Ausgabe 41/2019: Warum sind manche Aktien so schlecht … im Bett?

Goldherz Report Ausgabe 41/2019 – Donnerstag, 28. November 2019

G.Goldherz

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das folgende schreiben soll.

Es geht um „Lug“, „Betrug“, Sex, Alkohol und „Inzest“

Gewöhnlich sind das keine Themen, die für die Börse relevant sind, oder doch?

Mittlerweile beschäftige ich mich seit rund drei Jahrzehnten mit Aktien und seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Junior-Minen und Explorer-Aktien. Und ich kann Ihnen sagen, dass mich in dem Segment nichts mehr „überrascht“ und ich meine „gar nichts“ mehr.

Oft fragen mich Anleger – darunter auch reiche Investoren, die Millionen scheffeln – warum ich bei der einen oder anderen Aktie nicht zuschlage, wo doch alle Daten und Fakten auf dem Tisch liegen würden, während ich andere Aktien kaufe, die noch ein unbeschriebenes Blatt sind?

Ich kann jetzt nicht alle meine Geheimnisse ausbreiten, aber ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist die Seriosität und das Vertrauen ins Management und das Management sowie das Management.

Das hört sich abstrakt an.

Darum will ich etwas Licht in die Sache bringen.

Vor vielen Jahren gab es einmal eine Aktie… In den Krisenjahren 2012-2015 zeichnete sich das Unternehmen dadurch aus, dass es trotz des Bärenmarktes sehr gute Projekte akquirierte und eine profitable Goldproduktion aufbaute.

Die Aktie fiel dann – als es im Sektor eigentlich wieder besser lief und viele Aktien sich im Kurs vervielfachten – von 11 auf unter 1 CA$ um -90%.

Viele Anleger machten sich Sorgen und fragten sich, woran das liegen könnte?

Doch die wahre Antwort auf diese Frage finden Sie eben oftmals in keiner technischen Studie, in keinem Fachartikel zu den Projekten des Unternehmens, in keinem Insider-Forum. Nein, die wirkliche Antwort, warum ich persönlich niemals auch nur einen Cent in die Aktie investiert habe, finden Sie seit letzter Woche in der Vancouver Sun, dem kanadischen Pendant zur „Bild-Zeitung“.

Berichtet wurde über ein kurioses Gerichtsverfahren, in dem ein

kanadischer Geschäftsmann sich nicht schuldig bekennt, wegen sexueller Nötigung.

Zu seiner Verteidigung gab er an, er würde an einer seltenen Krankheit leiden, die sich Sexsomine nennt, was einen Schlafwandler bezeichnet, der sexuelle Handlungen vornimmt.

Schlimm genug für die Betroffenen… darunter auch seine Mutter…(!!!).

Ob diese Aussagen zur Verteidigung ausreichen, lassen wir mal dahingestellt. Es gibt dafür Gerichte. Wenngleich sich heutzutage – wenn die Bezahlung stimmt – Ärzte für gerichtsfeste Gutachten engagieren und Zeugen motivieren lassen sollen, habe ich gehört.

Was ein Finanzier nachts mit 20-jährigen Mädels in seiner „Luxus-Wohnung“ macht, außer „Briefmarken“ anschauen, geht mich nichts an.

Doch, dass einige Firmenvorstände – was längst nicht nur im Minensektor vorzufinden wäre – gerne mal einen über den Durst trinken und dann wie wilde Tiere über „Analystinnen“, „Freundinnen“ oder andere herfallen, die sie meinen mit ihrem Geld beeindrucken zu können, ist weitläufig bekannt und ich könnte darüber ein Buch schreiben vom „Hörensagen“…

Sie könnten nun sagen: Aktienunternehmen sind ja auch nur Menschen… Dann bitte ohne mein Kapital. Da bin ich konsequent (!).

Nicht, dass ich im Voraus immer alles weiß, aber ich ziehe schnell und konsequent die Reißleine und verkaufe, wenn es sein muss, auch im Verlust und von heute auf morgen, meine Position, wenn sich etwas derart „Skandalöses“ ereignet.

Wissen Sie was: In der Mehrheit der Fälle liege ich damit richtig.

Wenn Sie ein professioneller Anleger sind oder werden wollen, sollten Sie das verinnerlichen.

Anfang des Jahres verkaufte ich eine Aktie, mit der ich zuvor bereits bis zu +160% verdiente, und habe sie sofort konsequent aus dem Depot verbannt, als herauskam, dass der CEO jemanden bestochen haben soll.

Damals erhielt ich viele Emails von Abonnenten, die fragten, ob das nicht übertrieben sei, die Aktie wegen der Eskapaden eines CEOs zu verbannen, wo doch die fundamentalen Aussichten weiterhin den Kauf nahelegen würden.

Schauen Sie selbst, was daraus wurde: 

Mit dem Skandal war damals eine rote Linie unterschritten. Wer die Warnzeichen erkannte, konnte den Gewinn behalten und sich -75% Verlust ersparen, anders als jemand, der auf das Prinzip Hoffnung setzte… Quelle: Stockcharts.com

Die Frage ist dann tatsächlich, ob es Sie noch wundert, wenn involvierte Aktien danach einen solchen Kursverlauf aufweisen?

