Ausgabe 33/2016 – Eine Mini-Goldaktie für das Trading bevor der Goldpreis endlich ausbricht

Goldherz Report Ausgabe 33/2016 – Donnerstag, 18. August 2016

Liebe Leserinnen und Leser,
G.Goldherz

im aktuellen Goldherzreport erfahren Sie:

  • Die Rothschilds kaufen Gold
  • Neuempfehlung: Canarc Resource – Eine Trading-Möglichkeit mit ca. 45-60% Kurspotenzial.
  • Anlagestrategie: Lassen Sie Ihre Altersvorsorge von Rothschild verwalten.

Lord Rothschild besitzt eine Gewichtung in Gold und Edelmetallen: 6% Gold 1,2% Silber und 0,9% Blackrock Gold & General Fund

Der Halbjahresbericht des RIT Capital Partners (Link zum PDF) bestätigte am 15. August, dass eines der wichtigsten Rothschild Anlagevehikel, das Gold- und Edelmetallengagement erheblich erhöht hat.

Nun, ich persönlich kann über eine so niedrige Gold- und Edelmetallgewichtung von etwas über 8% nur schmunzeln. Empfehle ich doch mindestens 20% in Gold/Silber sowie einen kleinen Teil von weiteren Edelmetallen wie Platin oder Palladium zu halten.

Dennoch nehme ich es wohlwollend auf, dass defensive Anleger sich durchaus Gedanken machen, wie sie den drohenden Aktien-Bärenmarkt abfedern können. Schließlich ist Lord Jacob Rothschild nicht irgendwer, sondern der wahrscheinlich wohlhabendste und mächtigste Mensch auf diesem Planeten.

Das wahre Ausmaß des Rothschild Vermögens, kann man nur erahnen, es taucht in keiner Statistik auf und wenn dann wird es meist sehr tief angesetzt und es ist wohl sehr gut in diversen Steueroasen versteckt. Wenn Sie möchten können Sie ja gerne versuchen nachzurechnen, vielleicht mit Excel, wie sich das Rothschild Vermögen seit der Schlacht von Waterloo 1815 ungefähr entwickelt haben könnte. Als mögliches Startkapital dürften wohl 50 Mio. Pfund nicht ganz abwegig sein, die man der Familie um 1800 nachsagt. Schon 1850 wurde das Rothschild Imperium auf mindestens 600 Mio. Francs geschätzt.

Jedenfalls hat die Meinung von Lord Rothschild für mich in jedem Fall Gewicht. Er bezeichnet die aktuelle Politik der Notenbanken als das mit Sicherheit größte Experiment in der Weltgeschichte. Er ist der Meinung es sei unmöglich vorherzusehen, welche ungewollten Konsequenzen die Tiefzinsen haben werden.

Jedenfalls schaltet Herr Rothschild einen Gang zurück und reduzierte das Aktiengewicht von 55% auf 44%, während er beim Gold auf 8% aufstockte.

Für ein breit diversifiziertes und allen Anlegern zugängliches Anlageprodukt stellt die hohe Goldgewichtung somit eine absolute, bemerkenswerte und positive Ausnahme dar.

Die meisten Fondsmanager ignorieren weiterhin die möglichen Risiken von Minuszinsen und wirtschaftlicher Wachstumsschwäche. Ihre Antwort heißt nur: „Vollgas bis zum Ende“!

Doch Sie haben die einmalige Chance es anders zu machen und viele Fehler zu vermeiden. Vielleicht werden Sie mit meinen Empfehlungen nicht alle Probleme lösen. Aber zumindest sollten Sie in der Lage sein, deutlich besser abzuschneiden als die meisten Anleger.


Aktuelle Aufträge und Positionen


Depot_#33


Updates und Handlungsempfehlungen


Para Resources (Toronto: PBR) – Kurs: 0.27 CA$ – Performance: +42%  Anlageurteil: KAUFEN

 

Der CEO von Para war offenbar für einige Zeit in Kolumbien und dürfte dort mit Sicherheit nicht untätig gewesen sein. Die Aktie konnte in den letzten Tagen wieder an längst überfälliger Stärke gewinnen. Eine Nachricht dazu gab es nicht. Aber das ist bei den Kursen von unter 0,30 CA$ auch nicht nötig. Es kann immer wieder vorkommen, dass einige Anleger die Unterbewertung erkennen und sich dann dort einkaufen. Vielleicht ist auch in Kürze mit einer Mitteilung zu rechnen. Auf jeden Fall sollten Sie hier Ihre Aktien weiter halten und Neueinsteiger können hier ebenfalls noch kaufen.


