ständen befindet. Auf diesem Niveau macht es aus Chance/Risikoperspektive weiterhin Sinn, das Risiko zu nehmen und Goldminenaktien zu kaufen.

HUI Index mit einem ersten Ausbruchversuch

Quelle: Stockcharts.com



Updates:

  • Lydian International– Positive Resonanz aus Vancouver.
  • Dolly Varden Silver – Erste Bohrergebnisse. Bewertung bleibt günstig.

Anlagestrategie:

Bitcoinmania oder Gold – Wohin geht die Reise nach dem 1. August?


+++ NEWS-TICKER +++

Aktienhändler, Ökonomen und Investoren waren bisher selten die klügsten. Da ich selbst Aktienhändler bin, weiß ich wovon ich rede…

Strauß, Richard nicht Franz Josef, Beethoven und Goethe, Kant, ja das waren kluge Leute. Sie waren begabt in Physik, Mathematik, Ökonomie und schafften ihre Erkenntnisse sogar in Musik zu fassen, was nur wahre Genies können.

Worauf will ich hinaus?

Ganz einfach: An den Märkten herrscht eine Stimmung, die ich einmal als vollkommen realitätsfern betiteln würde.

Es scheint völlig egal zu sein, wie viele Milliarden die Zentralbanken in die Märkte pumpen, es ändert sich ja doch nichts an der Inflationsrate. So jedenfalls ist zurzeit die einhellige Meinung. Als bestes Beispiel wird die >1,6 Billionen Euro große Kampagne der EZB angesehen, die bisher weder das Wachstum beschleunigt hat, was uns versprochen wurde, noch zu höherer Inflation führte.

Das Kernproblem der Ökonomie ist wohl, dass alle Ökonomen eine 1 in Mathe, aber wohl nur eine 5 in Physik hatten.

Es ist unbestritten, dass das viele neue Geld zu einem Investmentboom führt und in die Märkte strömt, wo es die Preise für Aktien, Immobilien, usw. nach oben treibt. Die Frage ist, ob stratosphärisch hohe Anlagepreise nicht nach und nach auf das Lohn- und Preisniveau durchschlagen müssen. Das ist bisher nicht geschehen. Doch spätestens wenn einmal die Zinsen tatsächlich steigen würden, wäre es mit dem Automatismus vorbei, dass die fortwährende Schuldenerhöhung folgenlos bliebe.

Vergleichen läßt sich dies mit einem Rinnsal an Wasser, der das Zentralbankgeld repräsentiert, welches in einen Eimer fließt. So lange der Eimer nicht überläuft sieht alles normal aus und es hat den Anschein, dass unendlich viel Wasser in den Eimer passen würde. So etwa denken die heutigen Anhänger der Anti-Inflations- und Anti-Goldthese.

Was glauben Sie, läuft der Eimer jemals über?

Gold- und Silberanleger sind insofern die schlaueste Gruppe der Marktteilnehmer, weil sie den Eimer UND das Wasser sehen und sich ausmalen können, dass etwas passiert wenn der maximale Füllstand erreicht ist. Unseren heutigen Zentralbankern, Ökonomen und Politikern fehlt dafür sämtliches Vorstellungsvermögen, sie sind in ihrer „Filterblase“ gefangen.


Aktuelle Liste der vorgestellten Aktien



Updates zu den Vorstellungen


Lydian International (Toronto: LYD) – Kurs: 0.38 CA$ – Anlageurteil: HALTEN – Performance: +15%

Quelle: Stockcharts.com

Unter vergleichsweise attraktiven Umsätzen ging es in dieser Woche bei meiner relativ jungen Empfehlung aufwärts. Dafür war ausschlaggebend, dass sich das Unternehmen beim Sprott Resources Symposium präsentierte, das diese Woche stattfand und offenbar auf Zuspruch bei den Anlegern stieß.

Sie können die Präsentation des Unternehmens auf der Veranstaltung hier nachvollziehen.

Immerhin ist Lydian einer der wenigen Goldproduzenten, der zum Produktionsstart in etwa einem Jahr gleich mehr als 200.000 Unzen Jahresproduktion anstrebt, mit äußerst guten Kosten von unter 600 US$ pro Unze (AISC: 579 US$). Die Mine befindet sich im Bau und alle Kapital- und Betriebskosten wurden vollständig finanziert.