Da kommt man sich als Aktionär solcher Papiere schon reichlich „vergewaltigt“ vor:

Manchmal sind Informationen, die Sie außerhalb der Börse bekommen, 10x wichtiger als die börsenrelevanten Daten und Zahlen. Quelle: Stockcharts.com

Ich kann verstehen, warum Anleger nach so einem Ritt von Aktien lossagen.

Was mich aber in dem Zusammenhang sehr besorgt, das sind ETFs und Algo-Trader

Sind Algorithmen, die uns die Entscheidung als verantwortungsvolle Anleger „abnehmen“ sollen, am Ende des Tages wirklich besser als konsequentes menschliches Handeln?

Wie soll ein Algo verstehen, was „moralisch“ richtig und falsch ist, und welche Konsequenzen es hat, wenn eine Führungsperson, womöglich gedeckt vom (bestochenen?) Aufsichtsrat, seinen privaten Lebensstil auf dem Rücken der Aktionäre austrägt?

Die quantitative Analyse in Ehren, aber es gibt Situationen, in denen muss eine qualitative Bewertung auf Basis von jahrzehntelanger Erfahrung getroffen werden.

Darum: Eine Goldunze war eine Goldunze, ist eine Goldunze und bleibt eine Goldunze!

Trotzdem werden Sie mit einer seriösen Minenaktie, die das Gold aus dem Boden holt, immer mehr verdienen als mit der Goldunze in Ihrem Tresor.

Kirkland Lake Gold:

Quelle: Stockcharts.com

B2Gold:

Quelle: Stockcharts.com

SSR-Mining:

Quelle: Stockcharts.com

Wichtig ist, dass die Unternehmensvorstände sich wirklich auf ihr Tagesgeschäft konzentrieren, anstatt mit „Luxus-Weibern“ oder „Gigolos“ durch die Nacht zu streifen…

Ich will jetzt nicht schreiben, wie die Vorstände der Firmen heißen, in die ich investiere.

Wir alle sind Menschen und ich bin kein Moralapostel.

Doch einige „Bekannte“ aus dem Umfeld sind schon mehr als auffällig, was den Lebensstil betrifft, und in der Regel lesen Sie zumindest hin und wieder aus der Boulevard-Presse von den Eskapaden einiger Finanziers und Manager.

Dann spätestens ist es an der Zeit, Ihr Depot zu studieren, ob es da unangenehme Überraschungen gibt.

Es kam bisher wirklich nur selten vor, dass ein völlig umtriebiger Vorstand seine Unternehmungen trotzdem erfolgreich für Aktionäre führte…

Die Moral von der Gschicht‘ ist, dass Sie stets wachsam sein sollten. Natürlich kann eine Firma allein keine „Schuld“ treffen. Schließlich sind Unternehmen das Resultat der darin handelnden Personen und es kam auch schon viel häufiger vor, dass Aktien ein fulminantes Comeback feierten, nachdem solche „morschen“ Strukturen erst einmal entdeckt und beseitigt wurden.

Der Ausbruch eines solchen Skandals kann also durchaus „wachrütteln“.

Aber klar ist auch: Die Liste der „Warren Buffetts“ ist kurz

Die der „Lebemänner“ mit gescheiterten Firmen ist unendlich lang – „RIP“:

  • Mark Hurd (Ex-CEO Hewlett Packard) – Sex-Skandal und falsche Abrechnungen für „Aufmerksamkeiten“, berichtet „Bild“.

  • Deutsche Telekom mit Sex-Screening potenzieller Führungskräfte: Eine Managerin stehe „im Ruf, im Bett eine sehr erfahrene und erfindungsreiche Sexpartnerin zu sein“, berichtete „der Focus“.

  • YG Entertainment und weitere K-„Pop“-Aktien waren in einen weitreichenden Sex-Skandal in Korea verwickelt, wie „CNBC“ berichtete.

  • Adam Neumann schlitterte mit seinen „Eskapaden“ bei WeWork vom 50-Mrd.-US$-Konzern beinahe in die Pleite.

Sie sehen schon, von den „Skandal-Aktien“ liegen die meisten seit Jahren im Börsen-Keller und die Liste der Sünden ist, besonders auch im Technologie-Sektor, extrem lang und meine Kritik bezieht sich nicht nur auf Rohstoff- oder Minenaktien.

Aber ich will Sie durchaus einmal dafür sensibilisieren, dass Sie in Zukunft Aktien auch auf andere Art betrachten und analysieren als allein auf Grundlage der Zahlen.

Wenn Sie mir gestatten Ihnen zu helfen, die Aufgabe der Analyse und Bewertung von tausenden Firmen zu bewerkstelligen, lege ich Ihnen ein PLUS-Abo nahe.

Am besten Sie schließen heute ein PLUS-Abo ab – mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie

 

Es grüßt Sie Ihr

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Günther Goldherz,

Chefredakteur Goldherz Report


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