 

Pershimco Resources (Toronto: PRO) – Kurs: 0.32 CA$ – Performance: +113%  Anlageurteil: HALTEN

Pershimco Resources befindet sich offenbar kurz vor dem Empfang einer Übernahmeofferte. Das sehr konkrete Gerücht, welches für den zuletzt satten Kurssprung verantwortlich war besagt, dass Pershimco ein Übernahmeangebot von Orla Mining (Symbol: OLA) erhalten soll. Dort hatte sich zuletzt ein bekanntes Managementteam eingekauft. Der bekannteste im neu formierten Orla Mining Boot ist Pierre Lassonde, Gründervater von Franco Nevada – dem weltbekannten Gold-Streaming Konzern mit 18 Mrd. US$ Marktkapitalisierung. Der Einstieg von Lassonde katapultierte die Orla Mining Aktie von 0,20 auf 1,00 CA$. Das Unternehmen hat noch keinen richtigen Vermögenswert und Pershimco soll wegen dem nahenden Produktionsstart und dem langfristig gigantischen Expansionsmöglichkeiten auf Cerro Quema das gefundene Fressen für Orla Mining sein.

Zweifellos ist Cerro Quema ein potenzielles Weltvorkommen, wenn man es mit Kapital voran brächte.

Wie viel an den Gerüchten dran ist, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich wird es eine Offerte, die mit der Ausgabe neuer Orla Mining Aktien verbunden sein wird. Also ein Aktientausch. Demzufolge kann man auch keinen fixen Übernahmepreis erwarten.

Aber eines ist garantiert: Wenn Sie über den Weg von Pershimco Aktien von Orla Mining bekommen, dann würde ich diese auch längerfristig behalten. Gewinnmitnahmen, zum Zeitpunkt des Übernahmeangebots können Sie ja eigenständig vornehmen, wenn Sie sich die >100% Gewinn nicht entgehen lassen oder vielleicht Ihr investiertes Kapital wieder flüssig machen wollen.

So und nun hoffen und beten wir dafür, dass es genau so kommt.


Ende Teil I


Neuempfehlung:

cannarc_resources_corp

Canarc Resource Corp. (Symbol: CCM – ISIN: CA13722D1015 WKN: 876981)

Aktueller Kurs: 0,11 CA$ – Kauflimit: 0,13 CA$ – Kursziel: 0,19 CA$

Gewinnpotenzial vom aktuellen Kurs: +72% – Ab Kauflimit: +46% 

Die Highlights der Empfehlung im Schnelldurchlauf:

I.
Canarc sitzt bei seinem New Polaris Projekt auf >1 Mio. Unzen Gold, mit einem fantastischen Goldgehalt von >10 g/t.
Für das New Polaris Projekt liegt eine vorläufige Machbarkeitsstudie vor, die 70.000 Unzen Jahresproduktion beinhaltet und sogar  bis zu 100.000 Unzen erreichen kann.
II.
Das weitere Explorationspotenzial besteht in mindestens einem weiteren Goldprojekt, das in der Nähe eines >10 Mio. Unzen Vorkommens liegt.
III.
Canarc verkaufte im Mai sein mexikanisches Silberprojekt an Endeavour Silver und erhielt im Gegenzug >2 Mio. Endeavour Aktien im Wert von fast 15 Mio. CA$ (zurzeit noch rund 1 Mio. Aktien im Besitz von Canarc)

Die Möglichkeit der Kooperation mit Endeavour Silver war nicht zufällig. Der Gründer und Aufsichtsratschef von Canarc ist gleichzeitig CEO und Gründer von Endeavour Silver. Dieser Umstand bringt noch erhebliche Fantasien mit sich.


