Ausgabe 42/2017 – Gott hilf: Prepper kaufen Bitcoins

Goldherz Report Ausgabe 42/2017 – Donnerstag, 30. November 2017

G.GoldherzLiebe Leserinnen und Leser,

wissen Sie was? Meine Welt steht doch auf dem Kopf! Ihre auch?

Wieder einmal ist es auch dieses Mal nur eine kleine Minderheit, denen die Schieflagen allerorten auffallen.

Sie gehören offensichtlich dazu. Denn Sie machen sich längst nicht nur Gedanken, wie Sie durch Spekulation Geld verdienen können, sondern auch darüber, wie die Sicherung Ihres Vermögens aussehen könnte, wenn an den Märkten der Wind dreht. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Denn bei Auktionspreisen von 400 Mio. US$ für einen Leonardo Da Vinci frage ich mich schon langsam: Wohin soll das noch führen?

Ein Da Vinci hat immer einen Wert, könnte man meinen. Spätestens bei der Auktion von Kunstwerken zu Millionenpreisen, die von jedem dreijährigen Kindergartenbesucher in gleicher Qualität und Phantasie erstellt werden, hört das Verständnis auf – bei mir jedenfalls.

Fragen Sie sich vielleicht manchmal, ob die Preise für ein Kunstwerk von Damien Hirst oder Ken Price, der oben mit dem „goldenen Hundehaufen“ abgebildet ist, und die sich in den vergangenen Jahren ein Rennen um die Spitzenpreise lieferten, noch einer Logik folgen? Außer der, dass es einfach zu viel billiges Geld gibt?

Für internationale Geldwäsche, einen Versicherungsbetrug oder eine ganz legale und banale höhere Beleihung solcher Kunstwerke ist eine Manipulation der Preise mit Sicherheit lukrativ, doch kann das von Dauer sein?

Das Auktionsvolumen von Ken Price-Skulpturen befand sich zuletzt 2006 auf einem Rekordniveau, unmittelbar vor dem Platzen der Immobilienblase und Bankenkrise. Danach trocknete der Markt bis 2012 aus. Seither gab es 4 starke Jahre in Folge.

Ganz ähnlich sieht es bei der Blase bei den Bitcoins aus. Dort ging es allein in diesem Monat um fast 100% nach oben. Mit dieser Geschwindigkeit für Wertsteigerungen wird die gesamte Menschheit oder einfach jeder, der es will und die derzeitige Euphorie für sich nutzt, in etwas mehr als einem Jahr aus 1.000 rund 16 Mio. US$ machen.

Quelle: Bloomberg.com

Na dann, ich wünsche Ihnen viel Erfolg! Doch Sie merken schon, dass ich das nicht ganz so ernst meine.

Jedenfalls ist es jetzt bestimmt keine so gute Idee mehr, Bitcoins zu kaufen um Millionär zu werden oder mit diesen Coins den nächsten Crash zu überleben.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann schauen Sie einfach mal in die USA.

Dort gibt es viele Anhänger der Zusammenbruchsthese, die sogenannten Prepper.

Prepper gehören zu der Gruppe von Menschen, die an den totalen Zusammenbruch des Kreditsystems, der staatlichen Ordnung und der Infrastruktur glauben und entsprechend vorsorgen. Sie bewahren gewöhnlich Konserven, Nudeln oder Instant Kaffee für mehrere Jahre im Keller auf. Manchmal gibt es Überschneidungen mit der „Kupon-Fraktion“, die in den USA eine enorme Zahl Anhänger hat und für wenige Dollar kiloweise Instant-Nudelsuppen, Ketchup, Zahnpasta oder Papiertücher aus Aktionsverkäufen hortet.

Nur würden die Prepper ihre Billig-Zahnpasta notfalls mit ihrem Waffenarsenal bis zum Tode verteidigen.

Worauf will ich hinaus? Nun, Prepper waren früher dadurch bekannt, dass sie als Verunglimpfung für umsichtige Investoren herhalten mussten, die Inflation, Finanzkrisen oder fallende Märkte erwarten und sich generell mit der Euphorie der großen Masse, die von einer Blase zur nächsten jagt, nicht anfreunden konnte.

Für den Bankberater und Versicherungsvertreter ist der Fall klar: Hältst Du Gold oder Silber, dann bist Du ein Prepper, Untergangsprophet, Verschwörungstheoretiker, Redneck, Dummbeutel, Miesepeter … Suchen Sie sich einfach etwas aus.