Dass sich die Aktionäre noch nicht an das Unternehmen herantrauen, könnte am bisher unscheinbar klingenden Standort liegen, denn die Mine wird in Armenien gebaut. Doch wer Armenien und die Armenier kennt weiß, das Land überzeugt seit Jahren mit einer friedlichen, wirtschaftsorientierten und modernen Entwicklung.

Die Machbarkeitsstudie für das Amulsar-Tagebauprojekt ist mit einem erwarteten freien Kapitalrückfluss von 1 Mrd. US$ über die ersten 10 Jahre des Minenbetriebs als sehr solide zu bezeichnen.

Fazit

Das theoretisch mögliche Kurspotenzial liegt bei +100%, wenn die Machbarkeitsstudie hält und alle Annahmen wie erwartet eintreten. Für eine definitive Aussage ist es noch zu früh, zumal das Management in den letzten Jahren viele billige Aktien ausgegeben hat, um in Produktion gehen zu können. Man muss nun beweisen, dass man solide kalkuliert hat. Doch ich glaube, dass der NAV teilweise ausgeschöpft wird und in einem freundlichen Goldpreisumfeld ein Kurs von 0.50 CA$ realistisch wäre. Sollte Gold dynamisch über 1.300 US$ ausbrechen, wäre ich über Spitzenkurse von 0.70-1.00 CA$ nicht überrascht. Deshalb votiere ich, nach dem starken Anstieg in dieser Woche, die Aktie nun zu HALTEN und ab 0.50 CA$ zunächst nur Teilgewinnmitnahmen durchzuführen.


Dolly Varden Silver (Toronto: DV) – Kurs: 0.50 CA$ – Anlageurteil: KAUFEN 

Der kanadische Silber-Explorer lieferte nun die ersten Bohrergebnisse seines diesjährigen 5.000 Meter Bohrprogramms. Ziel ist die Erweiterung der bestehenden Ressource von 40 Mio. Silberunzen mit rund 350 Gramm pro Tonne.

Mit Spannung hatten Anleger auf die ersten Bohrergebnisse gewartet. Darum kurz meine Interpretation: Die ersten drei Bohrlöcher zeigten eine gute Mineralisierung, hatten aber noch keinen Volltreffer dabei. Insgesamt gibt es noch rund 50 unmittelbar interessante Bohrziele auf dem Projekt und deshalb erwarte ich mit der Zeit bessere Ergebnisse.

Bohrergebnisse auf dem Torbrit Vorkommen 

 Fazit

Der Bodenwert des Silbers liegt auf Basis der bestehenden Ressource bei deutlich über 0,5 Mrd. US$ und dies mit „High-Grade“ von 300-400 Gramm pro Tonne und die Marktkapitalisierung ist mit 18 Mio. CA$ oder 14 Mio. US$ (35 US-Cent pro Silberunze) sehr gering. Auch die jetzigen Bohrungen trafen in geringer Tiefe auf teils hochgradige Silbervorkommen, die generell für eine starke Vererzung sprechen. Es fehlt noch eine zweite signifikante Silberzone, die auf dem Projekt höchstwahrscheinlich vorhanden ist, damit die Aktie ihr wahres Potenzial entfalten kann. Aufgrund der Bewertung wie bei einem „Early Stage“ Projekt und dies trotz der vorhandenen Ressource und im Hinblick auf das langfristige Silberpreispotenzial von deutlich 20-30 US$, besitzt die Aktie ein großes Langfristpotenzial. Darum bleibt meine Empfehlung auf KAUFEN und ich drücke dem Management die Daumen, dass man dieses Jahr noch tolle Bohrergebnisse präsentieren wird.


Anlagestrategie

Meine Gedanken zu Bitcoins und Gold


Viele Anleger interessieren sich jetzt stärker für die Bitcoins und den Preis. Um es gleich vorwegzunehmen, ich bin nicht ganz unbedarft und war von 10 bis etwa 500 US$ ein Besitzer von vielen Bitcoins und habe auf dem langen Weg seit 2012 bis heute immer wieder Gewinne realisiert. Unter 1.000 US$ Ende 2016 bin ich nochmals mit „Spielgeld“ eingestiegen.