Canarc Resource ist ein ungeschliffener Rohdiamant. Der größte Pluspunkt an dem Unternehmen ist mit weitem Abstand der Gründer und Aufsichtsratsvorsitzende Bradford Cooke. Dieser ist gleichfalls der Gründer und CEO der wesentlich bekannteren Silbermine Endeavour Silver (Symbol NYSE: EKX / Toronto: EDR – Marktkapitalisierung: 875 Mio. CAD).

Endeavour Silver hatte in diesem Jahr schon eine fantastische Entwicklung. Der Kurs stieg seit Jahresbeginn +250%.

Das soll nicht heissen, dass Canarc Resources ein ähnliches Potenzual besitzt, doch es zeigt sehr gut, von welcher Qualität das Managementteam ist.

Es war auch allerhöchste Zeit, dass sich Bradford Cooke einmal um sein „Problemkind“, die Canarc Resource kümmert. Diese verfügt zwar über sehr interessante Projekte, diese wurden im Bärenmarkt jedoch nicht weiterentwickelt. Der Nettokassenbestand sank darum im 1. Quartal auf rund 0,5 Mio. US$ und pro Quartal mussten etwa 200.000 US$ an Ausgaben gerechnet werden.

Es schien zu dem Zeitpunkt fast aussichtslos zu sein, dass Canarc seine Projekte aus eigener Kraft entwickeln könnte.

Langfristchart von Canarc Resource

Chart_Canarc

Quelle: Stockcharts.com

Canarc Resource wird mit einem einzigen Deal Aktionär von Endeavour Silver

Doch Bradford Cooke schaltete sich gerade noch rechtzeitig ein und leistete erste Hilfe für sein Stiefkind, mit Hilfe seines Jokers, der Endeavour Silver.

Anfang Mai verkaufte Canarc Resource seine Vermögenswerte in Mexiko, die Oro Silver Resources, mit dem Gold- Silberprojekt El Compas an Endeavour und erhielt dafür 2,147 Mio. Aktien von Endeavour Silver. Durch diesen Deal wurde Canarc Resource nicht nur gerettet, sondern verfügt wieder über mehrere Optionen, um seine Projekte voranzubringen.

So konnte sich der Aktienkurs auch wieder deutlich erholen und steht nun kaum tiefer als im Jahre 2010.

Über die letzten Monate verkaufte Canarc etwa die Hälfte seiner Endeavour Aktien, behielt aber noch rund 1 Mio. Aktien und besitzt nun stattliche 6 Mio. CA$ in Bar.

Die Aktien sind zusammen mit dem Barbestand zum aktuellen Endeavour Kurs fast 14 Mio. CA$ und somit 0,06 CA$ pro Canarc Aktie wert. Hinzu kommt, dass Endeavour Silver bei steigenden Silberpreisen ebenfalls weiter steigen dürfte.

Zum aktuellen Canarc Kurs von 0,11 CA$ fallen demnach nur 5 Cent oder 10 Mio. CAD für die gesamte Unternehmensbewertung an.

Im Grunde ist es bei dieser geringen Aktienbewertung eine reine Vertrauensfrage, ob die Aktie steigt. Denn ein erfahrenes und erfolgreiches Projekt-Managementteam, das von Bradford Cooke angeleitet wird, findet jederzeit neue Projekte und kann diese zum Erfolg führen. Vorausgesetzt es ist ein Bullenmarkt für Gold, was mittlerweile der Fall sein dürfte.

Dass sich bei Canarc langsam aber sicher etwas bewegt, wird auch durch die jüngste Pressemeldung vom 10. August deutlich.

So gewann das Unternehmen Gordon Neal als Berater. Dieser zeichnete sich durch seine langjährige Rolle als Vizepräsident für Unternehmensentwicklung bei MAG Silver (Symbol: MAG) aus. MAG Silver ist eine der wohl bekanntesten Neuentdeckungen im Silbersektor der letzten Jahre. Mit 1,8 Mrd. CA$ Marktkapitalisierung und einem Kurs von >20 CA$ befindet sich MAG Silver sogar auf einem Allzeithoch.

Damit stößt ein weiterer hochkarätiger Mann zur Canarc Resources!

Dies allein wäre mir für ein vertrauensbasiertes Investment bereits interessant genug. Doch Canarc hat noch weitere Schätze in seiner Truhe.