Tatsächlich haben sich die Prepper aber jetzt gewandelt. Das behauptet zumindest dieser englischsprachige Artikel von Business Live aus Südafrika, der einen ebenfalls aktuellen Bloomberg Bericht aufgreift.

Nun sind sie auf dem ermäßigten Preisniveau der Edelmetalle dazu übergegangen, ihr „wertloses“ Edelmetall zu verkaufen und stattdessen verstärkt in Bitcoin zu investieren

Nun bin ich für gewöhnlich kein Mensch, der sich über solche Dinge lustig machen will. Schließlich bin ich selbst skeptisch was die Krisenbelastbarkeit unseres Systems betrifft und ich habe den Glauben an die Weisheit der Politiker längst verloren oder noch nie besessen.

Sie müssen wissen, dass die Prepper früher tatsächlich Anhänger von Gold und Silber waren und so hatten sie bei mir durchaus einige Sympathien.

Tatsächlich wurde von ihnen bis vor einiger Zeit noch vor Kryptowährungen gewarnt, weil diese im Falle eines Ausfalls von Strom und Internetz nicht mehr richtig funktionieren.

Doch das beginnt sich langsam umzukehren, ich sagte ja schon eingangs, die Welt steht Kopf!

Der Glaube ans Gold ist der Überzeugung gewichen, dass Bitcoins eine „staatsunabhängige Tauschwährung“ seien, ähnlich wie die früheren Gutscheinsysteme, die es aber nie über den lokalen Bereich hinaus gebracht haben. Zumal sie im Vergleich zum „Briefbeschwerer“ Gold viel leichter aufbewahrt, kaum gefunden, ohne Passwort nicht gestohlen werden können und einfacher zu transportieren sind. Denn im Notfall ist ein Passwort im Kopf ausreichend, um das gesamte Kapital unbemerkt über Grenzen zu bringen.

Der Goldpreis hat sich seit Oktober praktisch gar nicht bewegt.

Bei der derzeitigen Seitwärtsbewegung beim Gold und den Minenaktien werden viele Privatanleger wieder leicht ungeduldig. Sie fragen sich zunehmend, ob sie ihre Goldaktien nicht lieber verkaufen sollten, um in „interessantere“ Aktien zu investieren und meinen damit Titel, die leichter steigen.

Sie brauchen nur einmal den Sharedeals.de Live-Chat aufmerksam zu lesen und Sie werden genau dieses Stimmungsbild erkennen.

Nun kann ich die Entscheidungen nicht für Sie übernehmen. Doch eines weiß ich sicher: Wenn Sie nun alle Goldbestände und Aktien aus diesem Sektor verkaufen, dann haben Sie keinerlei Versicherung oder Reserven mehr, wenn es an den Märkten einmal „scheppert“.

Die Auflösung von Gold- oder Silberpositionen wäre in etwa damit zu vergleichen, die Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr zu beschließen, in einer Gemeinde in der es seit ein paar Jahren nicht mehr gebrannt hat.

Fragen Sie nicht danach, wie viel Sie vielleicht ohne Goldaktien verdient hätten, sondern überlegen Sie einmal, welche Anlagepreise überhaupt noch stabil bleiben oder sogar steigen könnten, wenn die Finanzmärkte die Richtung ändern oder die Blasen bei Bitcoins oder im internationalen Kunstmarkt platzen.


+++ NEWS TICKER +++


+++ Müllunternehmen begibt 500 Mio. €uro Müllanleihe: Die französische VEOLIA begibt eine dreijährige Anleihe mit negativen Zinsen +++

Der deutschen Finanzpresse war das offenbar überhaupt keine Schlagzeile mehr wert. Darum mache ich es als einzige deutschsprachige Publikation.

Der Zinssatz der Papiere des französischen „Müll-Unternehmens“, das mit gerade einmal „BBB“ bewertet wird, weist einen Zinssatz von -0,026% auf. Nicht nur das. Die Anleihe war bei den Investoren so beliebt, dass sie vierfach überzeichnet war.

Es gibt offenbar eine immer größer werdende Zahl von Müllschluckern, denen man jeden Mist ins Depot legen kann.