Ob Bitcoin noch die 3.000 oder 4.000 US$ Marke erreichen wird, kann ich nicht sagen. Mein Verstand bezweifelt es. Mein Herz würde es begrüßen.

Doch per Stand heute halte ich keinen einzigen Bitcoin mehr. Warum? Nun, ich glaube, dass die am 1. August bevorstehenden Neuerungen durchaus imstande sind, das Vertrauen in die Bitcoin-Anlage zu erschüttern.

Ein Grund dafür, dass ich Bitcoins selbst nicht mit Gold vergleichen lässt, sehe ich darin, dass die wenigsten Bitcoin Besitzer überhaupt wissen was sie tun. Es ist eine leichte Sache irgendeine Bitcoin Wallet herunterzuladen, ein paar Bitcoins mit Kreditkarte zu kaufen und dann zuzusehen, wie der Preis steigt.

Doch gleichzeitig dürfte den wenigsten Privatanlegern bewusst sein, dass im Bitcoin-Netzwerk ein regelrechter Bürgerkrieg herrscht, der schließlich zur mittlerweile zweiten Spaltung des Netzwerkes und der Entstehung eines weiteren Bitcoins führt.

Viele Anleger interessieren sich jetzt stärker für die Bitcoins und den Preis.

Um es gleich vorwegzunehmen, ich bin nicht ganz unbedarft und war von 10 bis etwa 500 US$ ein Besitzer von vielen Bitcoins und habe auf dem langen Weg seit 2012 bis heute immer wieder Gewinne realisiert. Unter 1.000 US$ Ende 2016 bin ich nochmals mit „Spielgeld“ eingestiegen.

Ob Bitcoin noch die 3.000 oder 4.000 US$ Marke erreichen wird, kann ich nicht sagen. Mein Verstand bezweifelt es. Mein Herz würde es begrüßen.

Doch per Stand heute halte ich keinen einzigen Bitcoin mehr. Warum? Nun, ich glaube, dass die am 1. August bevorstehenden Neuerungen durchaus imstande sind, das Vertrauen in die Bitcoin-Anlage zu erschüttern.

Ein Grund dafür, dass ich Bitcoins selbst nicht mit Gold vergleichen lässt, sehe ich darin, dass die wenigsten Bitcoin Besitzer überhaupt wissen was sie tun. Es ist eine leichte Sache irgendeine Bitcoin Wallet herunterzuladen, ein paar Bitcoins mit Kreditkarte zu kaufen und dann zuzusehen, wie der Preis steigt.

Doch gleichzeitig dürfte den wenigsten Privatanlegern bewusst sein, dass im Bitcoin-Netzwerk ein regelrechter Bürgerkrieg herrscht, der schließlich zur mittlerweile zweiten Spaltung des Netzwerkes und der Entstehung eines weiteren Bitcoins führt.

Bitcoins sind keine inflationsgeschützte Währung wie Gold

Denn wie jede Transaktionswährung muss diese auch auf einem werthaltigen Vermögen aufbauen. So akzeptieren wir weltweit den US-Dollar, Euro oder Yen, weil diesen Volkswirtschaften auf einem Fundament stehen, das notfalls auch militärisch verteidigt wird. Außerdem wird über die Besteuerung ein Zwang zur Verwendung des Geldes geschaffen. Das war auch das Problem aller „Tauschwährungen“ oder des „Freigelds“ nach Silvio Gesell, die sich nie durchsetzen konnten.

Mit Bitcoins wurde nun aber exakt ein solches „Tauschgeld-Experiment“ auf globaler Ebene gestartet. Es läuft an allen Zentralbanken vorbei. Nur leider habe ich die Befürchtung, dass viele Anleger den Bitcoin nicht als Transaktionswährung, sondern als Wertanlage sehen, weil  der Preis für die Bitcoins seit 2010 von 1 US$ auf mittlerweile 2.500 US$ explodiert ist.

Wenn Sie Mitte 2012 nur 10.000 US$ in Bitcoins investiert hätten, dann hätten Sie jetzt Bitcoins im Wert von 2,5 Mio. US$ und seit 2010 wären die Bitcoins sogar 25 Mio. US$ wert.