Fangen wir mit dem offensichtlichsten und wichtigsten Bewertungsfaktor an, dem New Polaris Projekt:

Das größte Highlight ist mit Sicherheit das New Polaris Projekt

Das New Polaris Projekt ist die ehemalige Mine Polaris Taku in British Columbia, Kanada. Diese Mine war von 1937 bis 1957, allerdings mit Unterbrechungen, in Betrieb und hat insgesamt rund 200.000 Unzen Gold, mit einem Durchschnittsgehalt von 11 g/t, gefördert. Damals waren die Goldgehalte und die Geologie noch zu schwierig. Darum kam man nur bis 150 Meter herunter, wobei die Hauptadern mindestens bis 1.000-1.500 Metern in die Tiefe laufen. Mit modernen Abbaumethoden wäre hier eine Reaktivierung der Förderung sehr profitabel möglich.

townsite_1950

Quelle: Canarc Resource / Bild aus den 1950er Jahren

Dieses Goldvorkommen besitzt exzellente Goldgehalte von 10-14 g/t. Bisher konnte auf dem Projekt eine NI 43-101 konforme Ressource über 1,15 Mio. Unzen festgestellt werden. Wobei nur ein Teil des möglichen Potenzials herangezogen wurde. Das Goldprojekt besitzt große Ähnlichkeit mit Red-Lake und man vermutet ein Multi-Millionen Unzen Projekt, mindestens wohl 2-3 Mio. Unzen.

Doch selbst wenn nur das schon jetzt bekannte Goldvorkommen abgebaut wird, wäre hier eine jährliche Produktion von min. 70.000 Unzen möglich. Dies würde schon mit einer kleineren Verarbeitungsanlage von 600 Tonnen pro Tag erreicht werden können.

Die Gesamtinvestition für den Bau dieser Mine wurde in einer vorläufigen Machbarkeitsstudie (PEA) festgehalten. Diese stammt noch von vor der Goldkorrektur und geht konservativ von einem Goldpreis bei 1.200 US$ aus. Ferner wird der erwartete Wechselkurs von US$/CA$ mit 1:1 angegeben.

Aktuell steht der Goldpreis bei >1.300 US$ und der US$/CA$ Kurs notiert bei 1,30. Das heißt, die Förderkosten (vor allem die Lohnkosten) und auch die Baukosten sind bis zu 30% günstiger als in der damaligem Studie (2010) festgestellt wurde.

Selbst die damaligen Daten für die Wirtschaftlichkeit waren zu diesem Zeitpunkt beachtlich (Siehe Tabelle unten – Link zur Pressemeldung mit den Daten der PEA).

Die Kapital- und Investitionskosten belaufen sich auf 100 Mio. CA$, die operativen Förderkosten (Cash-Costs) werden mit 481 US$ angegeben und die jährlichen Nettoeinnahmen werden auf rund 20 Mio. CA$ geschätzt. Die Lebensdauer des Projektes beläuft sich auf 10 Jahre, wobei die Ressourcen eine wesentlich längere Lebensdauer wahrscheinlich machen.

Beim aktuellen Goldpreis würde ein operativer Kapitalzufluss von >50 Mio. US$ möglich, so dass die gesamten Investitionen innerhalb von zwei Jahren beglichen wäre und die Mine für die nächsten 8+ Jahre profitabel arbeiten und einen Netto-Cash-Flow von deutlich über 200 Mio. CA$ erreichen würde.

PEA_NewPolaris_2011

Quelle: Canarc Resource Pressemeldung von 2010

In der PEA selbst geht Canarc von >230 Mio. bis 270 Mio. CA$ aus, bei einem Goldpreis von 1.300 respektive 1.400 US$ und einem schwächeren CA$. Doch so günstig wie der CA$ im Vergleich zum US$ derzeit notiert, wurde nicht einmal in der PEA vorhergesehen.

Um das Projekt zur finalen Machbarkeitsstudie, zur Finanzierung und bis zum Vor-Produktionsstadium zu bringen, schätzt man höchstens noch 10 Mio. CA$ an Kosten.

Danach hätte man ein Projekt mit einem Nettokapitalwert (NPV0) von mindestens 188 Mio. CA$, wahrscheinlich >200 Mio. CA$. Abgezinst mit 5% wären es immer noch etwa 130 Mio. CA$.