Damit wird mehr als offensichtlich, wie Investoren versuchen, irgendwie werthaltige Anlagemöglichkeiten aufzutreiben. Tatsächlich kann es schon mal vorkommen, dass sie dort noch halbwegs Genießbares finden oder mit Gewinn an einen noch dümmeren Anleger weiterverkaufen können, der den Standort des Müllcontainers noch nicht gefunden hat.

Doch seien Sie sicher: Im Müll werden Sie keinen Goldmünzen finden. Das können Sie mir glauben. Denn ich spreche hier aus Erfahrung und auf Dauer schädigen Sie ihren Magen …

Wenn der Müll aber so attraktiv wird, dass Anleger die letzten Reste aufspüren und verspeisen, wie vor einer Woche bei der Emission der Veolia-Anleihe geschehen, dann stellen sich mir die Haare im Nacken auf.

Trotzdem wird die Finanzpresse nicht müde, nach Gründen zu suchen, die diesen Wahnsinn rechtfertigen und Gold als „barbarisches Relikt“ hinstellen.

Guten Appetit!


Aktuelle Aufträge und Positionen



Updates EXTRA-Chancen


LiCo Energy Metals (Toronto: LIC) – Kurs: 0.18 CA$

LiCo veröffentlichte endlich den überfälligen Bohrerfolg. Dieser half dem Kurs deutlich auf die Beine und am Tag darauf folgten die nächsten positiven Daten. Zur Stunde befinden wir uns sogar bei sensationellen 0.18 CA$.

Quelle: Stockcharts.com

Verspätet aber immerhin brachte LiCo nun doch den von mir erhofften Erfolg.

7,6% und 4,5% Cobalt-Gehalt in Bohrloch Nr. 6 und 7 in 45 und in 100 Metern Tiefe sind für Kanada Spitzengehalte.

Die am Donnerstag veröffentlichten Bohrergebnisse mit 6 Metern und 0,6% Cobalt sahen ebenfalls gut aus. Diese liegen allerdings auch schon etwas tiefer, so dass man viel Erde abtragen muss, um da dran zu kommen.

Doch immerhin überspielten die Bohrresultate eine negative Tendenz, die bei der Aktie kurz vor der Bekanntgabe der Privatplatzierung bei 0.08 CA$ (mit vollem Warrant bei 0.10 CA$) vorherrschte.

Fazit

Sie konnten LiCo bei hervorragenden Kursen abstoßen, wenn Sie die Spekulation gewagt haben. Die Aktie war etwas schwer in den Griff zu bekommen und startete auch mit einer deutlichen Verspätung auf die ersten Bohrergebnisse. Diese fielen schon sehr positiv aus, aber wurden vom Markt völlig ignoriert. Das erforderte den Ein- und Ausstieg in kleinen Tranchen, um einen guten Schnitt zu bekommen.

Tendenziell war die Idee ein großer Erfolg für Sie. Wenn Sie die Aktie, wie ich das angeregt hatte, bei 0,08-0,12 CA$ eingesammelt haben, dann konnten Sie wenige Stunden nach den Bohrresultaten einen Gewinn zwischen +50% bis +100% realisieren und die Aktie leicht zwischen 0,15 und 0,20 CA$ verkaufen.

Nun wende ich mich neuen spannenden Geschichten zu. Aufgrund der vielen neuen Aktien, die in 4 Monaten auf den Markt kommen werden, sehe ich den Kurs bei 0,20 CA$ begrenzt. Da die Aktie nun aber zum Spielball der Spekulanten geworden ist, wären kurzfristig dennoch höhere Niveaus denkbar.

Wenn Sie die Aktie noch halten, dann dürfen Sie noch bis zum Jahreswechsel dabei bleiben. Sie sollten sich aber mindestens Teilgewinne sichern.


Silver One Resources (Toronto: SVE) – Kurs: 0.36 CA$

Zinc One Resources (Toronto: Z) – Kurs: 0.33 CA$

Obgleich ich die Projekte für qualitativ hochwertig halte, das Management sehr kompetent ist und ich an meinen langfristigen Aussichten auf Sicht von 3-5 Jahren festhalte, ist der permanente Druck auf den Kurs von Silver One und natürlich auch Zinc One Resources mittlerweile unerträglich.

Alle Fundamentaldaten weisen in Richtung eines Produktionsbeginns, der innerhalb von 3-4 Jahren angestrebt wird. Damit würde man zum idealen Zeitpunkt einer enormen Knappheit an die Silber- und Zinkmärkte kommen. 