Bei so einer Wertentwicklung ist es natürlich klar, dass sich die junge Generation, die mit Computern aufgewachsen ist, dafür interessiert. Etwas sarkastischer könnte ich behaupten, dass jede Generation ihre eigene „Superblase“ hat, die sich vor allem psychologisch erklären läßt. Zur Jahrtausendwende waren es die Internetaktien und heute sind es Bitcoins.

Quelle: marketoracle.co.uk

Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, dass Kyrptowährungen in den nächsten Jahrzehnten eine wichtige Rolle im Finanzwesen einnehmen werden. Doch heißt dies nicht, dass die erste Krypto-Blase nicht auch platzen könnte.

Thorsten Schulte (Silberjunge) sieht nur heiße Luft und beziffert den Wert von Bitcoins bei Null (Interview mit dem Aktionär). Hier pflichte ich ihm insofern bei, dass ich glaube,  der Wert von Gold und Silber sowie anderen Rohstoffen deutlich realer ist.

Trotzdem, Gold & Silber hat in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit an Bitcoin verloren, das muss ich eingestehen und wahrscheinlich war es mit ein Grund weshalb Gold im 2. Halbjahr 2016 nicht mehr so dynamisch weiterlief.

Das spekulative Interesse – das natürlich selten lange anhält – hat sich ganz einfach auf die Bitcoins verlagert.

Die Entscheidung Japans im April, Bitcoins als legales Zahlungsmittel zu akzeptieren sorgte für viel Euphorie. Ich würde da durchaus von einer Bitcoin-Manie sprechen, denn es war gemessen an der Jahresperformance immerhin die beste Anlageklasse der Welt.

Darum möchte ich Sie so kurz und knapp wie möglich über die in wenigen Tagen bevorstehende Reform des Bitcoin-Netzwerks informieren.

Am Dienstag, dem 1. August ist es soweit! Wenn Sie Bitcoins besitzen und nicht wissen, was am Dienstag passieren soll, dann empfehle ich Ihnen, sich intensiver mit der Thematik zu befassen.

Zudem sollte sich jeder Goldanleger zumindest mit den Grundprinzipien von Bitcoin vertraut machen. Denn die Denkansätze beider Richtungen sind ähnlich, weil sie versuchen neben der Papiergeld-Vorherrschaft ein unabhängiges System zu etablieren, mit dem man gefahrlos, ohne Besteuerung und Reglementierung sichere Geschäfte abwickeln und Vermögen grenzenlos transferieren (Bitcoin) oder sein Vermögen vor staatlichen Repressalien entziehen und sicher investieren kann (Gold)

Doch ich erwarte, dass das zurzeit vernachlässigte Vertrauen ins Gold zurückkehren und als ultimativer Vermögensschutz mit weniger starken Wertschwankungen schließlich bedeutend größer bleiben wird als bei Bitcoins.

Nun möchte ich nicht wirklich davon sprechen, dass Gold mit Bitcoin um die „Alternativ-Investoren“ konkurriert, auch wenn es in letzter Zeit fast ein wenig danach aussah. Die Geschehnisse lassen sich auf eine Kernaussage limitieren:

Eine Unze Gold bleibt immer eine Unze Gold und egal wie und wo Gold weltweit gehandelt wird, der Preis bleibt immer relativ ähnlich. Während ein Bitcoin nicht unbedingt ein Bitcoin bleibt!

Tatsächlich kommt es am 1. August zu einer Neuerung, die das Bitcoin-Netz spalten könnte und eine weitere Bitcoin-Währung etabliert. Diese Spaltung ist bisher noch nicht wirklich ernst zu nehmen und das Thema wurde zuletzt entschärft, aber es könnte immer wieder solche Abspaltungsversuche geben, die dazu führen könnten, dass das Bitcoin-Netzwerk in mehrere Teile zerbricht.

Sie sollten sich daher mit dieser Problematik durchaus etwas auseinandersetzen.

Bei den Anlegern, die immer nur den einen Bitcoin verfolgen und sich nicht mit anderen Kryptowährungen beschäftigen, wird dieses Ereignis wohl nicht ganz spurlos vorbei gehen. Den es betrifft ein Kernproblem, dass irgendwann unendlich viele Kryptowährungen um Aufmerksamkeit kämpfen könnten.