Je nachdem welchen Abschlag man vornimmt, erhält man für dieses Einzelprojekt einen fairen Wert von rund 20% des NPVs, der sich aber mit zunehmendem Projektfortschritt und innerhalb von maximal drei Jahren bis etwa 50% des NPV erhöht. Ausgangspunkt dieser Überlegung ist, dass für Vor-Produktionsprojekte, mit finaler Machbarkeitsanalyse ein fairer Wert von rund 50% des NPV angenommen werden darf.

Das ist zwar nicht immer in Stein gemeißelt, aber in dem Fall dürfte diese Annahme mehr als realistisch sein, denn das versteckte Ressourcenpotenzial, die extrem hohen Goldgehalte (>10 g/t) und die sehr attraktive Kapitalverzinsung (IRR: >30%) sowie der tiefe Kanadische Dollar würden das Projekt hervorragend dastehen lassen.

Schön wäre es, wenn man das Modell einmal neu rechnen und per Pressemeldung veröffentlichen würde.

Lassen Sie es mich so formulieren: Nur ein Taubblinder würde an so einem Projekt vorbeilaufen…

Tatsächlich fand Canarc selbst im Krisenjahr 2015 einen interessierten Käufer für das New Polaris Projekt.

Die australische Panterragold, welche bereits eine Produktionsanlage in der Dominikanischen Republik besitzt, sicherte sich das Recht für den Erwerb von 50% an dem Polaris Projekt, indem man 10 Mio. CA$ investieren würde und wollte dieses dann bis in die Produktion führen. Wenn Sie sich fragen, was das mit der Dominikanischen Republik zu tun hat: Man wollte das Konzentrat von der Mine abkaufen und in der „Dom Rep“ weiterverarbeiten. Eine Pressemeldung von Panterra, vom letzten Mai bestätigt, dass die in der PEA angegeben Förderkosten wohl sehr viel geringer ausfallen würden (Link Panterra Pressemeldung zum New Polaris Projekt als PDF)

Das sah alles hervorragend aus. Doch bisher gelang es Panterra leider nicht, alle nötigen Import-Genehmigungen in die Dominikanische Republik zu bekommen (wen wundert’s….), so dass bisher erst eine erfolgreiche Testproduktion lief.

Naja, die Idee mit der Dominikanischen Republik war wohl auch eher eine Schnapsidee, die sich zwar gut anhört, aber m.E. wesentlich komplizierter ist, als die direkte Weiterverarbeitung in Kanada.

Bis Jahresende hat Panterra hier noch Zeit, etwas auf die Beine zu stellen oder Canarc mit einem neuen, realistischeren Plan zu überzeugen, dann wandert das Projekt zu 100% wieder an Canarc zurück.

Meiner Ansicht nach, war die Option an Panterra ein Verzweiflungsakt, der auf das Konto der großen Krise bei den Goldminen ging. Das man überhaupt einen relativ guten Deal machen konnte, spricht schon einmal für das Projekt an sich.

Der Wert des Polaris Projektes bestimmt das Kursziel – 3 Möglichkeiten gibt es

Dies bedeutet, der heute anzusetzende faire Wert liegt mindestens bei (26 Mio. NPV + 14 Mio. Endeavour Silver + Bar = 40 Mio. CA$) und entspricht einem Kurs von 0,19 CA$ pro Aktie.

In ein bis drei Jahren, je nachdem welche Entwicklungsmöglichkeit man findet, wäre das New Polaris Projekt dann etwa 52 Mio. CA$ wert und der Restbestand an Endeavour Silver Aktien, die man nicht für die Machbarkeitsstudie und zusätzlichen „Infill“ Bohrungen benötigt, würde wohl bei etwa 5-10 Mio. CA$ liegen.

Womit eine realistische Bewertung von 57-62 Mio. CA$ stehen würde, was einem Kurs zwischen 0,27-0,29 CA$ entspricht. Ich betone nochmals, dies ist nicht der Kurs, den ich in 6 Monaten erwarte, sondern frühestens in einem, eher in zwei Jahren.