Das lässt irgendwann einmal eine richtige Kursexplosion wie seinerzeit bei First Quantum oder First Majestic Silver erwarten. Jedenfalls so lange Keith Neumeyer hinter der Firma steht.

Vergessen Sie nicht: First Majestic handelte zunächst ebenfalls zwei Jahre im Bereich von 0,10 bis 0,50 CA$ und stieg dann explosionsartig auf 5 und noch einmal nach der Finanzkrise 2008 von unter 1 auf >20 CA$.

First Majestic Kursentwicklung im 1. Silberpreis-Boom

Quelle: Stockcharts.com

Allerdings gefällt es mir überhaupt nicht, wie die beiden Aktien seit einigen Monaten im kurzfristigen Bild handeln.

Immer wieder fliegen Stückzahlen raus und drücken den Kurs ohne sichtlichen Boden. Das heißt Anleger nehmen offenbar jedes Angebot an, um sich von ihren Aktien zu trennen, weil sie offensichtlich nicht mehr von Keith Neumeyer und seiner Truppe überzeugt sind.

Nicht einmal die vorgestrige Meldung, wonach Silver One das Bohrprogramm starten wird, führte zu einer Erholung und bei Zinc One warten wir immer noch auf die ausstehende Genehmigung für das Bohrprogramm. Das wird seit Herbst erwartet und nun voraussichtlich nicht vor Neujahr starten.

Sie sollten sich grundsätzlich folgende Fragen stellen:

1.) Sie glauben an die Perspektiven: Dann müssen Sie es verkraften, wie die Aktie auf welches Niveau auch immer fällt, bevor sie sich vielleicht zusammen mit der fundamentalen Perspektive und Entwicklung verbessert. Das kann durchaus 2 Jahre in Anspruch nehmen.

2.) Hoffen Sie auf eine Erholung des Kurses in den kommenden 3-6 Monaten zur Begrenzung der Verluste oder ist es für Sie jetzt nur eine kurzfristige Spekulation?

3.) Sie haben die Hoffnung aufgegeben und wissen eigentlich gar nicht mehr, warum Sie die Aktie noch halten, außer, dass Sie der tägliche Kurs um ihren Schlaf bringt?

Im ersten Fall dürfen Sie an der Aktie festhalten. Im zweiten Fall wäre ein Ausstieg in den kommenden Monaten und spätestens bis Juni 2018 möglich. Im dritten Falle wäre ein sofortiger Ausstieg naheliegend. Denn unbegründete Hoffnungen sind nie ein guter Rat bei Aktien, die derart stark im Minus stehen.

Sie sollten trotzdem vielleicht überlegen, ob Sie sich nun inmitten der US-amerikanischen „Tax-Loss-Selling Season“ von diesen beiden Werten trennen wollen. Also der Saison, welche die Realisierung von steuerlich geltenden Verlusten bis Jahresende ermöglicht. Oder wollen Sie eher den traditionellen Rebound im Januar bis März nutzen, wenn der Verkaufsdruck normalerweise nachlässt und auch zusammen mit der nächsten PDAC-Messe in Toronto ein verstärkt positiver Newsflow von den Bohrprogrammen wahrscheinlich ist.

Wenn Sie, wie ich es tue, an Variante 1.) glauben, das ich nach wie vor für das wahrscheinlichste Szenario halte, zumal ich innerhalb der kommenden 3-5 Jahre fest an Silberpreise über 30-50 US$ ausgehe, dann müssen Sie jetzt die Augen fest verschließen. Buchen Sie die Aktien am besten aus dem Depot in ein anderes um, damit sie den Kurs nicht mehr täglich sehen müssen.

Sie könnten sich durchaus überlegen, die Aktien ausbuchen zu lassen und die effektiven Stücke als physisches Aktienzertifikat nach Hause liefern lassen. Dieses sollten Sie einrahmen oder in einer Schublade verschwinden lassen, bis Sie diese in 3-5 Jahren wieder gewinnbringend hervorholen und vielleicht mit phantastischen Gewinnen verkaufen können.

Fazit

Auf dem aktuellen Niveau tue ich mir schwer, die Aktien zum Kauf zu empfehlen. Der Boden kann zwischen 0,10 bis 0,40 CA$ praktisch überall sein. Ich kann nachvollziehen, wenn Sie entnervt das Handtuch werfen und die Aktien mit ihrem Restwert verkaufen wollen, um sich kurzfristig lukrativeren Gewinnmöglichkeiten zu widmen, die es durchaus gibt.