Also, wichtig für Sie ist es zu wissen, dass es am 1. August zur Kreation eines neuen Bitcoin Ablegers kommen wird. Der erste Bitcoin-Ableger war Litecoin und ist den heutigen Anlegern schon gar nicht mehr in Erinnerung. Der neue Bitcoin (BitcoinCash) wird die gleiche Basistechnologie verwenden und ebenfalls eine Limitierung von 21 Mio. Bitcoins haben.

Nur welchen Sinn ergibt es, die maximale Anzahl der Bitcoins, mit dem Argument des Inflationsschutzes, auf 21 Mio. zu begrenzen und gleichzeitig parallele Bitcoin-Währungen mit wieder 21 Mio. Maximalgrenze zu schaffen?

Egal welchen Respekt ich vor der Technologie selbst habe, für mich riecht das ganze Verhalten der Bitcoin-Anleger nach einem guten alten „Kettenbrief“…

Sogar der größte Gauner im Pyramidensystemgschäft, Sergei Mawrodi (MMM Global) – der sein Betrugssystem in Russland am Anfang der 90er Jahre landesweit betrieb und Millionen Menschen abzockte, hat sich längst an die Bitcoins gehängt und betrieb bis letztes Jahr in China ein neues Pyramidensystem. Dabei benutzte er Bitcoins, um die Spuren seiner illegalen Abzockmethoden zu verwischen. Mich wundert es, dass dieser Herr immer noch frei herumläuft.

Wobei ich betone, dass ich keinesfalls die Bitcoins selbst dafür verantwortlich machen will, dass sie für illegale Betrugsgeschäfte missbraucht werden. Denn Bitcoins sind ein Transaktions-Instrument und sonst nichts.

Nun gebe ich zu, dass vor allem der „Mehrheits-Bitcoin“ weiterhin praktisch ein „Monopol“ genießt und darum wird der Wert nach Abspaltung des BitcoinCash nicht unmittelbar ins Bodenlose fallen.

Es gibt aus technischer Sicht sogar Chancen. So könnte man mit dem nächsten Update, das bevorsteht noch das Lightning Netz starten. Dieses würde ermöglichen, dass kleine Bitcoin-Transaktionen auch einfach in Sekundenschnelle an der Blockchain vorbei getätigt werden könnten, was die Ausführungsgeschwindigkeit der Transaktionen stark steigern und den echten Masseneinsatz von Bitcoins überhaupt erst ermöglichen könnte…

Es bleibt bei mir trotzdem ein gewisses Unbehagen übrig.

Komplizierter werden lassen möchte ich es an dieser Stelle nicht. Wer sich für die Details interessiert, kann unten  weiter lesen. Für die Bitcoin-Experten unter meinen Lesern möchte ich mich für meine „laienhafte“ Erklärung entschuldigen.

Wie gesagt: Eine Unze Gold = Eine Unze Gold!

Darum bleibt mein Schwerpunktthema auch Gold-Mining und nicht Bitcoin Mining.


Das Bitcoin Netz steht vor seiner nächsten großen Reform. Etwa Mitte August soll es zu einer Verdoppelung der Größe des Transaktionsblocks kommen, die als Segwit2x bezeichnet wird.

Kurz erklärt: Damit steigert sich die Leistungsfähigkeit des Netzwerkes. Außerdem soll das Problem, dass kleine Transaktionen zu lange brauchen bis sie bestätigt werden, wie das bisher oft der Fall war, damit entschärft werden.

Eine langfristige Lösung des Kernproblems, der beschränkten Blockgröße (max. 1 MB dann max. 2 MB (dafür steht das 2x) bedeutet das nicht, doch es war der kleinste gemeinsame Nenner, den die Community finden konnte, um die Mehrheit bei sich zu behalten und es könnte tatsächlich der beste Weg für die Zukunft und die Mehrheit der Anwender sein, denn es besteht nach der Segwit2x Einführung dann ja die Möglichkeit für 3x, 4x, 5x usw.

Schaubild und möglicher Zeitplan für die bevorstehenden Bitcoin-Reformen

Es bleibt aber dennoch eine große Gefahr – wie in jeder Demokratie  – das sich die Mehrheit der „Miner“, die das schließlich alles mit ihren Abstimmungsverhalten absegnet, doch irgendwann einmal in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Für einen Staat wie die USA, der seine Weltmacht erhalten will, wäre es theoretisch denkbar, dass sie genau dieses Abstimmungsverhalten mit eigenen „Mining-Servern“ herbeiführt, wenn die Zeit reif dafür ist.