Angenommen Panterra gelingt tatsächlich der überraschende Produktionsstart, dann würden 50% der Goldproduktion (etwa 35-50.000 Unzen jährlich) an Canarc wandern, was gut und gerne 100 Mio. CA$ Bewertungspotenzial eröffnet. Allerdings halte ich diese Möglichkeit für sehr unwahrscheinlich und ziehe sie darum für mein Bewertungszenario nicht in Erwägung. Es zeigt nur sehr eindrucksvoll, welcher Wert hier enthalten sein könnte.

Eine weitere Möglichkeit besteht per Jahresende im Verkauf von New Polaris, zu einem realistischen Preis von bis zu 50 US$/Reservenunze oder bis zu 50 Mio. US$ bzw. 65 Mio. CA$. Auch in diesem Szenario wäre ein Aktienkurs von mindestens 0,30 CA$ vorstellbar.

Die Entwicklungen bei New Polaris hat Canarc aktuell nicht vollständig in der Hand. Darum konzentriert sich das Unternehmen auch auf alternative Entwicklungsmöglichkeiten.

Neben Polaris wird Canarc sein Windfall Hills Projekt entwickeln:

Canarc_Windfall

Quelle: Canarc Windfall Projekt

Für Windfall wurde noch kein offizielles Vorkommen definiert.

Das ist bei 5.000 Hektar Explorationsgebiet alles andere als leicht. Aber es bestehen schon ein paar Testbohrungen, die oberflächennahe Goldgehalte von rund 1-1,5 g/t in Tiefen von nur 10 bis 200 Metern anzeigen, teils über lange Intervalle von bis zu 28 Metern.

Das Windfall Hills Projekt liegt 90 Kilometer nordwestlich der großen Blackwater-Davidson Mine (>10 Mio. Unzen) und deren Tagebau mit 500.000 Unzen Jahresproduktion und ähnlicher Geologie.

Neue Daten aus einem zukünftigen Bohrprogramm könnten hier enorme Überraschungseffekte erzeugen.

Windfall Hills ist sozusagen ein Lotterie-Ticket, bei dem Sie 6 Richtige haben und nun auf die Zusatzzahl warten. Aktuell kann man darum zu Windfall noch gar nichts sagen, weil es noch zu früh dafür ist. Doch mindestens ein Verkauf oder eine Option an einen interessierten Gold-Explorer halte ich hier für sehr wahrscheinlich, denn solche Lotterie-Tickets sind immer wieder sehr begehrt, selbst wenn es nur Nieten wären.

Vielleicht entdeckt Canarc sogar selbst eine größere, zusammenhängende Goldzone, die einen Tagebauplan ermöglicht.

Doch ich glaube momentan eher nicht, dass Canarc seine Liquidität für Windfall aufwenden wird. Hier dürfte man eher daran interessiert sein einen Partner zu finden, welcher gegen entsprechende Explorationsaufwendungen bis zu 50-70% des Projektes erhält.

Fazit

Auf Bradford Cooke ist Verlass. Statt bei Canarc dem schleichenden Untergang zuzusehen, nahm er sich im letzten Moment Zeit und drehte den Kurs damit wieder nach oben und gleiste in den letzten Monaten eine neue Entwicklungsbahn auf. Es wird mit Sicherheit noch bis Ende des Jahres dauern, bevor sich die möglichen Entwicklungen bei New Polaris oder Windfall Hills, oder gar einem neuen Projekt manifestieren werden. Trotzdem läuft der Kurs schon langsam los und ich möchte hier nicht zu lange warten. Bis alle Entwicklungen bekannt werden, dürfte der Kurs längst sein faires Niveau erreicht haben. Solche Aktien erfordern meistens ein gewisses Geduldspiel. Am besten Sie sammeln hier Aktien mit einem strikten Kauflimit von maximal 0,13 CA$ ein und warten danach einfach ab, um zu schauen was passiert.