Eines ist klar: Bevor für beide Werte keine aussagekräftigen Bohrergebnisse sowie eine PEA (vorläufige Machbarkeitsstudie) vorliegen, wird sich der Kurs in fester Hand der Spekulanten und Leerverkäufer befinden. Diese werden gnadenlos auf die Aktie drücken, um auch den letzten verzweifelten Aktionär zum Verkauf zu bewegen.

Auf dieser Grundlage ist eine Fortführung der beiden Werte als EXTRA-Chance unmöglich. Der Kurs ist zurzeit einfach viel zu wenig aussagekräftig und spiegelt nur die Verzweiflung der Kleinanleger wieder, jedoch nicht den fundamentalen Erwartungswert, der im Falle einer sukzessiven Projektentwicklung angemessen wäre.


Kenadyr Mining (Toronto: KEN) – Kurs: 0.13 CA$

Kenadyr baut ein neues Projekt-Portfolio zusammen. Mit der letzten News wurde die Übernahme eines insgesamt 1.200 km² großen Projekt-Gebiets für rund 500.000 US$ bestätigt. Die Projekte befinden sich in einem Goldgürtel, in dem auch die Kumtor Mine liegt. Potenziell sind dies sicher hochinteressante Projekte. Die Frage ist nur, wie schwer sich Kenadyr tun wird. In einem so frühen Stadium ist die Weiterentwicklung sehr zeitaufwändig und kapitalintensiv.

Außer einem Verzeichnis gibt es nur wenige Anhaltspunkte.

Die Konzessionen decken die meisten der vielversprechenden Gesteine (Riphean carbonicous shales) ab und liegen innerhalb einer Streichlänge von 800 km von West nach Ost. Diese Lizenzen enthalten ungefähr 80% des in der Kirgisischen Republik vorkommenden, freiliegenden Proterozoischen Schwarzschiefers, die sich nicht in einem geschützten Gebiet wie einem Nationalpark befinden.

Nach dieser Transaktion ist Kenadyr ein neues Unternehmen. Da die Bohrergebnisse auch nicht mehr so überzeugen konnten, fängt man offenbar neu mit dem Unternehmensaufbau an. Ob die Projekte das Potenzial haben, die Karre aus dem Dreck zu ziehen und die Firma das Kapital, um sie weiterzuentwickeln, bezweifle ich noch. Darum ist eine Bewertung aktuell unmöglich.

Ein weiterer unschöner Haken ist nur, dass Kenadyr-CEO Alex Becker an der Firma Realgold beteiligt ist, welche diese Projekte hielt und von Kenadyr einen Entwicklungsvorschuss von 550.000 US$ erhält.

Das Thema Interessenskonflikte wird da anscheinend nicht so genau genommen.

Fazit

Für mich ist es darum Zeit, einen Schlussstrich unter die Aktie zu setzen und den Wert aus der Chancenliste zu verkaufen. Es macht hier jetzt keinen Sinn, auf starke Kurserholungen zu spekulieren. Es gibt noch immer zu viele Aktionäre, die alle nur verkaufen wollen. Eine langfristige Perspektive gibt es bislang nicht.


Anlagestrategie

Sorglosigkeit an den Märkten sorgt für Bodenbildung bei Edelmetallen


Was mich am meisten erstaunt, ist wie sich das Sentiment an den Märkten wie ein Uhrwerk wiederholt. Besorgte Anleger fragten sich bis vor Kurzem noch, ob es jemals wieder so eine schwere Finanzkrise ähnlich wie im Jahr 2008 geben könnte? Doch nach und nach weicht die Angst einer neuen Zuversicht.

Meine größte Verwunderung ist aber eine ganz andere: Wir befinden uns aktuell wieder in einem ganz ähnlich euphorischen Stimmungshoch wie vor exakt 11 Jahren, zum Jahreswechsel 2006/07.

Wenn ich aus einer Investorensicht das Wort des Jahres 2017 küren müsste, dann wäre es wahrscheinlich das Wort: Sorglosigkeit.

Gemessen am Barometer der Sorglosigkeit stehen wir heute auf einem extrem tiefen Niveau wie zuletzt 2006, kurz vor dem für die meisten Anleger völlig überraschenden Ausbruch der Finanzkrise.