Schlimmstenfalls steht am Ende dieser Kette darum weiterhin eine komplette Spaltung des Bitcoin Netzwerkes (Hard-Fork), die zu mehreren voneinander unabhängigen Bitcoins führen könnte, die nicht mehr mit den vorherigen Bitcoins verknüpft sind.

Die Segwit2x Erweiterung hat aber nun doch rund 90% der Miner hinter sich und soll Mitte August scharf gestellt werden. Die große Entscheidungsschlacht wurde damit noch einmal vertagt, unabhängig von BitcoinCash, das am 1. August starten wird.

Das war jetzt wirklich nur im Schnelldurchlauf und oberflächlich erklärt.

Wenn Sie das zugehörige Thema im Detail interessiert, dann empfehle ich Ihnen folgende Präsentation von Dr. Julian Hosp, den ich für einen der besten deutschsprachigen „Lehrer“ für das Thema Kryptowährungen halte. Dr. Hosp ist selbst davon überzeugt, dass der Siegeszug von Bitcoin – trotz realer Crashgefahren – mit dieser Debatte nicht enden wird und der Preis noch auf bis zu 5.000 US$ steigen kann.

Die neuen Coins werden am 1. August starten und den Namen BitcoinCash führen (Infos: https://www.bitcoincash.org). Der erste Bitcoin-Abspaltung war Litecoin (LTC), deren Preis die meiste Zeit und zuletzt im März bei rund 4 US$ stand und jetzt auf 42 US$ gestiegen ist.
Quelle: www.coingecko.com

Fazit

Meines Erachtens sind es immer noch zwei grundverschiedene Ansätze. Bitcoin und vor allem die dahinterliegende „Blockchain-Technologie“ könnte sich durchaus als die global beste Technologie für „Transaktionen“ erweisen.

Von der These, dass damit alle nationalen Währungen obsolet würden, halte ich nicht viel. Aber es entsteht eine Alternative, vor allem um mögliche Kapitalverkehrskontrollen, Zölle und Steuern zu umgehen.

Ähnlich wie es früher die Schwarzmarktwährung Zigaretten gab. Beim nächsten Finanzcrash, einer Inflationsphase oder Repressalien wäre es denkbar, dass die Menschen auf Alternativen wie Bitcoins wechseln, selbst wenn das höchstwahrscheinlich von den immer totalitärer werdenden Regimen wie Nordkorea, China, USA oder der EU verboten sowie unter schwerste Strafe gestellt würde.

Das wird jedoch nicht viel ändern, denn selbst kapitale Strafen (Todesstrafe?) werden ein marodes System nicht retten, sondern wäre nur ein weiteres Zeichen für den bevorstehenden Untergang.

Deshalb bin ich langfristig sicher, dass Kryptowährungen nicht mehr verschwinden werden. Doch bin ich ebenfalls sicher, dass man in Zukunft eine unreglementierte tauschfähige Kryptowährung erfinden wird, die nicht nur virtuell, sondern mit realen Werten wie Gold, Silber oder anderen Rohstoffen hinterlegt sein wird.

Der China-Gold-Krypto-Yuan wäre dann eine goldbasierende Kryptowährung, die mit Goldlagerbeständen in Shanghai abgesichert wird. Ein Russland-Öl-Krypto-Rubel könnte mit Öl hinterlegt sein.

Das ist alles noch ein paar Jahre in die Zukunft gedacht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Kryptos einmal eine reale rohstoffbasierte Tauschwährung werden könnten. Goldmoney ist hier sicher schon ein Vorreiter und auf dem richtigen Wege.

Es grüßt Sie Ihr,

Guenther_Unterschrift
Günther Goldherz, Chefredakteur


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Am Dienstag 25. Juli von 19:00 bis 20:00 Uhr im Live-Chat von Sharedeals.deSharedeals_Logo


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  2. Golden Arrow Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  3. TerraX Minerals: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  4. Dolly Varden Silver: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet.
  5. Zinc One Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  6. Kenadyr Mining: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem zukünftig vermutlich Optionen an dem Unternehmen.
  7. Northern Empire Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  8. LiCo Energy: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.

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