Meine wahrscheinlichsten Szenarien zeigen einen fairen Aktienwert von mindestens 0,19 CA$. Das wären rund 50-60% Kurspotenzial, wenn Sie nicht zu teuer einsteigen. Darüber wäre Bewertungsfantasie, die ja bei Exploreraktien nicht unüblich ist, aber darauf würde ich nicht wetten wollen. Sehr viel mehr Entwicklungsspielraum über die 0,19 CA$ hinaus, hat die Aktie zur Zeit leider nicht. Denn bis zur Machbarkeitsstudie und Kursen von möglicherweise über 0,30 CA$ wird es noch ein bisschen länger dauern. Voraussichtlich zwei bis drei Jahre, wobei die Entwicklung erst mit dem Ablauf der Panterra Vereinbarung beginnen kann, die erst zum Jahresende ausläuft.

Trotzdem sehe ich hier ein gesundes Potenzial. Aber nur sofern Sie hier mit einem niedrigen Kauflimit arbeiten. Wenn Sie kurzfristig zu viel bezahlen, dann beschneiden Sie damit Ihre mögliche Gesamtperformance. Deshalb setzen Sie zunächst nur ein Kauflimit von 0,13 CA$ und warten notfalls auch eine oder zwei Wochen, bevor Sie bedient werden.


Ende Teil II


Anlagestrategie:

Wie Sie ausser mit Gold für das Rentenalter vorsorgen können


Betrachten Sie den heutigen Artikel einmal als Praxisratgeber Geld.

Sie wissen ja, dass ich am liebsten über Gold und Minenaktien berichte. Den allgemeinen Aktienmarkt beachte ich eigentlich kaum noch. Nicht, dass ich keine Meinung hätte, die habe ich immer und zuletzt war ich sogar relativ positiv für die Aktienmärkte gestimmt, wie Sie in Ausgabe#29 nachlesen können.

Es hat sich einmal wieder gezeigt, dass die Kurse die Kurse machen und nicht, wie häufig aber falsch angenommen wird, die Nachrichten für die Kurse verantwortlich sind.

Doch ich sehe einfach keinen Sinn darin, die nächste 100 Punktebewegung im DAX vorhersehen zu wollen. Aus eigner, jahrelanger Erfahrung, weiß ich, dass ist „Schwerstarbeit“. Da gibt es angenehmere und leichtere Methoden, um sein Geld zu verdienen.

Manchmal stellen mir Freunde, Bekannte, und Verwandte eine Frage, welches mein aktuellster, heißester Tipp ist. Diese Frage hasse ich, denn sie kann nur falsch beantwortet werden. Nenne ich eine x-beliebige Aktie, von der ich persönlich gerade überzeugt bin, wird derjenige losrennen, die Aktien kaufen und mich dann erst wieder kontaktieren, wenn er mit dieser Investition im Verlust steht. Ob ich die Aktie zwischenzeitlich mit Gewinn verkaufe, wird derjenige wohl nicht erfahren. Oder er wird beleidigt sein, weil ich ihn nicht persönlich kontaktiert habe.

Meine Erfahrung ist auch die, dass selbst wenn ich denjenigen persönlich anrufe und ihm mitteile, dass er seine Gewinne besser realisieren sollte, diese Botschaft meist dennoch ignoriert wird.

So lange die Aktien steigen, ist die Euphorie groß und jeder hält sich selbst für den besten Geldverwalter.

Darum habe ich mir für solche Fälle, einen Plan überlegt. Wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, gebe ich ihm gerne folgende Anlageempfehlung, die langfristig und für mindestens 10 Jahre gedacht ist:

„Gehe zu Lord Rothschild, sage ihm Günther Goldherz hat Dich geschickt und lasse Dein Vermögen von der Rothschild-Vermögensverwaltung verwalten“ 

Daraufhin ernte ich meistens ungläubige Blicke der Verwunderung. Die Rückfrage lautet dann immer: Ja geht das denn so einfach?

Tatsächlich geht das, nur weiß kaum jemand davon. Sie müssen nicht einmal Herrn Rothschild kontaktieren, der mich und meinen Goldherzreport wahrscheinlich gar nicht kennt, obwohl seine Anlageergebnisse mit Sicherheit besser ausgefallen wären, wenn er nur ein oder zwei meiner Empfehlungen gefolgt wäre…

Lord Jacob Rothschild ist der Geschäftsführer, des an Londoner Börse notierten Trusts. Der RIT Capital Partners plc (Symbol: RCP – Kurs: 1.788p <Anm.: alle Londoner Aktien werden in Pence notiert>)

Jedermann kann also sein Geld von den Rothschilds verwalten lassen. Nun sage ich nicht, das das die beste Anlagemöglichkeit ist. Doch die Auswahl ist meiner Meinung nach schon sehr vorbildlich. Sie investieren diversifiziert in Aktien, Anleihen, Privatdarlehen, Direktbeteiligungen (Private-Equity) und in die aussichtsreichsten Fonds, wovon die meisten sehr gut ausgewählte Spezialfonds sind.