S&P 500 mit gefährlichen Spitzen alle 10 Jahre

Quelle: Stockcharts.com

Obwohl die Anleger in Hochstimmung sind und munter Aktien sowie Anleihen kaufen, die sich auf dem mit Abstand höchsten Bewertungsniveaus seit Menschengedenken befinden und sogar Minuszinsen (Veolia) in Kauf nehmen.

Anleger ignorieren den gefährlichen Fakt, dass der Großteil der gesamten an die Finanzmärkte strömenden Nettoliquidität (>70%) aus künstlichen Käufen der Weltzentralbanken resultieren, die ihrerseits angekündigt haben, dass sie die Käufe von Anleihen stark beschneiden werden. Schon im Januar will die EZB nur noch 30 statt wie bisher 60 Mrd. Euro pro Monat kaufen. Niemand glaubt, dass das eine Reaktion an den Börsen auslösen könnte, weil alle auf steigende Kurse konditioniert sind und jeden 5%-Rückgang ausnutzen, um zu kaufen. Das wird dadurch erreicht, dass rund 70% des täglichen Handelsvolumens nur noch von ETFs bestimmt wird.

Jeder Mensch, der noch halbwegs bei Verstand ist, merkt, dass es raucht. Und wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Nur die Notausgänge sind versperrt.

Alle Anleger glauben, dass sie rechtzeitig noch aussteigen können, wenn die Märkte anfangen zu rutschen. Doch seien wir mal realistisch. Wo liegt ein vernünftiger Stopp bei einer Aktie wie Amazon, Facebook, Tesla oder Google?

Der Kurs von Tesla ist ein Paradebeispiel dafür, in welches Dilemma Anleger geraten können, wenn sie keine feste Vorstellung vom Wert ihrer Aktie haben. Der Kurs fiel gerade von 390 unter 300 US$. Nach klassischer Charttechnik ist die Aktie unter der 200-Tage-Linie und jetzt ein klarer Verkauf. Wirklich gefährlich wird es aber erst unter 280 US$. Wer im Frühsommer gekauft hat, in der Erwartung das neue Model 3 würde die Welt erobern, sitzt nun auf 20% Verlust.

Klar, es ist möglich, dass es nur eine kurzfristige Schwäche war und man die Aktie nun aus Trading-Sicht kaufen könnte mit einem eiskalten Stopp bei 230 US$. Genauso könnte wieder jemand kommen, der bei 230 US$ kauft und den Stopp bei 170 US$ setzt oder bei 150 US$, was dann -60% unter dem Höchststand läge.

Verstehen Sie was ich meine?

Lassen Sie es mich anders ausdrücken: Im Prinzip gibt es bei so einer Aktie kein faires Niveau. Der Kurs kann irgendwo zwischen 100 bis 500 US$ notieren und würde Optimisten wie Pessimisten gleichermaßen bestätigen.

Quelle: Stockcharts.com

Fazit

Das Fazit können Sie sich denken. Fügen Sie hier: __________ die Faktoren ein, welche für Gold- & Silberanlagen sprechen. Denn der Goldpreis ist ehrlich und wird bei einem Einbruch der stark manipulierten Anleihenmärkte, die auf den Aktienmarkt ausstrahlen werden, steigen. Und zwar massiv.

Keith Neumeyer erwartet 8.000 US$ Gold- und 130 US$ Silberpreis

Bis nächste Woche!

 

Es grüßt Sie Ihr,

Guenther_Unterschrift
Günther Goldherz, Chefredakteur

 


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Am Dienstag, 5. Dezember von 19:00 bis 20:00 Uhr!

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Darüber hinaus bestehen die folgenden weiteren, konkreten und eindeutigen Interessenkonflikte:

  1. Para Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  2. Golden Arrow Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  3. TerraX Minerals: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  4. Dolly Varden Silver: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet.
  5. Zinc One Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  6. E3 Metals: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  7. Rise Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  8. Kenadyr Mining: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem zukünftig vermutlich Optionen an dem Unternehmen.
  9. Northern Empire Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  10. Golden Ridge Resources: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  11. LiCo Energy: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.
  12. K92 Mining: Die bull markets media GmbH wurde als Herausgeber für die Berichterstattung über das Unternehmen vergütet und hält zudem Aktien/Warrants an dem Unternehmen.

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