Seit dem Debut an der Londoner Börse im Jahre 1988 stieg der innere Wert von RIT Capital Partners mit jährlich 12,7%. Damit gehört das Investment, wenn man es mit anderen Pensionskassen oder ähnlichen Stiftungen vergleicht, zu den Top-Fonds, mit einer hervorragenden und bemerkenswert stabilen Wertentwicklung.

Doch wenn Sie nun eine Einbahnstraße für Gewinne vermuten, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Auch die Rothschilds sind von den Entwicklungen der Kapitalmärkte abhängig. So verlor man in der Finanzkrise 2008 zeitweise bis zu 37% seines Wertes. Darum würde ich so ein Investment auch nie alles auf einmal kaufen, es sei denn Sie sind sich sicher, dass Sie 10-15 Jahre halten können. Sonst ist es am besten, jeden Monat oder jährlich aufstocken.

Wertentwicklung von RIT Capital Partners (RCP) im Vergleich zum S&P 500 Index (SPY)

RCP_Performance-Chart

Quelle: Finance.Google.com

Mit einem Fondsvermögen von über 2 Mrd. Pfund ist der RCP zwar nicht mehr so agil wie früher, dennoch ist das Vermögen relativ flexibel und kann bei Bedarf relativ schnell umgeschichtet werden.

Ein wichtiger Hinweis ist sicher auch, dass der RCP in Britischen Pfund gehandelt wird. Die Wertentwicklung wird also vom schwächeren Pfund etwas gestützt, weil der Fonds zurzeit nur mit 25% im Pfund engagiert ist.

Wenn Sie das Währungsrisiko vollständig oder teilweise ausschalten möchten, dann empfiehlt es sich die Währungsrisiken abzusichern.

Da der Fonds mehrheitlich ausserhalb des Pfund-Raumes anlegt und britische, international tätige Unternehmen ohnehin von dem schwächeren Pfund profitieren sollten, halte ich die Währungsabsicherung aber für unnötig.

Fazit

Vielen Familienangehörigen und Bekannten, die sich bisher mit der Auswahl von DAX-Aktien abmühten und trotzdem nicht auf einen grünen Zweig kamen, habe ich mit dieser Empfehlung schon ein wenig geholfen und sei es nur, dass sie eine grobe Orientierungsmarke dafür bekommen, welche Performance und Anlageauswahl die echten Profis gerade haben. Wenn man dann selbst besser abschneidet, dann ist das umso besser. Die wenigsten Anleger schaffen das aber konsistent und über einen längeren Zeitraum von mehr als drei Jahren.

Darum mein Tipp: Vergleichen Sie einmal Ihre persönliche Performance, am besten über mindestens einige Jahre, und die Entwicklung Ihrer für die Altersvorsorge ausgewählten und aufgeschwatzten Bank- oder Fondsprodukte mit der Entwicklung des RIT Capital Partners Trust. Vielleicht gibt es hier etwas Optimierungsbedarf.

Jedenfalls habe ich für mich so entschieden, dass ich einen Teil meines Geldes von echten Experten wie den Rothschilds verwalten lasse, die meistens ein besseres Verständnis für die Möglichkeiten an den globalen Aktienmärkten haben. Schließlich ist Rothschild, seit dem Mittelalter, weltweit vernetzt und hat dementsprechend einen hervorragenden Überblick.

So kann ich mich vollkommen auf meine persönliche Stärke, die Auswahl von hervorragenden und zeitlich begrenzten Einzelinvestments  –  zurzeit vor allem dem Minenaktien-Sektor fokussieren und habe den Kopf für die wichtigen Dinge frei.

 

Bis zur nächsten Ausgabe.

Es grüßt Sie Ihr,

Guenther_Unterschrift
Günther Goldherz, Chefredakteur


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